Paar galt 18 Jahre lang als verschwunden

Skelettierte Leichen in Oberbayern entdeckt: Das ist die Todesursache

+
Die Experten der Rechtsmedizin konnte nun die Todesursache der beiden jungen Menschen feststellen.

Kipfenberg (Landkreis Eichstätt) - Nachdem am 8. Juni ein Mann bei einem Spaziergang im oberbayerischen Kipfenberg die skelettierten Überreste eines seit 18 Jahren verschwundenen Pärchens entdeckt hatte, liegen den Ermittlern nun neue Informationen über die Todesumstände vor.

In einer Pressemeldung des Polizeipräsidium Oberbayern Nord gaben die Beamten nun bekannt, dass die beiden Toten, ein zum Zeitpunkt des Verschwindens 23-Jähriger sowie seine damals 21-jährige Freundin, durch massive Gewalteinwirkung zu Tode gekommen sind. Zu diesem Ergebnis kamen die Experten der Rechtsmedizin in München nach Untersuchung der Knochenteile. Nach Informationen der Bild wurden den Opfern mit stumpfer Gewalt die Schädel eingeschlagen - vermutlich mit einem Gegenstand.

In die Ermittlungen wegen zweifachen Mordes, die die Staatsanwaltschaft Ingolstadt führt, werden diese neuen Erkenntnisse nun aufgenommen.

Man könne nach der Auffindung der Leichen nun Hinweise und Ermittlungsergebnisse aus der Vergangenheit neu bewerten und zuordnen, so die Polizei in ihrer Mitteilung weiter. Derzeit beschäftigen sich zehn  Beamte der Kriminalpolizei mit dem Fall.

Was bisher geschah:

Am 8. Juni war ein Spaziergänger während seiner Wanderung durch ein Waldstück bei Birktal (Gemeinde Kipfenberg) zufällig auf menschliche Überreste gestoßen, unter anderem ein menschlicher Schädel konnte der Mann finden. Wenig später übernahm die Polizei die Ausgrabungen.

Die Einsatzkräfte gruben weitere Knochenteile und einen zweiten Schädel aus. „Im Rahmen der durch Beamte der KPI Ingolstadt in Handarbeit durchgeführten Grabungen konnten ein zweiter Schädel und weitere Knochen gesichert werden", teilte die Polizei mit.

Säcke und Tonnen mit sichergestellter Erde hat die Polizei in einem abgesperrten Waldstück aufgestapelt; dahinter stehen Ermittler der Kriminalpolizei. Ein Spaziergänger hatte in dem Wald die sterblichen Überreste eines seit 18 Jahren vermissten Paares gefunden. Nach Angaben der Polizei vom 08.06.2020 haben Rechtsmediziner die Leichenteile inzwischen einem Mann und einer Frau zugeordnet, die im Jahr 2002 als vermisst gemeldet worden waren.

Mehrere Kubikmeter Erde seien ausgehoben, zerkleinert und gesiebt worden, um sie auf weitere Leichenteile zu untersuchen. Rund ein Dutzend Kriminalbeamte seien an der Grabung und Dokumentation der Funde beteiligt gewesen.

Nach der Untersuchung der menschlichen Überreste konnten diese dank einer DNA-Analyse der Knochen dem seit 2002 vermissten Paar zugeordnet werden. 

fgr

Kommentare