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Das große Wiedersehen

50 Jahre Caritas Kinderdorf in Irschenberg: Maifest zum Jubliäum

Gruppenbild mit Ehemaligen aus fünf Jahrzehnten beim großen Wiedersehen anlässlich des 50. Geburtstags des Caritas
Kinderdorfs in Irschenberg.
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Gruppenbild mit Ehemaligen aus fünf Jahrzehnten beim großen Wiedersehen anlässlich des 50. Geburtstags des Caritas Kinderdorfs in Irschenberg.

Seit einem halben Jahrhundert ist das Caritas Kinderdorf in Irschenberg Heimat für Mädchen und Jungen, die nicht bei ihren leiblichen Familien aufwachsen können. In diesem Zeitraum hat es über 650 Kinder auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben begleitet. Zu seinem 50. Geburtstag lud das Kinderdorf diese am 1. Mai zu einem Fest ein. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Irschenberg – Die ersten ehemaligen Betreuten, Mitarbeitenden, Schwestern, Zivis und Bufdis trafen bereits am Morgen zum Festgottesdienst in der Pfarrkirche Irschenberg ein. Weihbischof Wolfgang Bischof nahm im Evangelium das Bild von Jesus auf, der am Ufer steht und zum Tun auffordert: „Jesus tritt auch an das Ufer unseres Lebens und damit bricht auch für uns ein neuer Morgen an. Der Dienst an den Menschen und damit auch an den Kindern ist Dienst im Namen Jesu und dieser Dienst lebt von Ostern her: vom Licht Christi.“

Der Weihbischof nahm im Anschluss zusammen mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Dorfleiter Wolfgang Hodbod in einer Kutsche Platz, die einen Festzug ins Caritas Kinderdorf begleitete. Angeführt von der Irschenberger Musik folgten in einer zweiten Kutsche einige der jüngsten Kinderdorfkinder zusammen mit den Schwestern von der Heiligen Familie, die bis 2014 segensreich im Kinderdorf wirkten. Die anderen Kinder und Jugendliche gingen mit ihren Hausmüttern und -vätern mit selbstbemalten Tafeln mit den Namen der Wohngruppen zu Fuß. Begleitet von vielen ehemaligen und aktuell Betreuten und Mitarbeitenden sowie Fahnenabordnung der Ortsvereine.

Angekommen im Kinderdorf wurde dort unter dem Motto „Das große Wiedersehen“ gemeinsam gefeiert mit Maibaumaufstellen, Brotzeit und Musik. Das Ehemaligenfest findet nur alle fünf Jahre statt und wird vom Förderverein Caritas Kinderdorf Irschenberg e.V. finanziert, dessen Vorsitzende Ilse Aigner ist.

In dieser Funktion richtete die Präsidentin des Bayerischen Landtags auch ein Grußwort an die Gäste. In diesem wies sie auf die gesellschaftliche und soziale Verantwortung hin: „50 Jahre Caritas Kinderdorf Irschenberg – das ist schon ein besonderes Jubiläum. Nicht nur wegen der 50, die ja gemeinhin einen großen Stellenwert hat. Sondern weil es diese großartige Einrichtung, diese Idee schon so lange gibt. Kindern und Jugendlichen, die keine Chance auf ein normales Leben haben, eine Möglichkeit zu geben, in einem sicheren, stabilen Umfeld aufzuwachsen, die Schule zu besuchen und so ihren Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden – das ist auch nach fünf Jahrzehnten immer noch eine der wichtigsten Aufgaben, sie wir als Gesellschaft haben.“

Im Anschluss mischte sie sich unter die Ehemaligen und suchte das Gespräch mit ihnen. Ehemalige Betreute aus einem halben Jahrhundert nutzten bei kühlem, aber trockenem Wetter die Möglichkeit der Begegnung und des Austauschs. Darunter auch ein Kinderdorfkind der aller ersten Stunden: Gerhard Veigel war am 28. Februar 1972 dabei, als die Mädchen und Buben aus dem Kinderheim in Starkheim bei Mühldorf ins neugebaute Caritas Kinderdorf einzogen. Mit zwei Jahren war er das damals jüngste Kind im Kinderdorf. Er lebte mit seinen fünf Geschwistern, anderen Kindern und seiner Hausmutter Schwestern Emma in Haus 12. Die Erinnerungen an die Zeit im Kinderdorf sind bei ihm heute immer noch sehr lebendig.

Das Familiäre, das Geborgene fand er als Kind schön, für ihn war es ein normales Aufwachsen und das Kinderdorf war für ihn Heimat. Auch als Schwester Emma, die für ihn immer die Mama war, das Kinderdorf verließ, blieb er mit ihr in Kontakt bis zu deren Tod mit 96 Jahren. Noch heute lebt Gerhard Veigel mit seiner Frau und seinen Kindern in Irschenberg. Er hat dort für sie ein Haus gebaut, arbeitet im Ort als Elektrotechniker und ist im Vereinsleben aktiv. Eines von vielen Beispielen gelungener Kinderdorfarbeit in den letzten 50 Jahren.

Pressemitteilung des Caritas Kinderdorfs Irschenberg

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