Bayern darf nun richtig schwitzen

Jetzt wird's heiß in der Region: DWD gibt Warnung vor Hitze heraus

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Auch für die Kreise Traunstein und BGL warnt der DWD nun vor starker Wärembelastung.
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Landkreis - Seit Tagen schwitzt Deutschland aufgrund der Hitzewelle. Bisher war es in Bayern noch vergleichsweise "kühl". Doch für Donnerstag und Freitag gab der DWD nun eine Hitzewarnung für die Kreise Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting heraus.

Nachdem am Dienstag in Teilen Deutschlands bis zu 36 Grad im Schatten erreicht wurden, waren es am Mittwoch bereits 37,1 Grad. Das war damit der bisher heißeste Tag des Jahres 2018. Der höchste Wert wurde dabei im hessischen Bad Nauheim gemessen. Anfang der Woche war es in beispielsweise in Hannover so heiß, dass Blow Ups auf den Rollfeldern den Flugverkehr massiv behindert haben.

Hitzewarnung für die Kreise Traunstein, BGL und Altötting

Bisher blieb Bayern und besonders Oberbayern von der Hitzewelle noch relativ verschont. Es gab weder Hitzewarnungen noch Warnungen vor erhöhter UV-Strahlung. Doch am Donnerstagvormittag gab der Deutsche Wetterdienst nun eine amtliche Warnung vor Hitze für die nordöstlichen Teile Bayerns heraus. Mit dabei auch zwei Landkreis aus unserer Region: Für die Kreise Traunstein, Berchtesgadener Land und Altötting warnt der DWD bis zu einer Höhe von 400 Metern vor einer starken Wärmebelastung. Diese Warnung gilt derzeit von Donnerstag 11 Uhr bis Freitag 19 Uhr

Auch einzelne Gewitter können wieder auftreten: Vor allem vom Bayerwald bis zum oberbayerischen Alpenrand warnt der DWD davor. Diese können lokal mit Starkregen bis 20 Liter/Quadratmeter in kurzer Zeit, kleinem Hagel und Böen bis 75 km/h. Auch Freitag ab Mittag bis in die Nacht zum Samstag hinein erwarten uns laut DWD dann erneut einzelne Gewitter. Größte Gefahr dafür im Süden und Osten.

„Diese H itzewelle könnte historische Dimensionen annehmen, wenn sie denn wie von einigen Wettermodellen berechnet tatsächlich bis in die erste Augustdekade hinein andauert. Die US-Kollegen vom privaten Wetterdienst Accuweather lagen übrigens mit ihrem Trend für den aktuellen Sommer 2018 wieder einmal goldrichtig. Sie hatten schon im Mai einen sehr warmen bis heißen Sommer mit einer hohen Waldbrandgefahr, aber auch lokal schweren Unwettern vorhersagt. Auch am Wochenende geht es sehr warm bis heiß und vor allen Dingen auch schwül und gewittrig weiter. Nach einer kleinen Temperaturdelle könnten die Werte dann in der nächsten Woche abermals deutlich anziehen“ erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Tipps gegen die Hitze

Tipps gegen die Hitze, wie etwa das Meiden der selbigen, das Kühlhalten der Wohnung und bei ausreichender Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr des Körpers sind weithin bekannt und werden von den meisten Menschen fast schon automatisch befolgt. Besonders im Zusammenhang mit der erwarteten Reisewelle zum Ferienbeginn am Freitag in Bayern, ist es wichtig viel zu trinken.

Während einer Hitzewelle sollten Sie folgende drei Grundregeln beachten:

1. Meiden Sie die Hitze!

  • Gehen Sie nicht in die direkte Sonne! 
  • Gehen Sie nicht in der heißesten Zeit (nachmittags) nach draußen! 
  • Verschieben Sie körperliche Aktivität im Freien auf die frühen Morgenstunden!

2. Halten Sie Ihre Wohnung kühl!

  • Lüften Sie nur dann, wenn es draußen kühler ist als drinnen! 
  • Vermeiden Sie tagsüber direkte Sonneneinstrahlung!

3. Halten Sie Ihren Körper kühl und achten Sie auf ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr!

  • Tragen Sie luftige, helle Kleidung und eine Kopfbedeckung! 
  • Nehmen Sie eine kühle Dusche oder ein kühles Bad! 
  • Trinken Sie ausreichend und regelmäßig!

Falls Sie sich um hilfs- oder pflegebedürftige Personen kümmern, achten Sie darauf, dass diese drei Grundregeln auch bei diesen eingehalten werden. Wenn sich bei Ihnen oder bei anderen ungewöhnliche Gesundheitsprobleme wie zum Beispiel Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen oder Erbrechen einstellen, kontaktieren Sie einen Arzt. Über weitere Maßnahmen informiert Sie Ihre zuständige Gesundheitsbehörde.

mh mit Material von DWD und wetter.net

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