Engelsberger Auto-Abenteurer auf der "Tajik Rally 2017"

Vor der Zieleinfahrt: "Wir sind staubig und wir stinken"

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Vergorene Stutenmilch: Eine kirgisische Spezialität. Unbedingt probieren!
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Kirgistan/Engelsberg – Nach den unendlichen Weiten Kasachstans sind die beiden Abenteurer Anja und Florian aus Engelsberg unterwegs auf der „Tajik Rally 2017“ jetzt in Kirgistan mit dem Ziel Duschanbe in Tadschikistan. Diese Erfahrung haben sie bisher dort gemacht:

Update am Mittwoch um 17.15 Uhr: Sie sind staubig, sie stinken und brauchen dringend eine Dusche

Die beiden Auto-Abenteurer aus Engelsberg sind kurz vor dem Ziel der "Tajik Rallye 2017". "Wir sind staubig und wir stinken", berichtet Florian Bartl via Voice-Nachricht während der Fahrt. Außerdem gebe es am Ziel erst einmal ein Bier.

Hier zum Nachhören:

Voicemail

Update am Mittwoch um 15.00 Uhr

Von Anfang an haben wir das Team Hatobar auf dem Weg zur und während der "Tajik Rallye 2017" begleitet. Aus dem Team Hatobar wurde aufgrund eines schweren Schicksalsschlages das Team Habar. Eigentlich war nach dem Ausscheiden von "to" das ganze Unternehmen schon fast für gescheitert erklärt aber Anja und Florian sind nach intensiven Gesprächen neu gestartet. Viele Tausend Kilometer haben sie hinter sich gelassen auf dem Weg nach Tadschikistan. Jetzt, am Mittwoch, den 27. September sind die beiden Auto-Abenteurer kurz vor dem Ziel: Duschanbe, die Hauptstadt von Tadschikistan. Erste Reaktionen der beiden gibt es natürlich so schnell wie möglich hier. 

Vorbericht:

Eines gleich vorweg: Die jeweils landestypischen Spezialitäten zählen in Summe offenbar zu den Top 3 der krassesten Erfahrungen, die man auf der „Tajik Rally“ machen kann. Beispiel gefällig? Vergorene Stutenmilch! Die Kirgisen sollen angeblich drauf schwören.

Gut: In Bayern trinkt man Bier. Mag auch nicht jeder. Beides hat offenbar dramatische Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit. Im Logbuch schreibt Florian Bartl: „Jetzt wird's hinten höher wie vorn. Das ist fast schon gefährlich beim Autofahren.“ Da ein Bild bekanntlich mehr als Tausend Worte sagen kann, gibt es dazu gleich zwei. Sicher ist sicher.

Vergorene Stutenmilch ist eine kirgisische Spezialität
Ein Bild sagt mehr aus tausend Worte: So schmeckt offenbar vergorene Stutenmilch

„Weniger Kontrolle, verrücktere Grenzer“

So beginnt der nächste Teil der Geschichte von Anja und Florian aus Engelsberg auf der „Tajik Rally 2017“: Stell Dir vor, Du bist irgendwo im kasachischen Nirgendwo und dann kommt der Grenzübergang nach Kirgistan. Bis hierhin ist Dir die Übersetzungs-App auf Deinem Handy schon ans Herz gewachsen und überhaupt: Wozu hat man Hände und Füße? Viel Schräges haben die beiden Abenteurer schon erlebt aber offenbar geht es immer noch verrückter.

Tajik 2017: Vergorene Stutenmilch und ein daddelnder Zöllner in Kirgistan (Bilder)

Nach Kirgistan rein geht alles ganz schnell“ schreiben die beiden in ihrem Logbuch. „Lediglich Passkontrolle und KFZ-Papiere werden überflogen. Keine aufwändige Fahrzeugregistrierung, kein Versicherungsstress.“ Warum? Weil dort offenbar so gut wie niemand eine Fahrzeugversicherung hat. Das macht Sinn. Ein Handy braucht man ja auch nur zum Telefonieren, ein Auto zum Fahren.

Der Zöllner hat es aber dann offenbar genauer wissen wollen. Es folgt, was folgen muss: Alle Türen auf, Kofferraum auf, Kontrolle. „Via Übersetzerapp werde ich gefragt, ob ich eine Pistole mit mir führe“, schreibt Florian ins Logbuch. „Lediglich meine Steinschleuder ist an Bord.“ Der Zöllner scheint stattdessen Gefallen an Anjas Akkupack fürs Handy gefunden zu haben. Den wollen die beiden aber nicht rausrücken.

Akkupack oder Onlinegame daddeln? Die Auto-Abenteurer an der Grenze zu Kirgistan

Ob man das nun Situationskomik nennt oder anders. Was nun folgt ist urkomisch: Der Zöllner will die App auf dem Handy der beiden bedienen und drückt – aus Versehen oder nicht mit Absicht – auf ein Onlinegame. „Er beginnt zu spielen. Im Auto. Mindestens fünf Minuten ist er gebannt am zocken und für mich nicht mehr ansprechbar“, berichtet Florian. Die Spiele für Kinder, welche die beiden von der Bartl GmbH in Garching als Geschenke mitbekommen hatten gegen ein Onlinegame. Klar, was er wählte.

M41: Das Ziel rückt näher

Weil die Schlage hinter dem Auto von Anja und Florian immer länger wurde, hat der Zöllner dann doch vom Onlinegame abgelassen. „Man kann nicht alles haben, weiß der Rallyefahrer am besten“, kommentiert Florian diese Begegnung. „Anschließend nächtigen wir in Bishkek nach sechs Tagen Wüstenstaub mal in nem feinen Hotel.“ 

So sieht die Kemenate in einem feinen Hotel in Kirgistan aus: Alles da, was muss

Eigentlich hätten sie die Stadt noch etwas besichtigen wollen, „aber die Auskunft, dass bloß der Weg nach Osh schon wieder mindestens zwölf Stunden dauern wird, lässt uns früh aufbrechen.“ Es wird gebirgig. „Wir freuen uns und sind gerade auf die M41 aufgefahren, die wir bis zum Ziel nicht mehr verlassen werden.“

Laut GPS Tracker scheinen die beiden nur noch wenige hundert Kilometer vom Ziel entfernt zu sein. 

rw

Quelle: chiemgau24.de

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