Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat von Altenmarkt

18 Fragen an Michael Pöpperl (Freie Wähler)

Bürgermeisterkandidat in Altenmarkt: Michael Pöpperl (Freie Wähler).
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Bürgermeisterkandidat in Altenmarkt: Michael Pöpperl (Freie Wähler).

Altenmarkt - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Altenmarkt wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Michael Pöpperl (Freie Wähler).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Michael Pöpperl

2. Partei

Freie Wähler, Ortsverband Altenmarkt/Rabenden

3. Alter

50 Jahre

4. Wohnort

Altenmarkt/Alz sei 27.04.1998, also 22 Jahre

5. Geburtsort

Trostberg

6. Familienstand

verheiratet mit meiner Ehefrau Brigitte

7. Kinder

Leonie 14 Jahre und Christina 17 Jahre

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Seit 2013 bin ich Mitglied beim Ortsverband der Freie Wähler Altenmarkt/Rabenden. Dort war ich Schriftführer von 2015 – 2018 und seit 2018 stellvertretender Ortsvorsitzender. Das Ergebnis der letzten Kommunalwahl 2014, bei der ich knapp nicht in den Gemeinderat reinkam, bestärkte mein Engagement im Ortsverband. Was ich nicht unerwähnt lassen möchte. Ich bin seit 1984 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Trostberg und seit 2004 dort Vorsitzender der Wehr. Ebenso bin ich seit ca. 10 Jahren aktives Mitglied des Helferinterventionsteam HIT im Landkreis Traunstein.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Ich beschränke mich hier bei meiner Antwort auf kommunalpolitischer Ebene, max. auf Landesebene. Und da fällt mir eigentlich nur unser Hubert Aiwanger ein. Seine Shympatische Art ist für mich die ausschlaggebende Antwort.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Hier gibt es nur Besonderes. Hier fühle ich mich überall wohl, denn Do bin i dahoam. Wer meinen Heimatort kennt, der weiß, von was ich rede.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich möchte nicht nur die Kernaufgaben im Gemeindegebiet von Altenmarkt erfüllen, sondern auch mal mit Weitblick Dinge angehen. Sich auch mal was zutrauen, wenn es um das Wohl der Altenmarkter Gemeindebürgerinnen und -bürger geht. Für die Bürgerinnen und Bürger in Altenmarkt, Rabenden und den Ortsteilen möchte ich erreichbar und vor Ort sein. Eine offene Kommunikation ist mir dabei sehr wichtig. Die Bürgerinnen und Bürger bitte sollen, und können zu mir kommen und mir sagen, wo der Schuh drückt. Ich möchte gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger Themen erarbeiten und nach Lösungen Ausschau halten. Und was mir besonders am Herzen liegt, das Ehrenamt. Das will ich fördern, wo es gerade geht.

12.  Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Natürlich ist es ein angenehmes Gefühl zu wissen, keine Schulden zu haben. Das schreibt sich zumindest unser amtierender Bürgermeister auf die Fahne. Aus meiner Sicht reicht aber nicht die Erfüllung der Kernaufgaben. Ein möglicher Investitionstau sollte tunlichst vermieden werden. Andere Kommunen in der Nachbarschaft zum Beispiel können im Eigentum befindliche geeignete Grundstücke vorweisen, dass für altersgerechtes Wohnen oder auch die Schaffung von weiteren Bauplätzen verwendet werden kann. Wurde hier in der Vergangenheit vielleicht etwas übersehen? Es gäbe für mich nichts schlimmeres, wenn mögliche Investoren, auch gegen den Willen der Gemeindebürgerinnen und -bürgern, aus Profitgier sich angebotene Grundstücke/Gebäude unter den Nagel reißen. Was ich damit sagen will, ich bin der Meinung, einmal auch Geld für den Ort zu investieren, dass es Wert ist.

13.  Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Ich habe es schon in diversen Veranstaltungen erwähnt. Hätte ich einen Wunsch frei, der dann gleich umgesetzt wird, dann wäre es nach meinen Plänen die Realisierung eines Seniorenwohnheims, die Schaffung von altersgerechten oder auch generationsübergreifenden Wohnplätzen. Eine weitere, große Herausforderung ist das Thema Dorfentwicklung und -erneuerung. Hier werde ich nachfolgend dazu noch Stellung nehmen.

14.  Was sind - neben der größten Herausforderung (Punkt 11) - Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahren? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  1. Dorfentwicklung und -erneuerung: Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass bereits jetzt erste Maßnahmen zur Dorfentwicklung und -erneuerung vorangetrieben werden müssen, denn der Straßenverlauf durch Altenmarkt wird sich auch nach Realisierung der kompletten Ortsumfahrung nicht ändern. Bei Inbetriebnahme des Aubergtunnels nach Fertigstellung des BA I wird die Wasserburger Str. ab Eingang Tunnelportal WEST erheblich vom Durchgangsverkehr entlastet. Hier kann man aus meiner Sicht anfangen. Anfangen mit z. B. der Bepflasterung der Gehsteige, Anbringung von Blumenkästen am dort befindlichen Brückengeländer. Die Aufwertung sollte sich aber dann durch den ganzen Ort ziehen. Man muss sich auch Gedanken machen, wie der Kreisverkehr am Ortseingang aus Richtung Trostberg ausschauen soll und generell der erste Gesamteindruck, wenn man auf Altenmarkt/Alz reinfährt. Die Rad- und Fußwegverbindung zwischen Altenmarkt und Trostberg sollte neu überdacht werden. Ein beleuchteter Weg ist aus meiner Sicht schon lange fällig.
  2.  Für die Jugendlichen unserer Gemeinde möchte ich nach einem möglichen Treffpunkt, z. B. Jugendtreff/Jugendzentrum, Ausschau halten und fördern. So nach dem Motto: Eine starke Kommune für unsere Jugend mit fairen Chancen für die Jugend. 
  3. Generelle Vision: Ein Dorfplatz mit der Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs mit Bänken, Tischen, einen Dorfbrunnen und so einigen mehr. Der Dorfplatz in Rabenden mit Maibaum ist aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Für eine Dorfbrunnen in Altenmarkt und Rabenden sollte sich ebenfalls ein Platz finden.

15.  Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Also generell werde ich mich dafür einsetzen, gemeinsam mit dem Landkreis Traunstein und der Gemeinde Altenmarkt bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Ich bin allerdings auch der Meinung, dass unsere Gemeinde nur „gesund“ wachsen darf. Bei zu schnellem Wachstum würde es nicht lange dauern und die vorhandene Infrastruktur bei den Kindergärten und Schulen, Kanal und Friedhof würde nicht mehr ausreichen. Bei Bedarf werde ich nach einem geeigneten Baugebiet, möglichst nach dem Einheimischen Modell Ausschau halten.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Also grundsätzlich wird von mir vernünftiger Klimaschutz absolut befürwortet. Ich selbst habe auf unserem Wohnhaus eine Photovoltaikanlage installiert. Altenmarkt selbst kann sich als Prestigeort von insgesamt 4 Wasserkraftwerken sehen lassen. Wichtig für mich ist die weitere tragfähige Nutzung von erneuerbaren Energien. Auf energiebewusste notwendige Neuinvestitionen im Gemeindegebiet lege ich besonders viel Wert.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung:  Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich habe hierzu eine ganz klare Meinung. Es kann nicht alleine die Aufgabe der Kommune und der Landwirte sein. Es sind alle, wirklich alle dazu aufgefordert, für die richtige und wichtige Lebensgrundlage und letztlich auch für den Artenschutz zu sorgen. Mir fällt da ein Plakat zur Aktion „Rettet die Bienen“ ein, dass durch die sozialen Medien veröffentlicht wurde. Das Plakat war vor einem Steingarten an einem privaten Anwesen aufgestellt, bestimmt nicht der richtige Platz, wie ich finde.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, für Sie will ich ein Bürgermeister zum Anfassen und ein Teil des Ganzen sein. Schenken Sie mir und den hervorragenden Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten der Freie Wähler des Ortsverbandes Altenmarkt/Rabenden Ihr Vertrauen und die dafür notwendige Stimme. Lassen Sie mich mit einem starken Gemeinderat, einer starken Fraktion unser Altenmarkter Gemeindegebiet für Sie erfolgreich in die Zukunft führen. Gehen Sie am 15. März 2020 zur Wahl oder nutzen Sie Ihr Recht der Briefwahl. Dafür herzlichen Dank!!!

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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