John Demjanjuk bekommt einen Betreuer

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Seit Mai 2011 lebt der ehemalige KZ-Wächter John Demjanjuk in einem Seniorenheim in Bad Feilnbach. Der Haftbefehl gegen ihn ist ausgesetzt.

Bad Feilnbach/Rosenheim - Dem ehemaligen KZ-Wachmann John Demjanjuk soll jetzt ein staatlicher Betreuer gestellt werden. Warum der 91-jährige Ukrainer auf Hilfe angewiesen ist:

Der Betreuer soll dem 91-jährigen Demjanjuk bei Alltagsfragen und in rechtlichen Belangen mit dem Bezirk Oberbayern behilflich sein. Grund dafür sei, dass Demjanjuk nur englisch und ukrainisch spreche und kein deutsch.

Seit zwei Monaten lebt der ehemalige KZ-Wachmann John (Iwan) Demjanjuk in einem Pflegeheim in Bad Feilnbach. Jüngst wurde die Beschwerde gegen die Aufhebung des Haftbefehls von der Staatsanwaltschaft München zurückgezogen.

Demjanjuk war wegen Beihilfe zum Mord an mindestens 27 900 Juden zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Haftbefehl ist bis zu den Revisionen aufgehoben.

Das Oberbayerische Volksblatt hatte jetzt Gelegenheit, Demjanjuk und seinen Verteidiger Dr. Ulrich Busch zu treffen. Für den ehemaligen KZ-Wachmann soll ein staatlicher Betreuer gestellt werden. Ein entsprechender Antrag liegt dem Amtsgericht Rosenheim vor. Dieser soll vor Ort bei Alltagsfragen und in rechtlichen Belangen mit dem Bezirk Oberbayern behilflich sein. Ein Sachverständiger prüft derzeit den Vorgang.

zip

Mehr dazu morgen im OVB und seinen Heimatzeitungen.

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