Fazit und Ausblick nach Stichwahl in Neumarkt-Sankt Veit

Baumgartner: "Wäre bei Neuwahl nicht noch einmal angetreten"

Bürgermeister von Neumarkt-Sankt Veit, Erwin Baumgartner (UWG)
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Nach seiner Bestätigung im Amt bei der Stichwahl am Sonntag zieht Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) ein Fazit der Wahl und berichtet, wie es nun weitergeht.

Neumarkt-Sankt Veit - Mit 72,5 Prozent der Stimmen wurde am Sonntag Erwin Baumgartner im Amt als Bürgermeister bestätigt. Im Interview mit innsalzach24.de berichtet er, wie er das Ergebnis bewertet und was nun zu tun ansteht.

Was sagen Sie zum Wahlergebnis?

Ich bin froh und dankbar für das Vertrauen, dass mir die Wähler noch einmal ausgesprochen haben. Es wäre ja durchaus möglich gewesen, dass trotz des Aufrufs von Herrn Kulhanek, ihn nicht zu wählen, es zu einer Neuwahl gekommen wäre. Dann wäre ich nicht noch einmal angetreten. Noch einmal die Belastung eines Wahlkampfs hätte ich meiner Familie nicht antun wollen.

Haben Sie am Wahlabend noch ein wenig feiern können?

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Ergebnisses habe ich das Telefon in die Hand genommen und mich bei Michael Kulhanek (CSU) für den fairen Wahlkampf bedankt. Ich hoffe sehr, dass er nun bald wieder gesund sein wird! Meine Frau und ich haben dann natürlich noch auf das gute Ergebnis angestoßen. Außerdem habe ich mich bei meiner gesamten Familie für ihre Unterstützung im Wahlkampf bedankt. Ohne sie hätte ich das nie geschafft. Meine Söhne konnten, auf Grund des Corona-Infektionsschutzes, leider nicht persönlich anwesend sein. Sie waren dann per Telefon zugeschaltet. 

Welche Aufgaben stehen nun in der nächsten Zeit an?

Da wäre natürlich erst einmal das Stadtplatz-Bürgerbegehren, welches nun natürlich in den nächsten drei Monaten durchgeführt werden muss. Daneben stehen allerhand Bauprojekte, vor allem im Straßenbereich an. Und natürlich die Vorbereitungen für meine nun vierte Amtsperiode. Es gilt allerdings abzuwarten, wie sich die Lage in der Corona-Krise entwickelt

In unserem Interview Ende Dezember 2019 hatten Sie ja recht umfangreiche Zukunftspläne aufgezeigt...

Für die gilt natürlich das Gleiche. Gerade, was etwa den Wohnungsbau und eine weitere Ausweisung von erschwinglichen Bauflächen für Wohnhausbau und Bau von Miet- und Eigentumswohnungen betrifft. Denn die finanzielle Realität vieler Familien hat sich nun teils schlagartig geändert beziehungsweise kann sich noch drastisch ändern. Ein eigenes Haus zu bauen ist auf einmal nicht mehr vorstellbar, wenn einer oder beide Elternteile plötzlich in Kurzarbeit sind oder gar ihre Arbeit verlieren! 

Stichwort finanzielle Situation: Viele Gemeinden sehen sich nun mit der Aussicht auf enorme Einbrüche bei der Gewerbesteuer konfrontiert. 

Das wird auch bei uns Thema sein. Allerdings war die Gewerbesteuer nie ein so fundamentaler Bestandteil unserer Finanzen, dass ein Einbruch uns vor massive Probleme stellen würde.

hs

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