Sind Schüler die besseren Hausmeister?

Kaufbeuren - Wenn der Plan funktioniert, dann können sich Schulen in Zukunft die Hausmeister sparen: Schüler sollen Putz- und Aufräumarbeiten erledigen - gegen Belohnung.

In Kaufbeuren im Allgäu sollen Kinder und Jugendliche bei der Reinigung ihrer Schule mit anpacken. Für leichte Tätigkeiten wie Mülleimer ausleeren, groben Schmutz beseitigen und Klassenzimmer fegen sollen die Schüler auch belohnt werden. So fließt die Hälfte des eingesparten Geldes für Reinigungsfirmen an die Schulen zurück, die damit zum Beispiel ein Fest oder einen Ausflug finanzieren können.

“Schüler sollen lernen, Mitverantwortung zu übernehmen für die Räume, in denen sie sich täglich stundenlang aufhalten“, begründete der Kaufbeurer Wirtschaftsreferent Siegfried Knaak am Dienstag die Aktion. Es werde weniger das Ziel verfolgt, die Stadtfinanzen zu verbessern.

Das Modellprojekt soll demnächst an einer Kaufbeurer Grundschule und einer Hauptschule starten und später auf andere Einrichtungen ausgeweitet werden. Die Teilnahme der einzelnen Schulklassen sei freiwillig, sagte Knaak. “Wir wollen niemandem etwas aufzwingen.“

Mit dem Projekt verbunden sei allerdings die Hoffnung, das Bewusstsein junger Menschen für öffentliches Eigentum zu schärfen. Die Stadt Kaufbeuren gebe jährlich 630.000 Euro für die Reinigung aller Schulgebäude aus.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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