Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Nußdorf

18 Fragen an Toni Wimmer (CSU)

Bürgermeisterkandidat in Nußdorf im Chiemgau: Toni Wimmer (CSU).
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Bürgermeisterkandidat in Nußdorf im Chiemgau: Toni Wimmer (CSU).

Nußdorf - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Nußdorf wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Toni Wimmer (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Toni Wimmer, Kriminalhauptkommissar

2. Partei

CSU 

3. Alter

49 Jahre

4. Wohnort

In der Gde. Nußdorf seit 49 Jahren, im Ort Nußdorf seit 1994

5. Geburtsort

Traunstein

6. Familienstand

seit 1995 verheiratet

7. Kinder

Zwei, Julia 19 Jahre und Christian 22 Jahre

8. Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin 2001 in die CSU eingetreten und war Schatzmeister. Seit 2009 bin ich Ortsvorsitzender des CSU Ortsverband Nußdorf. Zudem bin ich Mitglied im CSU Arbeitskreis Polizei. Seit 2014 bin ich Mitglied im Gemeinderat der Gde. Nußdorf

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Alois Glück und Siegfried Walch

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Die Vielfalt von Vereinen, die wertvolle Jugendarbeit leisten, das kulturelle Miteinander und der starke Zusammenhalt unserer Dorfgemeinschaft. Die ländliche geprägte zentrale Lage und das große soziale ehrenamtliche Engagement.

Seit Jahrzehnten nehme ich aktiv am Vereinsleben der Gemeinde Nußdorf teil. Ich bin seit über 30 Jahren bei der FFW Nußdorf und seit 25 Jahren aktiver Atemschutzträger und mehrere Jahre hatte ich das Amt des 2. Kassiers inne. Mittlerweile bin ich weit über zehn Jahre in Fußballabteilung in Führungsrollen tätig. Mehrere Jahre war ich Jugendtrainer und zurzeit bin ich einer von zwei Trainern der Herrenmannschaft. Seit 7 Jahren spiele ich für den Trachtenverein Theater. 

Nußdorf = Heimat = Schützenswert

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Seit meiner Geburt lebe ich in unserer schönen Gemeinde Nußdorf und bin seit 2014 Gemeinderat. Die zukünftige Entwicklung unserer Gemeinde möchte ich als Bürgermeister gestalten. Ich bin bereit, in allen Bereichen, die volle Verantwortung zu übernehmen und verspreche mich mit Herzblut und allergrößtem Engagement zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger einzusetzen und somit unsere Gemeinde in eine starke stabile Zukunft zu führen. Als Bürgermeister werde ich die kommenden Aufgaben und Herausforderungen im Sinne und zum Wohle der Gemeinde anpacken. Ich möchte ein Bürgermeister sein, der die Richtungen und die erforderlichen Maßnahmen vorgibt, die Verwaltungsarbeit kontrolliert und immer zukunftsorientiert im Sinne der Gemeinde denkt und handelt. Ich denke, dass dabei mein Abschluss als Dipl. Verwaltungswirt (FH) und mein täglicher Umgang mit Behörden, hierbei sehr hilfreich sein wird.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

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13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Verwaltung: Die Verwaltungsarbeit optimieren und kontrollieren. Als Bgm. Verantwortung übernehmen. Die Bürger/innen müssen wieder Vertrauen in die Verwaltung haben. Finanzen: Steuern und Gebühren fristgerecht erheben. Schuldenabbau. Ich werde für eine sparsame, aber dennoch zukunftsorientierte Finanzpolitik eintreten. Hebesätze: Bei der akt. Finanzlage wäre es schlichtweg falsch, diese zu senken. Senkung der Hebesätze als Ziel.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Die Gemeindefinanzen zu stabilisieren und Schulden abbauen. Sehr wichtig ist mir aber dabei, immer positiv nach vorne zu blicken und zukunftsorientierte Maßnahmen nicht „verschlafen“. Wie unter Punkt 13 schon erwähnt ist mir es ein großes Anliegen die Verwaltung zu unterstützen, die Richtungen vorgeben und die Verantwortung zu übernehmen. Ein Ziel von vielen muss sein, dass die Bürgerinnen und Bürger wieder Vertrauen in die Verwaltung und zum Bürgermeister haben. Die Geothermie wird uns in der Zukunft beschäftigen. Meine klare Stellung hierzu ist, dass u. a. der Wirkungsgrad viel zu niedrig ist und ich mich gegen, die geplante Geothermieanlage, Standort Litzlwalchen, positioniere. Mir ist auch wichtig das aktive Vereinsleben zu bewahren und zu unterstützen und immer für die Vereine da zu sein. Weitere wichtige Punkte sind die Straßensanierungen, die heimischen Betriebe und Landwirtschaft ebenso die Arbeitsplätze, Ausweisung von Bauland und somit Schaffung von Wohnraum, und nicht zuletzt die Mobilfunknetzabdeckung.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Auch in unserer Gemeinde ist ein Bedarf an Wohnraum vorhanden, deshalb muss es uns gelingen Bauland auszuweisen. Unser Einheimischenmodell möchte ich gerne weiterführen und somit „günstigen Baugrund“ an Einheimische abgegeben zu können. Dennoch muss die Baulandausweisung moderat und vor allem auch unter umweltverträglichen Aspekten geschehen. Für mich ist es wichtig, für Wohnraum zu sorgen und wenn dies, in einem normalen Rahmen abläuft, steht für mich Baulandausweisung über der Versiegelung!

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Es ist richtig, der Klimaschutz ist momentan in aller Munde und das ist auch gut so. Klimaschutz sollte keine „Modeerscheinung“ sein, sondern nachhaltig betrieben werden. Ich denke, dass wir als Kommune ein Klimaschutzkonzept, im Rahmen einer Klimaschutzkonferenz, erarbeiten sollten. Dieses Konzept sollte, unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, lokalen Arbeitsgruppen und Experten, Energiebranche und Verwaltung, entstehen. Der erste Schritt muss jedoch sein, das lokale regenerative Potential zu ermitteln. Das Konzept sollte verschiedene Themenfelder abdecken (z. B. Energetische Sanierung, Erneuerbare Energien, Wärmeversorgung, Bauleitplanung und Finanzierung) einhergehend mit einem Maßnahmenpaket für die Gemeinde hinsichtlich Energieeinsparmöglichkeiten usw.. Ziel muss sein, den CO2 Ausstoß zu verringern.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Zum Thema Volksbegehren „Rettet die Bienen“ sehe ich mich irgendwie zwischen zwei Stühlen. Zum einen bin ich dafür, dass die vorhandene Artenvielfalt geschützt wird, zum anderen gehen mir die Forderungen des Volksbegehrens viel zu weit und eine pauschale Verteufelung der Landwirte bringt uns nicht weiter. Vielmehr müssten intelligente vielversprechende Strategien entwickelt werden. Die Gemeinde Nußdorf hat schon vor Jahren, weit vor „Rettet die Bienen“ die Blühstreifen gefördert. Zudem müsste man auch die Haushalte für mehr Blumenwiesen animieren. Als Bürgermeister möchte ich mich für mehr Blühflächen einsetzten. Zum Thema Düngeverordnung: Grundsätzlich ist zu sagen, dass das Grundwasser die Basis für unser Trinkwasserversorgung ist und deshalb ein besonders schützenwertes Gut. Grundwasserschutz muss die höchste Priorität haben. Dieser Schutz geht aber nur im Einklang mit der Landwirtschaft. Das Umweltministerium hat eine Bayern-Karte erarbeitet und die Regionen mit „Rote Gebiete Nitrat“ gekennzeichnet. Diese roten Gebiete sind besonders stark belastete Regionen. Das Gemeindegebiet Nußdorf wird grün dargestellt. Grün bedeutet guter Zustand des Grundwassers. In unserer Region haben wir seit Jahren bestes Grundwasser und ich denke speziell unsere Landwirte leisten bereits hervorragende Arbeit, wie sonst sind die stets guten Brunnenwerte zu erklären. Zudem finde ich es richtig, dass sich die Landwirte für eine praxisorientierte Düngeverordnung einsetzen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Mir ist es wichtig, dass wir im Gemeinderatsgremium eine gute Zusammenarbeit pflegen und das kein „Fraktionszwang“ besteht. Nur durch konstruktive gemeinsame Arbeit werden wir die Gemeinde Nußdorf weiterbringen. Deshalb bitte ich Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, schenken Sie mir am 15.03.2020 Ihr Vertrauen und geben Sie mir Ihre Stimme.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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