"Schneller als die Polizei erlaubt"

Auf Jungfernfahrt: Polizei stoppt 18-Jährigen mit Bierkisten-Gefährt

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Ein 18-Jähriger wurde in Zirndorf (Mittelfranken) mit seinem selbstgebauten "Seidla-Express" gestoppt.
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Zirndorf - Nach monatelanger, akribischer Bastelarbeit begab sich ein 18-Jähriger mit seinem selbstgebauten Elektrogefährt auf die Reise durch Zirndorf. Der große Moment endete jedoch abrupt, als er von der Polizei gestoppt wurde:

Am Sonntagabend, 1. September, bot sich Beamten der Polizeiinspektion Zirndorf (Mittelfranken) ein nicht alltägliches Bild. In der Spitalstraße beobachteten sie einen jungen Mann, der mit seinem selbstgebauten Gefährt definitiv "schneller als sie Polizei erlaubt" unterwegs war

Polizei erstaunt über Bastelkünste des 18-Jährigen 

Bei einer Polizeikontrolle stellten die Beamten dann fest, wie detailliert das Fahrzeug ausgebaut war. Vier Räder, eine Pressspanplatte und zwei leere Bierkisten bildeten den Grundstock. Für Sitzkomfort sorgte ein metallener Treckersitz, der auf der Bierkiste angebracht war, wie die Polizei am Montag mitteilte..

Ein Blick ins Innere des Gefährts offenbarte das augenscheinliche Geschick des jungen Mannes für Elektronik. Unter der Sitzbank befand sich ein Akku, welcher zwei Elektromotoren an den jeweiligen Rädern antreibt. Im vorderen Bierkasten war zudem eine funktionstüchtige Signalanlage für amerikanische Polizeifahrzeuge verbaut.

Auch an eine Front- und Heckbeleuchtung dachte der junge Mann. Die Beleuchtung entsprach, laut Polizei, sogar den Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung.

Gefährt war "schneller als die Polizei erlaubt"

Der junge Bastler erklärte stolz, sein "Seidla-Express", benannt nach dem fränkischen Wort "Seidla" für einen halben Liter Bier, würde es auf 25 km/h schaffen. Er habe jedoch eine Drosselung auf 10 km/h vorgenommen.

Doch genau da lag das Problem für die Polizei Zirndorf. Fahrzeuge ab 6 km/h, müssen, wenn sie am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, zugelassen werden. Die Weiterfahrt des 18-Jährigen wurde daher von den Beamten verhindert. Der Mann musste zu Fuß nach Hause gehen und sein Gefährt an der Leine hinter sich herziehen.

Jetzt muss er sich in einem Ermittlungsverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Pflichtversicherungs- bzw. Kraftfahrzeugsteuergesetz verantworten.

jg

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