"Schreckliche Fahrt" von Weilheim nach Schongau

Trotz heftiger Wehen: Klinik weist Hochschwangere (22) ab!

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Weilheim - Es war der Mittwoch nach Weihnachten, als bei einer hochschwangeren jungen Frau plötzlich die Wehen einsetzten. Doch was die 22-Jährige dann erlebte, war der blanke Horror für eine werdende Mutter:

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, hat das Krankenhaus in Weilheim die junge Frau abgewiesen. Sie musste deswegen bis zur nächsten Entbindungsstation nach Schongau fahren. Das sind rund 30 Kilometer, die zumeist über kurvige Straßen führen. 

Kein Wunder, dass Marina Brandl, die Mutter der werdenden Mama, jetzt immer noch wütend ist. Sie spricht in diesem Zusammenhang auch sie "fehlender Hilfeleistung", von "Note 6", von einem "Armutszeugnis für eine wohlhabende Stadt wie Weilheim" und von einer "Horrorfahrt". Wie sie der Zeitung schilderte, habe sie ihre Tochter an diesem Tag zum Krankenhaus gefahren und dann die Situation dort erstmal zwei Schwestern geschildert, während die Tochter im Auto zurückgeblieben sei. Die Schwestern hätten die Bitte um eine Aufnahme aber abgelehnt und stattdessen gesagt, sie müssten in eine andere Klinik fahren.

Da angeblich auch kein Sanka zur Verfügung stand, mussten die beiden am frühen Morgen die Fahrt nach Schongau selbst auf sich nehmen. "Es war schrecklich", erinnert sich Brandl. In Schongau lief dort allerdings alles bestens. "Es war eine wunderbare Aufnahme", so Brandl. Um 8.24 Uhr kam der kleine Bub schließlich gesund auf die Welt.

Die Klinik in Weilheim, deren Geburtsstation zum 1. Oktober 2017 geschlossen worden war, hingegen erklärte, dass es für solche Fälle "klare Handlungsanweisungen" gäbe und auch hier von Anfang an eine Gynäkologin eingeschaltet gewesen sei. Zudem sei der Klinik nicht klar gewesen, zu welchem Krankenhaus Brandl und ihre Tochter fahren wollte. Deswegen habe man in Schongau keine Voranmeldung vornehmen können.

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Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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