Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Altötting

18 Fragen an Marco Keßler (SPD)

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Will Bürgermeister in Altötting werden: Marco Keßler (SPD).

Altötting - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Altötting wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Marco Keßler (SPD).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Marco Keßler


2. Partei

SPD 05

3. Alter

45

4. Wohnort

Altötting seit 2011

5. Geburtsort

München

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

2 erwachsene Söhne

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

2002 bin ich in die SPD in Dachau eingetreten, wurde 2003 stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender. 

2014 wurde ich dann Ortsvereinsvorsitzender in der SPD Altötting und seit vier Jahren trage ich als Vorsitzender in der Doppelspitze mit Annette Heidrich die Verantwortung für die Landkreis SPD Altötting.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Am liebsten sind mir Politiker, die ansprechbar sind, die zuhören können und vor allem jene, die auch wirklich Entscheidungen treffen und etwas anpacken. Hier gibt es viele – auf kommunaler, auf Landes- und Bundesebene –, die sehr gute politische Arbeit geleistet haben. Ein ganz konkretes Vorbild, in dessen Fußstapfen ich treten möchte, habe ich jedoch nicht. Ich will viel lieber meine eigenen Fußstapfen hinterlassen! Auch wenn ich da vielleicht mal daneben trete. In diesem Fall ist es halt wichtig „Weg-Gefährten“ zu haben, die mich auf solche Fehltritte aufmerksam machen und mich vor Schlimmerem bewahren. Ehrliche Gefährten sind mir ganz klar wichtiger als Vorbilder.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich lebe seit 2011 in Altötting und habe mich in diese wunderbare Stadt verliebt. Die vielen traditionellen Veranstaltungen, die in der Stadt in vielen Jahren gewachsen sind, die Dult, die Kirta, das ganze lebendige Vereinsleben, etc. sind eine gute Basis, sich hier in dieser Stadt wohlzufühlen. All diese Traditionen gibt es in vielen anderen Orten nicht mehr, werden nicht mehr gelebt; das ist bei uns anders und das macht unsere Wallfahrtsstadt so besonders. Ja, auch die Wallfahrt selbst, die viele Tausend Menschen nach Altötting führt, ist etwas ganz Besonderes. Der Kapellplatz ist freilich ein beeindruckendes Stadtzentrum.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich denke, unsere Stadt braucht eine neue Führung, die menschlich und unvorbelastet durch die vergangene Tätigkeit im Stadtrat einen neuen Blick in das Rathaus und in die Stadt bringt. Ich möchte zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Stadträten und der Stadtverwaltung – gemeinsam – anders – gestalten.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Das Thema „Angebot von Wohnräumen, bezahlbare Wohnungen“ ist etwas auf der Strecke geblieben. Hier müssen wir unbedingt die richtigen Hebel ansetzen, um auch für Familien, junge Erwachsene und Senioren entsprechende Wohnungen anbieten zu können. Wichtige Stichwörter sind hier auch „Generationen übergreifendes“ und „umweltbewusstes Wohnen“. Um dies zu erreichen, sollte die Stadt auch konkrete Initiativen von Seiten der Bürger aktiver unterstützen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Größte Herausforderung ist sicher das Thema „Wohnen“. Nicht den Anschluss verpassen, jetzt wo die A94 nach München geht. Gewerbe und Wohnraum stehen nun im Fokus. (siehe oben). Ganz allgemein gilt es, die Stadt attraktiver zu machen für Menschen, die hier wirklich „leben“ wollen. Hier gibt es viele „Baustellen“: Ich kann mir etwa vorstellen, im gesamten Stadtgebiet kleine Treffpunkte und Grünflächen zur Entspannung einzurichten. Auch Straßenfeste – von der Stadt unterstützt – können den Zusammenhalt fördern. Konzerte und Theateraufführungen können an vielen Orten in der Stadt stattfinden und unser Miteinander beleben. Um unsere Familien zu stärken, benötigen wir dringend mehr bezahlbare Kindergartenplätze, mehr Spielplätze im Zentrum, mehr Treffpunkte für Jugendliche sowie Erholungsraum für Bürgerinnen und Bürger. Ältere Menschen brauchen vor allem eine gute Infrastruktur und manchmal auch ganz konkrete Unterstützung.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  1. Den Bürgern wieder das Gefühl geben, dass sie in der Stadt einen Ansprechpartner haben und wichtig sind. 
  2. Den Bürgern in die Geschehnisse der Stadtpolitik mehr Einblick geben und die Arbeit des Stadtrates und des Bürgermeisters so transparent wie möglich gestalten. 
  3. Mit den Bürgern gemeinsam – anders – unsere Stadt gestalten.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

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16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Der Klimaschutz ist ein ständig gegenwärtiges Thema auch in der Kommunalpolitik. Der Klimaschutz ist mir sehr wichtig, hier gibt es einige Themen, die wir angehen können, ob im Bauwesen oder im Energiebereich. Unser Anspruch sollte sein, die Fernwärme in die Häuser zu bringen, die noch nicht angeschlossen sind. Da müssen wir aber auch ehrlich sein: das Stadtgebiet komplett abzudecken, wird in den nächsten sechs Jahren nicht gelingen, aber ich denke, einen guten weiteren Schritt damit voranzukommen. Was mich besonders ärgert, ist die unnötige Werbeflut, die in den Briefkästen landet und dann auch noch in Folie eingeschweißt ist. Wenn ich das ändern kann, werde ich es sofort umsetzen. Der innerstädtischen Auto-Verkehr (der zum Großteil nicht notwendig ist), könnte durch Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger erheblich gesenkt werden.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich muss gestehen, dass ich da kein Fachmann bin. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ habe ich selbst mit meiner Unterschrift unterstützt. Ich bin Pate eines Bienenstocks, der durch die Weiß-Ferdl-Mittelschule betreut wird. Landwirtschaft gelingt nur im Miteinander. Das Maß aller Dinge darf aber nicht eine ständige Verordnungsorgie sein, sondern es muss die Fachleute, und das sind in erster Linie unsere Landwirte, mit einbeziehen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, ihr Wahlrecht zu nutzen und zur Wahl zu gehen. Jede abgegebene Stimme ist ein gutes Zeichen für unsere Demokratie. Allen Bürgern empfehle ich: Seien Sie sich auch ihrer Verantwortung bewusst, wen Sie in Ihr Vertretungsgremium senden. Nicht alle zur Wahl gestellten Parteien sind demokratisch orientiert. Fragen Sie sich: Wer soll mich sechs Jahre im Stadtrat vertreten?

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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