Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Emmerting

18 Fragen an Stefan Kammergruber (CSU)

Wird sein Amt bwohl behalten: Bürgermeister Stefan Kammergruber (CSU) hat in Emmerting keinen Gegenkandidaten.
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Wird sein Amt bwohl behalten: Bürgermeister Stefan Kammergruber (CSU) hat in Emmerting keinen Gegenkandidaten.

Emmerting - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Emmerting wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen den einzigen Kandidaten vor: Stefan Kammergruber (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Stefan Kammergruber

2. Partei

CSU

3. Alter

42

4. Wohnort

Emmerting, seit 1977

5. Geburtsort

Altötting

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

3 Söhne

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • Seit 1996 Gemeinderat 
  • Seit 2008 Kreisrat, 2. Bürgermeister 
  • Seit 2014 erster Bürgermeister

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Wenn es ein Vorbild gibt, dann mein vor drei Jahren -leider verstorbener- Onkel Michael. Er war selbst kein Politiker, aber ein durch und durch politischer Mensch, der mich sozialisiert hat und mit dem ich auch schwierige, aktuelle Themen kontrovers diskutieren konnte. In die Kommunalpolitik kam ich durch den damaligen Vorsitzenden der CSU Emmerting, Andreas Böck, auch er hat mich politisch geprägt.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Meine Wurzeln liegen in Emmerting. Meine Großeltern und meine Familie fanden hier schon vor dem Krieg ihre Heimat. Die Emmertinger sind von sich aus bescheiden und stehen Neuem durchaus offen gegenüber. Natürlich gibt es wie überall Ausnahmen. Dennoch Emmerting ist eine lebens- und liebenswert Wohngemeinde dank der Menschen hier.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Diese Frage müsste ich wohl eher meiner Frau gegenüber beantworten. Im Ernst, als Bürgermeister stelle ich mich aus Überzeugung zur Wahl und bei aller Freude das Amt ausführen zu dürfen, ist auch Demut angebracht, denn keiner ist unersetzlich.

12. Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht? 

Ich freue mich, dass wir die Sanierung unseres Rathauses über die Bühne gebracht haben. Der Bau des Funktionsgebäudes am Sportplatz ist voll im Gang. Die Versorgung des Ortes mit schnellem Internet ist abgeschlossen. Die Ausweisung von Bauland konnte vorangebracht werden. Und die schönste Nachricht, dem Bau des Edeka-Marktes steht nichts mehr im Weg. Nach einem unendlich langen Genehmigungsverfahren, geht es im Frühjahr los. Es ist schön, dass sich mit Gemüsebau Steiner ein namhafter Gewerbebetrieb mit einer Gewächshauskultur in Emmerting ansiedelt und über das Müllheizkraftwerk seinen Betrieb und darüber hinaus die Gemeinde mit Fernwärme versorgen wird. Der Hochwasserschutz wird mit der Sanierung des Bauabschnittes 3, Unteremmerting fertiggestellt.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Wie bereits erwähnt sind wir im Begriff ein Fernwärmenetz zu errichten das generiert den entsprechenden Arbeitsaufwand aller Beteiligten. Ein Zukunftsprojekt, mit der Möglichkeit, Energieneutralität in Emmerting zu erreichen. Mit der EGIS haben wir dabei einen starken und richtigen Partner an der Hand. Alles in allem wird die Energiewende meines Erachtens nur dezentral gelöst werden können also vor allem in den Kommunen. Ein weiterer Baustein ist der Ersatzneubau der 380KV Leitung. Der jetzige Trassenverlauf kann aus meiner Sicht so nicht bestehen bleiben, was unser Gemeindegebiet betrifft. Wir bevorzugen, im Rahmen der Raumordnung, die Variante entlang der B 20 in Richtung Niederbayern.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Weitere Förderung des Gemeinwesens. Also die Unterstützung unserer Vereine aktiv betreiben. Ich möchte geeignete Konzepte für die älteren Menschen am Ort entwickeln, dazu zählt auch das Thema Mehrgenerationenprojekte. Die Umwelt-und Energiepolitik wird auch weiter eine herausragende Rolle in unserer Kommune einnehmen. Ich möchte, dass sich die Menschen in Emmerting wohlfühlen, dazu braucht es vor allem eine ordentliche Infrastruktur für die Versorgung des täglichen Bedarfs, Ärzte, Apotheke u. ä. Aber auch die Familien stehen bei uns hoch im Kurs, Kindergarten und Krippenbau stehen an, auch die Schule soll zukunftsfähig bleiben.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir aktuell über 42 Baugrundstücke im Ortsteil Seng von Seiten der Gemeinde veräußern können. Der Baulandpreis ist bewusst moderat gehalten. Wir haben für die Parzellen zahlreiche Bewerbungen. Es freut mich, dass wir dabei vor allem viele junge Familien bedienen können.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Um im Kontext der Errichtung unserer Fernwärmeinfrastruktur zu bleiben, sind wir mit diesem Vorhaben auf dem richtigen Weg. Die Möglichkeit vom fossilen Brennstoff auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung wechseln zu können ist für jeden in Emmerting ein Gewinn. Im neuen Baugebiet wird bewusst auf Feuerungsanlagen verzichtet. Eine Entscheidung um die Feinstaubbelastung nicht weiter zu erhöhen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich stehe voll und ganz hinter der heimischen Landwirtschaft. Wir müssen aufpassen, dass wir in der derzeitigen politischen Diskussion die Menschen und deren Arbeit nicht verteufeln, die uns letztendlich ernähren. Die ständigen Forderungen nach noch mehr Vorschriften und Verboten wird nur eines mit sich bringen, die kleinstrukturierte Landwirtschaft die zu unserer Kultur gehört wird verschwinden. Als Gemeinde wollen wir weiter unsere eigenen Flächen für Projekte der Biodiversität auch in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband weiter entwickeln und umbauen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich freue mich in und für die Menschen in Emmerting Bürgermeister sein zu dürfen und auch für weitere sechs Jahre bin ich bereit. Seit nunmehr 24 Jahren bin ich Mitglied des Gemeinderates davon sechs Jahre erster Bürgermeister. Es gibt noch viel zu tun. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürgern von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Sie haben es in der Hand. Für eine gute Zukunft Emmertings.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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