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Gespaltete Lesermeinungen auf Facebook

Kinderverbot im Restaurant: „Irgendwann bleiben die Gäste aus“ oder vielleicht „eine Marktlücke“?

Kind mit Schokomund und Adult-only-Schild
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In einem Restaurant an der Ostsee sind Kinder unter zwölf Jahren unerwünscht. (Symbolbild)

Im Restaurant „Schipperhus“ in Dierhagen an der Ostsee sind Kinder unter zwölf Jahren unerwünscht. Die Entscheidung der Inhaberin sorgt deutschlandweit für Aufsehen und auch die OVB24-Leser haben teils deutliche Meinungen zu dem Thema.

Dierhagen - Kinder machen oft Krach und verursachen Chaos: Ein Restaurant an der Ostsee hat davon nun genug und sperrt Kinder unter zwölf Jahren aus. Für die Hauswirtin Ricarda Biebl (49), war es eine schwierige, aber nötige Entscheidung, teilte sie der Bild-Zeitung besorgt mit. Denn die ruhige Atmosphäre in ihrem Lokal sei schon öfters durch junge Gäste verdorben worden.

Restaurant an der Ostsee erlaubt nur Gäste ab 12 Jahren

So beschrieb die Wirtin gegenüber der Bild: Ein Kind eines Ehepaares aus München habe mit Buntstiften die Wände bemalt, sei mit sandigen Füßen auf dem Tisch herumgelaufen und habe Nudeln mit Tomatensoße an die Wand geschmissen. Die Wirtin habe die Eltern darum gebeten, das Kind aufzuhalten. Das habe den Eltern jedoch nicht gefallen. „Wir wurden wüst beschimpft – wie eigentlich immer, wenn wir etwas sagen“, zitierte die Bild-Zeitung Ricarda Biebl.

Schließlich fasste die Wirtin den Entschluss, Kinder unter zwölf Jahren im „Schipperhus“ nicht mehr zu dulden. Ein Aushang im Lokal und eine Info auf der Website des Restaurants lässt Gäste nun wissen: „Aufgrund vieler unschöner Erlebnisse in der Vergangenheit haben wir uns dazu entschlossen, keine Familien mit Kindern unter 12 Jahren mehr zu bewirten.“

Für diese Entscheidung erhält Ricarda Biebl nun viel Kritik. Doch was halten die OVB24-Leser von einem Kinderverbot im Restaurant? Unsere Umfrage zeigt ein deutliches Stimmungsbild, denn 83 Prozent der OVB24-Leser würden in ein Lokal gehen, in dem Kinder unerwünscht sind. 13 Prozent würden das Lokal nicht besuchen und fünf Prozent der Leser zeigen sich unschlüssig. (Stand: Donnerstag, 21. April, 13.30 Uhr)

Lesermeinungen zum Kinderverbot im Restaurant: „Hut ab vor den Betreibern“

Auch auf den Facebook-Seiten der OVB24-Redaktion spiegelt sich das Umfrageergebnis wider. Viele können die Entscheidung der Wirtin aus Dierhagen nachvollziehen. So meint Christina H.: „Vollkommen richtig so! Wie manche Kinder sich benehmen, ist unter aller Sau (...) und geht gar nicht. Und die Eltern lassen die Kids auch noch machen, ist ja auch wichtiger, die ganze Zeit mit dem Handy rumzufummeln. Hauptsache, die Eltern haben ihre Ruhe. Erziehung wird bei einigen sowieso überbewertet“, und auch Julia J. ist derselben Meinung: „Gegen brave Kinder hat niemand was. Nur gegen ungezogene Schratzen, deren Eltern überfordert sind und die ihren Nachwuchs machen lassen, was er will. Hut ab vor den Betreibern.“

Verständnis zeigt auch Christa A.: „Ich kann das verstehen. Viele Eltern genießen ihren Restaurantbesuch und lassen die Kinder einfach machen. Ich glaube, dass die Entscheidung nicht leichtfertig ist. Ich denke gerade an unseren Besuch gestern im Wildpark. Ich finde es unmöglich, wie sich die Kinder hier benommen haben. Vor dem Bärengehege laut gegrölt und geschrien, Rehe hinterhergelaufen, Frischlinge gejagt. Wo sind hier die Eltern, die den Kindern erklären wie man sich verhält? Im Restaurant ist es genau so. Die Kinder können nichts dafür. Kinder lernen heute sehr wenig Rücksicht. Ich finde es schade!“ Für ihren Kommentar erntete sie 78 „Gefällt mir“-Angaben.

Auch Nadine J. findet das Kinderverbot im Restaurant gut: „Wenn ich essen gehen möchte, habe ich echt keinen Bock, mir von plärrenden Kindern und ihren ‚Ist ja alles nicht so schlimm‘-Eltern den Abend versauen zu lassen. Ganz einfach. Das Ganze ist eine Marktlücke, auf die früher oder später so einige Lokale aufmerksam werden. Wie bei +18 Hotels auch.“

Derselben Meinung ist auch Katja R.: „Ich habe Kinder, aber benötige auch mal eine Auszeit. Da bevorzuge ich Hotels ohne Kinder und würde auch Restaurants ohne Kinder bevorzugen. Und ja, ich kann es verstehen, da es wirklich immer schlimmer wird, wie die Kinder sich aufführen. Die Kids können nix dafür, die Eltern sind dafür verantwortlich! (...) Ich denke für jede Alter/- Zielgruppe gibt es Hotels und Restaurants, also warum ist das schlimm? Es gibt Wellnesshotels wo Kinder ‚verboten‘ sind, dafür gibt es Kinderhotels mit Wellness speziell für Familien. Es gibt Thermen, wo Kinder ‚verboten‘ sind, dafür gibt es Spaßbäder für Kindern und nun halt auch Restaurants. Warum soll es für Kinder/Familien alles geben, aber für Kinderlose oder Eltern, die ihre Zweisamkeit genießen wollen, darf es nichts geben? Sind Menschen ohne Kinder weniger wert? Nein, sind sie nicht.“

„Schipperhus“ sperrt Kinder aus: „Finde Entscheidung nicht richtig“

Doch es gibt auch andere Meinungen zu dem Thema. So schreibt Theresa R.: „Aus wirtschaftlicher Sicht kann man es vielleicht noch verstehen, wenn ein paar Kinder, die nicht erzogen sind, Sachen kaputt machen. Ich persönlich würde aber auch ohne Kinder nicht mehr in solch ein Restaurant gehen. Aber es wird genügend Kunden geben, die das gut finden und ihr Essen in Ruhe genießen können. Leben und leben lassen.“

„Ich finde diese Entscheidung nicht richtig. Viele Familien fahren an die Ostsee. Die Kinder gehören dazu, das sind unsere Nachkommen. Wenn jeder Gastwirt mitzieht, dann bleiben irgendwann die Gäste aus. Dann fahren die Familien dorthin, wo auch ihre Kinder willkommen sind. Manche Erwachsene benehmen sich schlimmer als Kinder. Ein Schild mit der Aufschrift bitte am Platz sitzen bleiben und darauf achten, dass die Bedienung durchkommt, würde doch ausreichen, statt gleich ein Verbot auszusprechen! Kinder sind unsere Zukunft“, meint hingegen Ina S.

Was haltet Ihr vom Kinderverbot in Restaurants? Schickt uns Eure Leserbriefe

In dem Restaurant „Schipperhus“ in Dierhagen haben Kinder unter zwölf Jahren nun Hausverbot. Doch ist es legitim, Kindern ein Hausverbot zu erteilen oder findet Ihr die Reaktion der Wirtin unangemessen? Würdet Ihr ein Lokal, in dem Kinder unerwünscht sind, besuchen, oder eher meiden?

Schreibt uns zum Thema per Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Kinderverbot“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt komplettem Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

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