Dem Edelgemüse ist noch zu kalt

Schlechte Nachrichten für Spargel-Fans

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Die fränkische Spargelkönigin Miriam Adel bei der Eröffnung der bayerischen Spargelsaison in Schwabach.

Schwabach - Das Wetter meinte es auch mit den bayerischen Spargelanbauern in den vergangenen Wochen nicht gut. Zum Beginn der Spargelsaison 2015 gibt es deswegen erst geringe Mengen der beliebten Stangen.

Kaltstart für den bayerischen Spargel: Wegen der kühlen Witterung wächst das begehrte Edelgemüse derzeit nur sehr langsam. Erst in frühestens zwei Wochen sei deswegen mit einer üppigeren Ernte zu rechnen, sagte der Vorsitzende des Spargel-Erzeugerverbandes Franken, Hans Höfler, am Mittwoch im mittelfränkischen Schwabach bei der symbolischen Eröffnung der bayerischen Spargelsaison. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) gelang es mit Unterstützung der fränkischen Spargelkönigin Miriam Adel trotzdem, die ersten Freilandstangen zu stechen.

Schlechte Nachrichten: Bisher erst kleinere Mengen Spargel

Der Boden sei momentan stark ausgekühlt, sagte Höfler. Damit Spargel wachse, müsse der Boden von der Sonne gewärmt werden. Die Spargelbauern hoffen nun darauf, dass die Temperaturen zum Wochenende hin steigen. „Wir bräuchten jetzt allerdings schon Tropenwärme, damit es kurzfristig größere Mengen Spargel gibt“, sagte Höfler.

Im Landkreis Fürth wurde die für Freitag geplante symbolische Eröffnung der Spargelsaison der Regionalinitiative „Gutes aus dem Fürther Land“ sogar abgesagt und auf kommende Woche verschoben. Der Spargelerzeugerverband Südbayern hat auf seiner Internetseite einen „Spargelalarm“ eingerichtet, womit sich Verbraucher per Mail über die Verfügbarkeit informieren lassen können.

Helmut Brunner bezeichnete den Spargel als „Paradebeispiel eines regionalen und saisonalen Produkts.“ Die kurzen Wege vom Feld zum Verbraucher sorgten für ein Höchstmaß an Frische und Qualität. Im vergangenen Jahr wurden in Bayern laut Brunner auf rund 2500 Hektar Spargel erzeugt. Das sind sieben Prozent mehr als 2013. Damit sei Spargel vor Zwiebeln und Einlegegurken die flächenmäßig bedeutendste Gemüsekultur in Bayern. Die durchschnittliche Erntemenge lag im vergangenen Jahr bei 6,2 Tonnen pro Hektar. Insgesamt wurde im Freistaat eine Rekordernte von 15 226 Tonnen eingefahren.

Die größte Anbauregion im Freistaat ist das Gebiet um Schrobenhausen, gefolgt von Abensberg und Straubing in Niederbayern sowie dem unterfränkischen Maingebiet um Volkach, Kitzingen und Münsterschwarzach. Kleinstes bayerisches Anbaugebiet ist die oberfränkische Region um Bamberg und Forchheim.

Die Spargelsaison endet traditionell an Johanni (24. Juni). Statistisch gesehen isst jeder Bayer bis dahin 1,6 Kilogramm frischen Spargel.

dpa

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