Kindermord: Prozesstermin steht

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Trauer um Sharon und Chiara aus Krailling

München/Krailling - Warum mussten Sharon (11) und Chiara (8) sterben? Ab Januar 2012 steht der Onkel der beiden Mädchen aus Krailling als mutmaßlicher Doppelmörder vor Gericht.

Der Prozess gegen den 50-Jährigen soll am 17. Januar 2012 beginnen. Dieser Termin sei bereits abgesprochen, es gebe aber noch keine Ladung, bestätigte der Vorsitzende Richter am Landgericht München II, Ralph Alt, am Montag entsprechende Medienberichte gegenüber der Nachrichten-Agentur dpa. Es seien zudem Vereinbarungen für elf Verhandlungstage getroffen worden.

Der Ehemann der Tante von Sharon und Chiara soll im März 2011 die beiden Mädchen aus Krailling getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor und geht davon aus, dass er auch die Mutter der Kinder - seine Schwägerin - umbringen wollte. Das mutmaßliche Motiv: Er wollte an Geld aus dem Nachlass kommen. Der Postbote und Vater von vier Kindern soll in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt haben. Der Mann hatte die Vorwürfe zunächst abgestritten und dann geschwiegen.

Die Staatsanwaltschaft München II hat dem Gericht 54 Zeugen und 9 Sachverständige benannt. Ob alle auch geladen werden, sei aber offen, sagte Alt.

Die Mutter hatte die Leichen ihrer Töchter gefunden, als sie am frühen Morgen des 24. März 2011 von der Arbeit aus der nur 100 Meter entfernten Kneipe ihres Freundes nach Hause kam. Schon nach wenigen Tagen geriet der Onkel der Mädchen unter Tatverdacht. Am Tatort wurde seine DNA gefunden, unter anderem an den Leichen der Kinder und an den mutmaßlichen Tatwaffen, einer Hantelstange und einem Messer. Auch ein Seil, das bei dem Verbrechen verwendet wurde, stammte den Ermittlungen zufolge von dem Onkel.

dpa/re

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