„Körperwelten“ in Augsburg

Augsburg - Ab Samstag ist die umstrittene Ausstellung "Körperwelten" von Gunter von Hagens in Augsburg zu sehen. Viele Menschen laufen Sturm gegen die Plastinate.

2003 sorgte die Ausstellung in München für Furore, ab diesem Samstag und noch bis zum 13. September sind die plastinierten Leichen-Präparate in Augsburg zu sehen. Nicht alle in der Fuggerstadt sind davon begeistert: Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Augsburg etwa kritisierte am Donnerstag die Schau, für die ein "wissenschaftlich-aufklärerisches Ziel" vorgeschoben werde.

"Ein menschlicher Leichnam ist weder eine Sache noch ein Kunstobjekt", hieß es in einer Mitteilung. Der Mensch behalte seine Würde über den Tod hinaus. Deshalb sei es aus Sicht der Katholiken ein Werk der Barmherzigkeit, Tote würdevoll zu beerdigen. Gunter von Hagens plastinierte neben Menschen auch schon Gorillas, Pferde und Bären. Die Körperwelten unter dem Titel "Der Zyklus des Lebens" zeigen erstmals Leichen beim Sex. „Tod und Sex sind beides Tabuthemen. Ich bringe sie zusammen. Der Tod gehört zum Leben. Und ohne Sex entsteht kein Leben!“, sagt Gunther von Hagens.

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser