Auf Feld angezündet und grausam verbrannt

Kurde richtet sich bei Ingolstadt selbst hin - aus Protest gegen Erdogan?

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Kösching/Ingolstadt - Eine schlimme Tragödie hat sich am Donnerstag im Landkreis Eichstätt ereignet: Dort verbrannte sich ein junger Mann selbst - offenbar aus Protest gegen den türkischen Präsidenten Erdogan.

Der 26-Jährige zündete sich gegen 13 Uhr auf einem Feld bei Kösching selbst an und verbrannte dabei vermutlich auf grausame Art und Weise. Wie der Donaukurier nun berichtet, hat der Fall offenbar einen politischen Hintergrund. Demnach sei der Tote Angehöriger "der kurdischen Jugendbewegung aus Ingolstadt" gewesen. Es könnte sich somit um einen Protest gegen den Staatsbesuch des türkischen Präsident Erdogan in Deutschland handeln.

Ein auf Facebook veröffentlichtes Statement scheint diese Annahme zu bestätigen. "Die Aktion, die ich heute durchführen werde, widme ich Abdullah Öcalan. Sie zielt darauf gegen die türkisch-deutschen Beziehungen zu protestieren. Erdogan kommt heute wieder nach Deutschland und deshalb führe ich diese Aktion heute aus. Alles für die Kurden und Kurdistan“, schrieb ein Freund des toten Ümit A. in dem Beitrag.

Ein mögliches politisches Motiv wurde seitens der Polizei allerdings bislang nicht bestätigt. Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord erklärte lediglich, dass sich der Mann "mit einer Flüssigkeit übergossen und dann angezündet" habe und der Tote "türkischer Abstammung" sei. Insgesamt vier Streifen seien im Einsatz gewesen.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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