Friedliche Bayern - Streitsüchtige Berliner

Streitatlas: Bayern sind am entspanntesten

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In Bayern ist alles im grünen Bereich.
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Hamburg/Landkreis - Im Freistaat sind die Menschen entspannt. Im Rest Deutschland sieht es da schon anders aus: 

 "In Deutschland kann man heutzutage immer schneller in einen Streit verwickelt werden", erklärt Peter Stahl, Vorstandssprecher bei Advocard, dem Rechtsschutzversicherer der Generali in Deutschland, die Streitlage der Nation. 

Bayern ist Schlusslicht

"Deutschlands großem Streitatlas 2017" zufolge ist das Streitaufkommen bundesweit insgesamt um 2,8 Prozentpunkte auf 25,1 Prozent gewachsen. Berlin streitet, wie auch schon in den Jahren zuvor, unter allen Bundesländern am meisten und liegt inzwischen bei 31,2 Streitfällen pro 100 Einwohner (2014: 29,3). Besonders streitfreudig ist auch Nordrhein-Westfalen: Ausgerechnet das Bundesland, das für den Karneval berühmt ist, steht in Sachen Streit unter den Bundesländern auf Platz zwei. Ganze sieben Städte in der Liste der Top-10-Streitstädte liegen in NRW. 

Die Bremer hingegen scheinen eher um Ausgleich bemüht zu sein: Das kleinste Bundesland ist das einzige, in dem das Streitaufkommen stabil geblieben ist. Unter den Städten ist und bleibt Leipzig Deutschlands unangefochtene "Streithauptstadt" (33,2). 

Bayern ist das Schlusslicht. Aber auch bei uns ist ein leichter Anstieg um 2,5 Streitfälle pro 100 Einwohnern zu verzeichnen. Im vergangenem Jahr lag der Wert somit bei 21,3. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 18,8.

Die größten Streitpunkte

Die Ursachen für Rechtsstreitigkeiten sind ganz unterschiedlich. Es lassen sich jedoch fünf Ursachenfelder abstecken, auf denen Streit besonders gut gedeiht: Auf Platz eins steht das Privatleben (40,1 Prozent aller Streitfälle) mit all seinen Facetten z.B. Streit mit dem Reiseveranstalter, an zweiter Stelle folgt der Straßenverkehr (27,9 Prozent) – hier liegt auch der stärkste Zuwachs (+ 3,2 Prozentpunkte). 

Das Arbeitsumfeld (13,4 Prozent) belegt den dritten Platz, auf Platz vier kommt der Bereich Wohnen (11,2 Prozent) und auf fünf Behörden und Finanzen (7,5 Prozent). 

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