Jodeln für Anfänger

Berchtesgaden - Zehn wackere Teilnehmer haben sich am Montag auf den Weg in den Salzheilstollen Berchtesgaden gemacht, allerdings nicht, um etwas für ihre Gesundheit zu tun.

"Djäh, dü, ei, ho" halt es durch den Salzheilstollen Berchtesgaden. Das erste Mal hat Jodellehrer Josef Ecker aus Bergen seinen natürlichen Seminarraum auf den Gipfeln der heimischen Berge gegen die reine Luft im Salzheilstollen Berchtesgaden getauscht. "Hier muss ich die Atemtechnik in den Vordergrund stellen", verrät er im BGLand24-Interview. "Die besondere saubere Luft ist eine Alternative, eine Ergänzung zu den anderen Jodelkursen. Hier lernen die Teilnehmer richtig aus dem Zwerchfell zu atmen."

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Gesagt, getan. Der Kurs beginnt mit Atemübungen - tief ein- und ausatmen, spüren, dass das Zwerchfell arbeitet. Und schon kommt der erste Ton aus den Teilnehmern heraus - "Düüüüü". Alle zehn machen von Anfang an begeistert mit. "Beim Jodeln muss ich darauf achten, dass ich gut artikuliere und dass ich die Töne in einem großen Tonabstand sauber praktiziere. Es geht um einen sauberen Stimmsitz, die Stimmkraft zu entwickeln", beschreibt Ecker.

Die Teilnehmer sind bis aus Nordrhein-Westfalen angereist, um das Jodeln von Josef Ecker zu lernen. Hat es sich gelohnt?

"Absolut", betont Sonja Mayer aus Chieming. Sie wird am 30. Mai auf die Piesenhausener Hochalm als Sennerin gehen. "Eine Vorgängerin hat den Kurs gemacht und ihn mir empfohlen. Wenn man abends draußen vor der Alm sitzt, ein schöner Sonnenuntergang ist und Leute da sind, sollte eine Sennerin jodeln können." Allerdings wird die angehende Sennerin sicher noch eine Einzelstunde bei Josef Ecker nehmen, "um das Gelernte zu festigen".

Jodelseminar im Salzheilstollen

Auch der Lehrer weiß: "ein Kurs reicht nicht, da werden mit Sicherheit mehrere folgen." Die Teilnehmer hätten sich aber gut angestellt, gute Ansätze waren bei fast allen da."

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

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