Lebensgefährliche Situation für Retter

Canyoning-Gruppe steckt Stunden in reißendem Bach bei Kochel fest - Dramatische Rettungsaktion

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Kochel - Eine fünfköpfige Gruppe wollte am Mittwochnachmittag (10. Juni) eine Canyoningtour durch den Heckenbach, zwischen dem Walchensee und Kochelsee machen. Wie der Wetterbericht prognostiziert hatte, war am Mittwoch mit starken Regenfällen zu rechnen. Dies hatte die Gruppe wohl nicht beachtet.

Gegen 14 Uhr passierte es, die Gruppe steckte fest. Es gab kein Vor und kein Zurück mehr. Sie harrten aus und hofften, sich selbst aus der misslichen Lage befreien zu können. Über Stunden hinweg gelang dies nicht, letztendlich verständigten sie am späten Nachmittag die Rettungskräfte.

Ein Großaufgebot rückte an. Feuerwehr, Bergwacht, die Canyoning-Rettungsgruppe und der Rettungsdienst eilten zur Einsatzstelle. Dass die Rettung keine Einfache wird, war der Einsatzleitung schon von Beginn an klar. Der kleine Bach hatte sich zu einem reißenden Gebirgsbach entwickelt. Einfach so hinab seilen war nicht möglich. Auch der steile Hang versperrte den Weg zu der Canyoning-Gruppe.

Einsatz der Rettungskräfte am Heckenbach bei Kochel am 10. Juni

 © Dominik Bartl
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Immer mehr Einsatzkräfte und Einheiten wurden hinzugezogen. Auch die Murnauer Drehleiter aus dem benachbarten Landkreis, sowie der Autokran der Landkreis Feuerwehr Garmisch-Partenkirchen, welcher aber letztendlich nicht mehr eingreifen musste.

Die Drehleiter aus Murnau wurde so aufgestellt, dass der Leiterpark waagrecht über die Brücke hinausragte um von dort einen Retter der Canyoning –Rettungsgruppe am Seil hinabzulassen. Die Sicht war gleich Null. Auf gut Glück ließ sich der Mann durch Dickicht und die Äste hinab.

Über Stunden hinweg versuchten die unzähligen Einsatzkräfte alles Mögliche, um die Gruppe zu befreien. Diese zeigten aufgrund der Temperaturen bereits Anzeichen einer Unterkühlung. Die Sicherheit der Einsatzkräfte stand aber immer an erster Stelle, dies konnte man auch beobachten. Waghalsige Rettungsversuche waren hier fehl am Platz. Know-how und Verstand führten letztendlich zum Erfolg.

Die Rettungskräfte konnten gegen 22.10 Uhr alle fünf Personen aus der Notlage befreien, teils per Drehleiter und teils durch den Bach zur nächsten Brücke. Die Retter selbst durchnässt und frierend waren erleichtert. Auch der 1. Bürgermeister von Kochel, Thomas Holz kam an die Einsatzstelle um zu helfen. Er zog wie alle anderen am Seil, welches einen Mann der Gruppe in die Höhe zog.

Dominik Bartl

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