Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Tacherting

18 Fragen an Stefan Rauschhuber (SPD)

Will in Tacherting Bürgermeister werden: Stefan Rauschhuber (SPD).
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Will in Tacherting Bürgermeister werden: Stefan Rauschhuber (SPD).

Tacherting - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Tacherting wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Stefan Rauschhuber (SPD).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Stefan Rauschhuber

2. Partei

SPD Liste 05

3. Alter

54 (06.05.1965)

4. Wohnort

Tacherting (seit 1965)

5. Geburtsort

Altötting

6. Familienstand

ledig, in langjähriger Beziehung lebend (25 Jahre)

7. Kinder

keine

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • Vorsitzender der DGB Jugend TS / BGL 
  • Geschäftsführer der IG Metall Südostoberbayern 
  • Ehrenamtlicher Sozialrichter am Sozialgericht München 
  • Ehrenamtlicher Arbeitsrichter am Arbeitsgericht Rosenheim 
  • Ehrenamtlicher Arbeitsrichter am Landesarbeitsgericht Bayern 
  • Ehrenamtlicher alternierender Vorsitzender des Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Traustein 
  • AOK Beiratsmitglied Rosenheim und Landes AOK Bayern 
  • Vorsitzender Beirat BTG Betreuungs- und Qualifizierungsgesellschaft 
  • Gastdozent an der Hochschule Rosenheim - Dozent bei der Handwerkskammer Oberbayern 
  • uvm.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Willy Brandt und Helmut Schmidt

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin in Tacherting aufgewachsen, habe meine Jugend und die Zeit des jungen Erwachsenenwerdens komplett hier verbracht. Ich habe bei der Fa. Linde meine Berufsausbildung gemacht. Während meines Studiums und der anschließenden beruflichen Tätigkeit habe ich nie den Bezug zu Tacherting verloren. Alleine schon deshalb weil mein Eltern und auch mein Elternhaus in Tacherting sind. Ich komme aus einer Familie, die hier seit mehr als 400 Jahren ansässig ist. Besonders sind die seit meiner Kindheit bestehenden engen Freundschaften, auf die ich besonderen Wert lege. Tacherting und alle Tachertinger sind aufgeschlossene und weltoffene Menschen. Tacherting ist meine Heimat die mich so wie ich bin geprägt hat.

11. Warum sind Sie genau die Richtige?

  • Fachwissen 
  • Entscheidungsfreudig 
  • Teamplayer 
  • 30 Jahre Führungserfahrung

12. a)Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? 

  • der Neubau eines Gemeindesaales in Tacherting 
  • die Klärung bei den Feuerwehrhäusern Emertsham und Peterskirchen 
  • die Bürgerbeteiligung anzunehmen und zu akzeptieren 
  • rechtzeitig Lösungen auszuarbeiten bei Übergangsgenehmigungen 
  • einen Notfallplan zuzulassen, der den Namen auch verdient. 

12. b) Was wollen Sie besser machen? 

  • mit echter Bürgerbeteiligung arbeiten 
  • durch kompetente Versammlungsleitung und Gesprächsführung Gemeinsamkeiten fördern 
  • das umfangreich gelebte Ehrenamt durch Koordinierung stärken 
  • Bürgerinitiativen (Grundhochwasser und Bürgergasthaus Reitmeier) federführend begleiten

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Den Gemeinderat handlungs- und zukunftsfähig zu machen, weil wir eine Vielzahl von großen Herausforderungen zu meistern haben. Die Betreibung des Hallenbades, die Errichtung eines Bürgersaals, die Ortsmittegestaltung von Emertsham und Tacherting sowie die Feuerwehrhausbauten in Emertsham und Peterskirchen, die Wiedereröffnung des Gasthauses Reitmeier als Bürgerwirtschaft, sowie die Sanierungsfrage der Grund- und Mittelschule ist umzusetzen. Sollte ein Schulneubau notwendig werden stehe ich ganz klar dafür, dass dieser an einem neuen Standort in unmittelbarere Nähe der Turnhalle und dem Schwimmbad als zeitgemäßes Schulzentrum entsteht. Die Finanzierung muss gesichert sein, entsprechende Förderungen sind abzurufen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  • Bürgerbeteiligung 
  • Bauvorhaben : Schulhaus, Bürgersaal, Feuerwehrhäuser 
  • Energieeffizienz fördern

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Mehr als Absichtsverlautbarungen sind bei uns bisher leider nicht gelaufen. Dabei besteht dringender Handlungsbedarf. Altersgerechtes und bezahlbares Wohnen ist mir dabei sehr wichtig, auch betreutes Wohnen, weil es möglich sein muss, diese letzte Lebensphase würdig auch am Ort verbringen zu können. Wir haben das Glück passende Grundstücke schon vorrätig zu haben, darum muss zeitnah auch die Umsetzung erfolgen. Die gemeindeeigenen Liegenschaften könnten dann auch gemeinsam mit der kreiseigenen Wohnbaugesellschaft bewirtschaftet oder bebaut werden. Dadurch entstünde schneller bezahlbarer neuer Wohnraum.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Das ist für mich ein sehr wichtiges, in die Zukunft greifendes Thema. Alle geeigneten gemeindlichen Liegenschaften sollen mit PV Anlagen ausgattet werden um zukünftig Energieautark zu werden. Die örtlichen Produzenten der regenerativen Energien möchte ich in eine Kooperation mit der Gemeinde einbinden. Vor allem bei der Neuplanung von Wohn- und Gewerbeeinheiten auf Gemeindegebiet, aber auch bei notwendigen Überplanungen von unseren alten Siedlungseinheiten ist das ein wichtiges Thema. Für jedes neue Siedlungsgebiet soll geprüft wird, ob nicht eine zentrale Energiegewinnung oder Energieversorgung möglich gemacht werden kann. (Energieautark z.B. durch Blockheizkraftwerk / Fernwärme / Nutzung regenerativer Energieträger und Photovoltaik) Bürgersolar oder Bürgerenergie sind für mich wichtige Beteiligungsmöglichkeiten.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Als SPD-Ortsverein sind wir da schon tätig geworden, wir setzten uns für die Gestaltung einer gemeindlichen Blühfläche ein, wir organisierten eine Veranstaltung zum Thema „Artenvielfalt“ und nahmen teil an am Mahnfeuer der landwirtschaftlichen Organisation „Land schafft Verbindung“. Die Probleme der Düngeverordnung wurden in einer Versammlung konkret benannt und unserer Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Bärbel Kofler zur Behandlung mitgegeben. Als neuer Bürgermeister würde ich den Dialog zu unseren Landwirten suchen und mit Ihnen gemeinsam Alternativen suchen, denn wir alle wissen dass unsere Umwelt und heimische Natur unsere Lebensgrundlage ist.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich trete als Bürgermeister an, weil ich meiner Heimatgemeinde mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten aus meinem vergangenen Berufsleben viel Unterstützung für die Zukunft geben kann. Ich stehe für echte Bürgerbeteiligung und sachbezogene Politik. Ich bin pragmatisch und lösungsorientiert.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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