Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Haiming

18 Fragen an Wolfgang Beier (CSU/AWG)

Konkurrenzlos: Bürgermeister Wolfgang Beier (CSU/AWG).
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Konkurrenzlos: Bürgermeister Wolfgang Beier (CSU/AWG).

Haiming - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Haiming wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen den einzigen Kandidaten vor: Wolfgang Beier (CSU/AWG).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Wolfgang Beier

2. Partei

CSU/AWG

3. Alter

68

4. Wohnort

Haiming (seit 1980)

5. Geburtsort

Bad Tölz

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

1 Sohn, 4 Töchter

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

1984 – 2014 Mitglied des Gemeinderates, seit 2014 Erster Bürgermeister

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

In seiner klaren Sachlichkeit Helmut Schmidt und in seiner Wertorientierung und Weitsicht Alois Glück.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Haiming, genauer Fahnbach, ist der Geburtsort meiner Frau Hedwig und seit 1980 leben wir hier gemeinsam mit unserer Familie. Haiming ist für mich Heimat geworden – die Menschen, das kirchliche und gesellschaftliche Leben, die Vielfalt der Vereine und das große ehrenamtliche Engagement und die einmalige Natur und landschaftliche Schönheit: das alles ist das Besondere an Haiming.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Darüber entscheiden die Wählerinnen und Wähler, so wie vor 6 Jahren jetzt auch wieder bei der Wahl 2020.

12. Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht? 

Trotz einer dynamischen Entwicklung hat Haiming seinen Charakter als begehrter Wohn- und Freizeitort nicht verloren. Ortsnahe Baugebiete fanden großen Zuspruch, eine weitere maßvolle Baulandentwicklung sichert Baugrundstücke im Eigentum der Gemeinde für die nächsten sechs Jahre. Damit können wir kostengünstigen Baugrund für junge Familien ermöglichen. Mit Breitbandausbau und Auf- und Ausbau des Erdgasnetzes wurden wichtige Infrastruktureinrichtungen geschaffen. Die neue Sporthalle des SV Haiming wurde weit überwiegend von der Gemeinde finanziert. Dies gelang ohne Kreditaufnahme und damit ohne Belastung für nachfolgende Generationen. Die Feuerwehren der Gemeinde wurden mit vier notwendigen Fahrzeugen ausgestattet und ein zusätzlicher Stellplatz wurde gebaut. Nachhaltige Investitionen sind die Umstellung der gesamten Straßenbeleuchtung auf LED und eine Eigenstromverbrauchsanlage für Schule, Turnhalle und Rathaus: Ein wichtiger Beitrag der Gemeinde zur CO2-Reduzierung. Alle Investitionen und Maßnahmen konnten ohne neue Schulden finanziert werden – zu Beginn der neuen Wahlperiode ist die Gemeinde schuldenfrei. In vielen kleinen Projekten leistet die Gemeinde ihren Beitrag zum Artenschutz; mit der Anlage eines Schulwaldes werden die Kinder ganz praktisch mit Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz vertraut gemacht. Die Mitgliedschaft in der Ökomodellregion ist für unsere Gemeinde eine Selbstverständlichkeit; mit einem Gesprächskreis im Ort sind Landwirte, Selbstvermarkter, Geschäfte und Dienstleister und Verbraucher zusammen an einem Tisch.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Für kostengünstiges Bauland sind die Weichen gestellt, der Erhalt der ortsnahen Arbeitsplätze im Chemiedreieck ist auch ein wichtiges Anliegen der Gemeinde. Hier ist die PFOA-Problematik zu lösen, sonst droht baulicher Stillstand und Abbruch der notwendigen Zukunftsinvestition. In Bezug auf PFOA brauchen wir im Zusammenwirken mit anderen Kommunen die richtigen Weichenstellungen für eine zukunftsfähige Trinkwasserversorgung. Und: Die ausufernde Bürokratie darf nicht das Ehrenamt ersticken. Bei allen diesen Themen brauchen wir die Unterstützung der Landes- und Bundespolitik – hier möchte ich meine Möglichkeiten einbringen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Mit dem Bau der Tagespflege machen wir das umfassende Angebot für Seniorinnen und Senioren in unserer Gemeinde komplett. Mit der Neugestaltung des Spielplatzes im Kindergarten Niedergottsau schaffen wir eine neue Qualität für die Freiland-Pädagogik. Mit der Planung für den Parkplatz am Feuerwehrhaus schaffen wir eine neue Qualität für die Mitte im Dorf. Der Breitbandausbau wird weitergeführt.

Grundsätzliches Ziel bei allen Maßnahmen ist die Verbesserung der Lebensqualität in der Gemeinde. Dazu zählen vor allem auch die „weichen“ Faktoren: der menschliche Umgang, das soziale und gesellschaftliche Miteinander, die Achtsamkeit für Umwelt und Natur, unser Beitrag für Demokratie, Gerechtigkeit und Friede. Diese Werte sind in der Lebensnähe einer Gemeinde ganz wichtig.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Die Gemeinde ist Mitglied der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Altötting und hat bereits ein Grundstück erworben, auf dem in Zusammenarbeit mit dieser Gesellschaft ein Gebäude mit Mietwohnungen errichtet wird. Dadurch können dann im Ort Haiming mehrere Wohnungen mit günstigen Mieten angeboten werden. Die öffentliche Förderung wird so an Mieter weitergegeben.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Ich erachte das Thema als sehr wichtig und die Gemeinde wird dazu im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren Beitrag leisten. Das Rathaus wird mit einer Pelletsheizung betrieben, im Laufe des Jahres wollen wir bei der Beheizung des Bürgerhauses Unterer Wirt weg vom Öl. Die gesamte Straßenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt – mit der Stromeinsparung wird auch erheblich cO2 eingespart. Gleiches gilt für die Eigenstromverbrauchsanlage, die am 26. 2.2020 in Betrieb ging. Die Gemeinde unterstützt auch den Carsharing-Verein HaimAT eV – ein erstes Angebot zum Autoteilen in der Gemeinde. Und wir verhandeln mit dem Landratsamt über eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs, damit die Anbindungen nach Burghausen und nach Marktl zur Bahnstation besser werden.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich teile das Anliegen der Landwirte, dass nur mit praxisorientierter Sachpolitik etwas verbessert werden kann, nicht mit Emotionen oder populistischen Forderungen. Ich habe einen Gesprächskreis in der Gemeinde eingerichtet, bei dem Landwirte, Vermarkter und Verbraucher an einem Tisch sitzen und miteinander konkrete Projekte für den Artenschutz und zum Erhalt unserer Umwelt planen und umsetzen. Miteinander reden und handeln – nur so geht es.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Wählerinnen und Wähler gibt es nur, weil es unsere Demokratie gibt. 70 Jahre Demokratie sind 70 Jahre freiheitliche Entwicklung unserer Gesellschaft und für jeden persönlich. Sie gewährleistet Gerechtigkeit, Menschenwürde und Frieden. Dies zu bewahren, sich dafür einzusetzen und nicht dumm und leichtfertig zu gefährden ist mein größtes Anliegen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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