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Stichwahlen im Kreis Mühldorf: Zollner abgewählt - Alle Ergebnisse da

Kommunalwahl 2020 Bayern Landkreis Mühldorf am Inn
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Traten in den Stichwahlen gegen einander an (von oben links, im Uhrzeigersinn): Michael Hetzl (UM) vs. Marianne Zollner (SPD) in Mühldorf am Inn; Erwin Baumgartner (UWG) vs. Michael Kulhanek (CSU) in Neumarkt-Sankt Veit; Josef Eisner (CSU) vs. Michael Mooshuber (UWG) in Mettenheim; Petra Jackl (CSU) vs. Anette Lehmann (UWG) in Kraiburg am Inn; Lorenz Kronberger (UWG) vs. Stefan Mooshuber (CSU) in Polling; Bernd Schneider (CSU) vs. Sissi Schätz (SPD) in Haag; Robert Otter (parteifrei) vs. Anton Lentner (FWG Lengmoos) in Gars und Thomas Duxner (Bündnis Aschau) vs. Christian Weyrich in Aschau am Inn.

Landkreis Mühldorf am Inn - Am Sonntag fanden in insgesamt acht Gemeinden Stichwahlen statt. Teilweise gab es dabei überaus überraschende Ergebnisse. 

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Ergebnisse aus den Kommunen:

Mühldorf++Aschau am Inn++Gars am Inn++Haag++Kraiburg++Mettenheim++Neumarkt-Sankt Veit++Polling++

Update, 21.15 Uhr: Freud und Leid bei den Stichwahlen

Bei den Stichwahlen im Landkreis Mühldorf war quasi alles geboten: Bestätigung im Amt, Abwahl und Neulinge im Rathaus. In der Kreisstadt gab es dabei die größte Überraschung. Auch für Politneuling Michael Hetzl selbst, wie dieser gestand. Denn er setzte sich mit 50,75 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaberin Marianne Zollner durch. Sie habe alles getan, was in ihrer Macht gestanden habe, erklärte die Unterlegene. "Ich habe das Gefühl, dass es ganz gut gelaufen ist. Aber der Wähler hat entschieden." 

In Neumarkt-Sankt Veit, Haag und Polling dagegen wurden die Amtsinhaber Erwin Baumgartner (UWG), Sissi Schätz (SPD) und Lorenz Kronberger (UWG) im Amt bestätigt. In Kraiburg hielt Petra Jackl das Amt für die CSU. In Aschau wiederum zog mit Christian Weyrich nun wieder ein CSUler ins Rathaus ein, ebenso in Mettenheim Josef Eisner. Zuletzt in Gars am Inn konnte sich mit Robert Otter ein parteiloser Kandidat durchsetzen.

Ausführliche Interviews zum Wahlergebnis findet ihr hier am morgigen Montag

Update, 20.50 Uhr: Wahlsiegerin Petra Jackl - "Wir stehen vor einer schwierigen Zeit"

Petra Jackl (CSU) setzte sich gegen Anette Lehmann (UWG) durch.

Frau Jackl, was sagen Sie zu diesem Ergebnis? 

Ich bin so froh. Und danke allen Wählern für diesen Vertrauensbeweis, und natürlich meiner Familie. 

Wie feiern Sie diesen Wahlsieg? 

Wir sind schon mittendrin. Es gibt eine italienische Brotzeit und Wein daheim. Wir freuen uns alle. Wir haben hart gearbeitet. Die Bürger haben mein langjähriges Engagement in den Vereinen honoriert. 

Was machen Sie morgen Früh als Erstes? 

Ich werde in der Gemeinde anrufen und fragen, ob ich was unterschreiben muss, damit es ganz sicher ist. 

Wie bereiten Sie sich auf den Amtsantritt im Mai vor? 

Auf jeden Fall werden wir neuen CSU-Bürgermeister im Landkreis uns in Verbindung setzen. Schulungen sind ja momentan leider nicht möglich. Sicher setze ich mich auch mit Herbert Heiml zusammen, um die Übergabe vorzubereiten. Wir stehen wegen Corona vor einer schwierigen Zeit. Da kommt es im Gemeinderat darauf an, dass wir an einem Strang ziehen. Ich hoffe, dass wir gut zusammenarbeiten. Und eigentlich haben ich keinen Zweifel daran.

Johann Grundner

Update, 20.40 Uhr: Bürgermeisterin Zollner zu ihrer Wahlniederlage

Marianne Zollner (SPD) unterlag in der Stichwahl ihrem Herausforderer Michael Hetzl.

Für Mühldorfs Bürgermeisterin Zollner beginnt nach der Niederlage eine Phase der Neuorientierung. "Ich bin sehr enttäuscht", sagte die 63-Jährige am Abend ihrer Wahlniederlage. "Das hätte ich mir so nicht vorgestellt." Sie habe alles getan, was in ihrer Macht gestanden habe. "Ich habe das Gefühl, dass es ganz gut gelaufen ist. Aber der Wähler hat entschieden."

Update, 20.30 Uhr: Stimmen zum Wahlergebnis aus Haag

Bernd Schneider (CSU) musste sich in Haag Amtsinhaberin Sissi Schätz (SPD) geschlagen geben.

"Ich bin sehr, sehr erleichtert", sagte die wiedergewählte Haager Bürgermeisterin Sissi Schätz, der am Wahlabend anzumerken war, dass ihr ein Stein vom Herzen gefallen ist. Sie war den Sonntag über durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen – voller Zuversicht angesichts des Stimmenvorsprungs im ersten Wahlgang am 15. März, dann wieder voller Zweifel, denn bei einer Stichwahl werden bekanntlich die Karten neu gemischt. Daheim hat sie gemeinsam mit Ehemann und Sohn die Entwicklung auf der Internetseite der Marktgemeinde und am Telefon verfolgt – und dann erst einmal "tief durchgeatmet", als feststand, dass sie es erneut geschafft hat – mit 54,4 Prozent der Stimmen (vorläufiges Ergebnis). 

"Anscheinend hat es sich ausgezählt, dass ich mich stets um eine grundsolide, gute und ehrliche Arbeit zum Wohle Haags bemüht habe", sagt sie. Sie sei ohne große Versprechungen in die Wahl gegangen, das sei auch angesichts der großen Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie und ihrer Langfolgen der richtige Weg gewesen. Schätz ist sich bewusst, dass ihr eine besonders schwierige zweite Amtszeit ins Haus steht. "Gemeindefinanzen, Steuereinnahmen, Entwicklung der Geschäftswelt: Was geschieht? Derzeit wissen wir es noch nicht. Wir werden helfend und korrigierend eingreifen müssen." Die Zeiten der ständig steigenden Einnahmen seien vorbei, "wir werden uns auf das besinnen müssen, was das Notwendigste in diesen schwierigen Zeiten ist und auf das, was die Leute brauchen."

Schätz zollt ihrem Mitbewerber Respekt für sein "Respektables Ergebnis". Bernd Schneider (CSU) wiederum gratuliert der neuen Bürgermeisterin und verspricht: "Ich bin ein guter Verlierer." Nur 290 Stimmen weniger als die Amtsinhaberin: Mit diesem Ergebnis könne er erhobenen Hauptes durch die Haager Hauptstraße gehen, findet Schneider. Er sei nicht abgeneigt, sich für den Posten des Zweiten Bürgermeisters ins Spiel zu bringen. Was ihn ärgert, ist die in seinen Augen doch relativ geringe Wahlbeteiligung von 64 Prozent. Für eine reine Briefwahl – "einfacher geht es nicht" – sei dies eine enttäuschende Resonanz, denn fast ein Drittel aller Haager hätten schließlich nicht gewählt. "Dabei geht es um ihr Haag", ärgert sich Schneider, der von einer Politikverdrossenheit spricht, die nicht in die Zeit schwieriger Aufgabenstellungen passe.

Update, 20.11 Uhr: Alle vorläufigen Ergebnisse liegen vor

Damit liegen nun die vorläufigen Ergebnisse aller Gemeinden, in denen Stichwahlen im Landkreis Mühldorf am Inn stattfanden vor. Diese müssen nun noch am Montag von den Wahlausschüssen der Gemeinden bestätigt werden.

Update, 20.10 Uhr: Auch Kraiburg ausgezählt

Und nun ist auch Kraiburg am Inn ausgezählt. Hier setzt sich, nach dem vorläufigen Ergebnis, Petra Jackl (CSU) mit 56,06 Prozent der Stimmen gegen Anette Lehmann (UWG) die auf 43,94 Prozent kommt durch. Die Wahlbeteiligung beträgt 64,24 Prozent.

Update, 20.05 Uhr: Mettenheim ausgezählt

Auch in Mettenheim ist nun ausgezählt. Hier setzt sich Josef Eisner (CSU) knapp mit 50,4 Prozent der Stimmen gegen Michael Mooshuber (UWG) der auf 49,6 Prozent kommt, durch. 

Update, 20 Uhr: Erwin Baumgartner zum Ergebnis in Neumarkt-Sankt Veit

Erwin Baumgartner (UWG, Bild) nimmt unmittelbar nach Bekanntwerden des Ergebnisses sein Telefon in die Hand und bednakt sich bei Michael Kulhanek (CSU) für den fairen Wahlkampf.

"Ich bin natürlich sehr erleichtert und freue mich auch, dass das Ergebnis so eindeutig ist", erklärt der in Neumarkt-Sankt Veit im Amt bestätigte Erwin Baumgartner (UWG). "Die größte Herausforderung wird nun die Corona-Krise sein", stellt er fest. Er danke CSU-Herausforderer Michael Kulhanek für den fairen Wahlkampf. "Ich hoffe er wird dann auch bald wieder gesund sein!"

Ein ausführliches Interview folgt

Update, 19.50 Uhr: Unterlegener Lentner zum Ergebnis in Gars

Robert Otter (parteilos) setzte sich in Gars am Inn gegen Anton Lentner (FWG Lengmoos) durch.

Der dem neuen Garser Bürgermeister Robert Otter (unabhängig) unterlegene Anton Lentner (FWG Lengmoss) hätte sich ein besseres Ergebnis erwartet. Der 57-jährige Landwirt ist als Gemeinderatsmitglied aktiv und "Ich bin einer, der die Finger in die Wunde legt", beschreibt er seine bisherige Mitarbeit in dem Gremium. Er werde dort auch weiter aktiv sein, sich einsetzen für die Vereine und die Mitbürger. "Das wird allerdings künftig nicht mehr so einfach sein", glaubt er. Die Corona-Krise mache auch vor Gars nicht Halt. "Unser Markt stand bisher finanziell recht gut da, das wird sich wahrscheinlich in der nächsten Zeit ändern", befürchtet er. Dem neuen Bürgermeister wünscht er eine erfolgreiche Amtszeit. "Erfahrung hat er ja keine", gibt Lentner zu Bedenken, "aber in der jetzigen Situation müsse man sowieso völlig umdenken."

Update, 19.45 Uhr: Hetzl zum Ergebnis

Michael Hetzl (Freie Wähler/UM) setzte sich in der Stichwahl in der Kreisstadt gegen Amtsinhaberin Marianne Zollner (SPD) durch.

"Ich bin sprachlos! Ich bin überwältigt von diesem Vertrauen der Mühldorfer in mich", erklärt ein sichtlich begeisterter Michael Hetzl in einer ersten Reaktion. Gerade komme er aus dem Rathaus, wo er die Wahl zum Bürgermeister angenommen habe. 

Ein ausführliches Interview folgt

Update, 19.30 Uhr: Duxner zum Ergebnis der Stichwahl

Thomas Duxner (Bündnis Aschau) unterlag in Aschau am Inn in der Stichwahl Christian Weyrich von der CSU.

Mit 48,1 Prozent hat Thomas Duxner (Bündnis Aschau) in der Stichwahl den Kürzeren gezogen. Er sei dennoch "zufrieden", sagt Duxner. "Es war knapp, ich schaue nach vorne. Ich danke meinem Team und allen Bürgern, die uns motiviert und so viel Input gegeben haben. Insgesamt hat das Bündnis Aschau als neue Gruppe einen erfolgreichen Start hingelegt. Wir werden ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass alle Ortsteile in der Gemeindepolitik mitgenommen werden." Die hohe Wahlbeteiligung aufgrund der Briefwahl in Corona-Zeiten sieht er als Anstoß darüber nachzudenken, ob man bei Wahlen nicht grundsätzlich auf diesen Weg setzen sollte.

Johann Grundner

Update, 19.26 Uhr: Wo wird noch ausgezählt?

Stand 19.26 Uhr müssen noch in Kraiburg am Inn und Mettenheim die Ergebnisse fertig ausgezählt werden. Aus Aschau am Inn, Gars am Inn, Haag, Mühldorf, Neumarkt und Polling liegen dagegen schon Ergebnisse vor.

Update, 19.25 Uhr: Aschau am Inn - Wahlsieger Christian Weyrich feiert mit Sekt und Schokofondue

Herr Weyrich, was sagen Sie zu diesem Ergebnis? 

Unglaublich. Auf dem letzten Meter. Das war sehr knapp. Ich freue mich jetzt erst mal. 

Wie wird heute noch gefeiert? 

Ich werde mich erst mal bei meiner Frau bedanken, ohne die das nicht möglich geworden wäre. Und dann feiere ich im kleinen Kreis mit einer Flasche Sekt und mit Schoko-Fondue. Das haben sich meine zwei Mädels gewünscht. 

Was sagen Sie zur Wahlbeteiligung? 

Überragend. 70,5 Prozent – das ist ein toller Wert, eine sehr starke Aussage. Da drauf kann man aufbauen. 

Was machen Sie morgen Früh als Erstes? 

Morgen fahre ich gleich in der Früh nach Rosenheim und mache einen Corona-Test. Ich bin noch mitten drin in der Arbeit. (Der neue Bürgermeister arbeitet bei der Bundespolizei; Anm. d. Red.) Und ich werde mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben. 

Wie bereiten Sie sich auf den Amtsantritt im Mai vor? 

Ich werde sicher bald das Gespräch mit dem amtierenden Bürgermeister suchen und mit der Gemeindeverwaltung. Man wird sehen, wie die Vorbereitung in dieser Krisenzeit läuft.

Johann Grundner

Update, 19.16 Uhr: Kronberger bleibt im Amt

Amtsinhaber Lorenz Kronberger (UWG) hat in Polling den Bürgermeisterstuhl verteidigt. Er setzte sich mit 51,3 Prozent gegen Herausforderer Stefan Mooshuber (CSU) durch, der 48,7 Prozent erreichte. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,6 Prozent und damit noch einmal höher als bei der Kommunalwahl vor zwei Wochen (71,9 Prozent).

Bürgermeister Lorenz Kronberger konnte sein Amt als Pollinger Bürgermeister verteidigen. Er war mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn es „eine knappe Sache war“. Er freut sich jetzt, dass er seine Arbeit weiterführen kann, und lobte sein kleines aber schlagkräftiges Team.

Für den Herausforderer Stefan Mooshuber ist die Niederlage bei der Stichwahl in Polling zwar schmerzlich, doch er hat sie sportlich genommen: „Wer kämpft, der kann auch verlieren“. Ihm tut es in erster Linie um das Team leid, das sich „ziemlich stark eingebracht hat“ und bei dem jetzt eine gewisse Enttäuschung zu spüren ist.

Harald Schwarz

Update, 19.10 Uhr: Mühldorf: Zollner abgewählt!

Marianne Zollner ist in Mühldorf am Inn abgewählt! Ihr fehlten letztlich 150 Stimmen. Damit kommt Sieger Michael Hetzl (Freie Wähler/UM) auf 50,75 Prozent; Marianne Zollner (SPD) auf 49,25 Prozent, bei einer Wahlbeteiligung von 61,16 Prozent.

Update, 19.10 Uhr: Schätz siegt in Haag

Mit 54,4 Prozent der Stimmen setzt sich in Haag Amtsinhaberin Sissi Schätz durch. Bernd Schneider kommt nur auf 45,6 Prozent der Stimmen. 

Update, 19.02 Uhr, hier wird noch ausgezählt

  • Stand 19.02 Uhr müssen noch Mühldorf am Inn, Haag, Kraiburg, Mettenheim und Polling ausgezählt werden.
  • Für Neumarkt, Aschau und Gars liegen bereits die vorläufigen Ergebnisse vor.

Update, 18.58 Uhr: Gars ausgezählt

Auch in Gars am Inn ist die Auszählung nun beendet. Robert Otter (BRO) setzt sich mit 56,5 Prozent der Stimmen gegen Anton Lentner (FWG) durch. Dieser kommt nur auf 43,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 72,6 Prozent.

Update, 18.52 Uhr: Zwischenstand aus Haag

Zwischenstand aus Haag, nach 3 von 5 Gebieten: Schätz bei 55 und Schneider bei 45 Prozent der Stimmen.

Update, 18.51 Uhr: Zwischenstand aus Mühldorf am Inn

Zwischenstand aus Mühldorf nach 14 von 21 Schnellmeldungen: Hetzl bei 52, Zollner bei 48 Prozent der Stimmen

Update, 18.50 Uhr: Auch Aschau fertig ausgezählt

Auch in Aschau steht nun schon das vorläufige Ergebnis fest! Hier setzt sich mit 51,9 Prozent der Stimmen CSU-Kandidat Christian Weyrich gegen Bündnis Aschau-Kandidat Thomas Duxner durch. Letzterer kam nur auf 48,1 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,5 Prozent.

Update, 18.45 Uhr: Baumgartner siegt in Neumarkt!

In Neumarkt setzt sich in der Stichwahl Amtsinhaber Erwin Baumgartner (UWG) durch. Sein Mitbewerber Michael Kulhanek hatte sich aus der Wahl zurückgezogen.

Neumarkt-St. Veit steht fest: Erwin Baumgartner (UWG) siegt mit 72,5 Prozent der Stimmen, Michael Kulhanek kommt nur auf 27,5 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug 51,5 Prozent.

Update, 18.42 Uhr: Erste Ergebnise aus Mühldorf am Inn

In Mühldorf liegen nach 8 von 21 ausgezählten Gebieten Hetzl bei 51,25 und Zollner bei 48,75 Prozent der Stimmen.

Update, 18.40 Uhr: Erste Ergebnisse aus Haag

Nun wurde auch in Haag ein erstes Gebiet ausgezählt. Dabei kommt Sissi Schätz auf 54,6 und Bernd Schneider auf 45,4 Prozent. 

Update, 18.37 Uhr: Erste Ergebnisse aus Aschau

Auch in Aschau am Inn wurde ein erstes Gebiet ausgezählt. Nach aktuellem Stand liegt nun CSU-Kandidat Christian Weyrich bei 49,3 und Bündnis Aschau-Kandidat Thomas Duxner bei 50,7 Prozent.

Update, 18.35 Uhr: Klarer Sieg für Baumgartner?

In Neumarkt-St. Veit deutet nach dem erklärten Rückzug Kulhaneks alles auf einen klaren Sieg des amtierenden Bürgermeisters Erwin Baumgartner hin. Nach drei ausgezählten Stimmbezirken von sieben hat Baumgartner eine Dreiviertel-Mehrheit. Baumgartner Erwin (UWG) 75,3 Prozent, Kulhanek Michael (CSU) 24,7 Prozent.

Moritz Kircher

Update, 18.25 Uhr: Stichwahlsieg für Baumgartner in Neumarkt-Sankt Veit eine sichere Sache?

In Neumarkt-Sankt Veit erscheint das Ergebnis jetzt schon klar. CSU-Kandidat Michael Kulhanek teilte in der vergangenen Woche überraschend mit, dass er sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Stichwahl zurückzieht. Da ein Rücktritt von der Wahl aber nicht möglich ist, rief er dazu auf, nicht für ihn zu stimmen. An und für sich wäre damit ein Wahlsieg von Amtsinhaber Erwin Baumgartner (UWG) wahrscheinlich. Allerdings gäbe es noch eine Reihe weiterer möglicher Ausgänge der Stichwahl, wenn etwa Kulhanek doch die Mehrheit der gültigen Stimmen erhält oder zu viele ungültige Stimmen abgegeben werden sollten.

Update, 18.15 Uhr: SPD-Bürgermeisterinnen müssen zum zweiten Mal in die Stichwahl

Marianne Zollner und Sissi Schätz (Beide SPD) müssen sich beide schon das zweite Mal in Folge in Stichwahlen beweisen.

In Mühldorf am Inn und Haag müssen die Amtsinhaberinnen Marianne Zollner und Sissi Schätz (beide SPD) jeweils schon das zweite mal nach 2014 in eine Stichwahl. Zollner kann dabei immerhin auf 48,5 Prozent der Stimmen im ersten Durchgang stützen, während ihr Kontrahent, der UM-Politneuling Michael Hetzl nur auf 34,6 Prozent kam. Schätz ist von der Hälfte der Stimmen dagegen mit 41,9 Prozent im ersten Wahlgang deutlich weiter entfernt gewesen. Ihr Kontrahent, Bernd Schneider von der CSU erlangte im ersten Durchgang 25,1 Prozent der Stimmen.

Update, 18 Uhr: Auszählung beginnt

Noch bis 18 Uhr konnten Briefwahlunterlagen direkt bei den Rathäusern abgegeben werden. Nun geht es an das Auszählen. Ergebnisse werden allerdings teilweise erst ab 19 Uhr vorliegen. 

Update, 17.50 Uhr: Auch in anderen Landkreisen Stichwahlen

Auch in diversen anderen Landkreisen der Region finden am Sonntag Stichwahlen statt. So beispielsweise in den Kreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land. Im Nachbarlandkreis Altötting dagegen wurde überall schon im ersten Wahlgang ein Sieger ermittelt. 

Update, 17.45 Uhr: Abgabe der Stimmzettel noch bis 18 Uhr möglich

Noch bis 18 Uhr können bei den Rathäusern Briefwahl-Stimmzettel abgegeben werden. Für alle, die das also noch nicht getan haben, bleibt nicht mehr viel Zeit.

Stichwahlen finden statt in: 

Stichwahlen in anderen Landkreisen:

  • Im Landkreis Altötting gibt es heuer keine Stichwahlen
  • Im Landkreis Rosenheim gibt es in acht der 46 Kommunen dort Stichwahlen, unter anderem um das Amt des Landrats
  • Im Landkreis Traunstein geht es in sieben Gemeinden ein zweites Mal zur Urne. Unter anderem auch in der Kreisstadt Traunstein.
  • Im Berchtesgadener Land geht es am Stichwahl-Sonntag um die Ämter des Oberbürgermeisters von Bad Reichenhall und des Landrats.

Kulhanek zieht Kandidatur zurück

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"Wir haben erreicht, dass der Amtsinhaber unter 50 Prozent gekommen ist und das ist für uns ein großer Vertrauensbeweis der Wähler", gab sich in Neumarkt-Sankt Veit Michael Kulhanek (CSU) zunächst kämpferisch. Er zwang mit 46,9 Prozent der Stimmen Amtsinhaber Erwin Baumgartner (UWG), der nur 47,1 Prozent erhielt, in die Stichwahl. Es sei für ihn "bisserl überraschend" gekommen, berichtet der langjährige Neumarkter Bürgermeister. "Ich hoffe, ich kann das Ruder noch herumreißen und werde mein Bestes geben."

Doch am Mittwoch wendete sich Kulhanek mit einem Brief an die Öffentlichkeit, mit der Bitte, ihn nicht zu wählen. Er müsse sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Wahl zurückziehen."Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht, sehe mich derzeit aber nicht in der Lage, dem wichtigen und herausfordernden Amt gerecht zu werden", berichtete er. Auf diese Weise gibt es nun eine Reihe von möglichen Ausgängen für die Wahl. Beispielsweise für den Fall, dass Kulhanek trotzdem gewählt wird und dann die Wahl nicht annimmt.

Amtsinhaberinnen in Mühldorf und Haag müssen erneut in die Stichwahl

Amtsinhaberin Marianne Zollner (SPD) konnte sich bei der Bürgermeisterwahl in der Kreisstadt im ersten Wahlgang mit 48,5 Prozent der Stimmen nicht durchsetzen. Sie muss gegen Politneuling Michael Hetzl (Freie Wähler/Unabhängige Mühldorfer) in die Stichwahl, Hetzl bekam 34,6 Prozent der Stimmen. Bereits bei der Kommunalwahl 2014 musste sich Zollner mit  Karin Zieglgänsberger (FM) in einem zweiten Wahlgang messen. 

 "Ich habe mein Etappenziel erreicht und gehe als Favoritin in die Stichwahl. Mit Abstand habe ich die größere Stimmenanzahl bekommen, was ich als sehr großen Vertrauensbeweis der Mühldorfer Bürger ansehe", berichtete Zollner im Nachgang gegenüber innsalzach24.de.  "Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn die Wahl auf Anhieb eindeutig ausgegangen wäre, denn wir haben aktuell mit dem Corona-Virus größere Probleme als eine Stichwahl." Hetzl wiederum sieht für sich ein "historisch sensationelles Ergebnis". Er rüste sich nun für die Stichwahl.

Auch in Haag muss mit Sissi Schätz (SPD) eine Amtsinhaberin erneut nach der Wahl 2014 in eine Stichwahl. Damals trat Schätz gegen Dr. Winfried Weiß (CSU) an. Sechs Jahre später ist es mit Bernd Schneider erneut ein CSU-Kandidat. Dieser war auf 25,1 Prozent der Stimmen gekommen, Schätz nur auf 41,9. 

AWG-Kandidat in Aschau abgeschlagen

In Aschau am Inn kamen CSU-Kandidat Christian Weyrich auf 40,7 Prozent und Bündnis Aschau-Kandidat Thomas Duxner auf 38 Prozent. Damit werden sie sich nun in der Stichwahl messen. Andreas Kölbl von der AWG, die bisher mit Alois Salzeder den Bürgermeister stellte, dagegen erreichte nur auf 21,4 Prozent.

In Gars am Inn sind es Robert Ottner (parteifrei) und Anton Lentner (FWG Lengmoos) die sich in der Stichwahl messen. Sie waren auf 48,9 beziehungsweise 42,2 Prozent der Stimmen gekommen. 

Ende der CSU-Zeit in Kraiburg, Mettenheim und Polling?

In Kraiburg war das Bürgermeisteramt zuletzt unter Herbert Heiml fest in CSU-Hand. Das könnte sich nun ändern. Vor allem aber steht fest, egal ob Petra Jackl (CSU) oder Anette Lehmann (FWG) sich durchsetzt, in jedem Fall wird künftig eine Frau die Gemeinde führen. Jackl war im ersten Wahlgang auf 43 und Lehmann auf 34,5 Prozent der Stimmen gekommen.

Auch in Mettenheim könnte die bisherige CSU-Ära beim Bürgermeisteramt enden. Amtsinhaber Stefan Schalk war noch mit deutlichen Mehrheiten 2008 und 2014 gewählt worden. Josef Eisner allerdings kam nur auf 43,4 Prozent der Stimmen. Somit geht es für ihn nun in die Stichwahl mit Michael Mooshuber von der UWG; der auf 42,3 Prozent kam. Das gleiche Bild bietet sich auch in Polling

Hans Schmidbauer und Lorenz Kronberger konnten hier jeweils in der Vergangenheit souveräne Mehrheitsergebnisse als CSU-Kandidaten holen. Diesmal trat nun allerdings Kronberger als Kandidat der UWG an und holte 38,9 Prozent der Stimmen. Der neue CSU-Kandidat Stefan Mooshuber wiederum kam auch nur auf 33,7 Prozent. 

hs

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