Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Taching

18 Fragen an Stefanie Lang (parteilos)

Will in Taching Bürgermeisterin werden: Stefanie Lang (parteilos).
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Will in Taching Bürgermeisterin werden: Stefanie Lang (parteilos).

Taching - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Taching wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Stefanie Lang (parteilos).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Stefanie Lang

2. Partei

als parteilose Kandidatin auf der gemeinsamen Liste von CSU/UWG/Bürgerliste

3. Alter

35

4. Wohnort

Taching am See seit 2014

5. Geburtsort

Traunstein

6. Familienstand

Verheiratet

7. Kinder

2

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin politisch zwar seit meiner Schulzeit interessiert, jedoch bin ich aktuell politische Quereinsteigerin.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder? 

Helmut Schmidt, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Renate Schmid

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Die offene Herzlichkeit, mit der wir als Familie aufgenommen wurden. Das Besondere an unserer Gemeinde ist der Zusammenhalt und natürlich der See!!!

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich weiß durch mein Studium und meinen Beruf, wie ich offen und transparent kommuniziere. Die Arbeit mit dem künftigen Gemeinderat verstehe ich als Teamarbeit. Jeder soll sich mit seinen Stärken und seiner Professionalität einbringen können. Außerdem bin ich bereit, mich in alle Themen intensiv einzuarbeiten!

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Es wurde klar verpasst, die Dorfmitte im Gemeindeteil Taching für die Bürger zu erhalten. Ich möchte, dass es in Taching wieder einen klaren Mittelpunkt für das Dorfleben gibt. Die Ortsdurchfahrt im Ortsteil Tengling muss mit Nachdruck noch in diesem Jahr realisiert werden. Insbesondere Kinder und Senioren müssen die Möglichkeit haben, die Straße ohne Angst zu überqueren.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Die größte Herausforderung ist es, unsere Gemeinde auch zukünftig lebenswert zu erhalten. Dazu gehört es für mich, die Infrastruktur auszubauen, das Vereinsleben zu stärken und den Zuzug zu gestalten. Die dafür notwendigen Maßnahmen müssen gut vermittelt und transparent durchgeführt werden.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Interkommunale Zusammenarbeit vertiefen (Regionalwerk, Ökomodellregion, Leader, ILE) 

Unsere Gemeinde ist verhältnismäßig klein. Um wichtige Infrastrukturprojekte in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Tourismus und regionaler Daseinsvorsorge voranzutreiben, ist die interkommunale Kooperation enorm wichtig. 

Vertrauensvolle Zusammenarbeit 

Beteiligte an einen Tisch bringen. Miteinander Reden und Zuhören. Als Bürgermeisterin würde ich alles daran setzen, solides Vertrauen wieder aufzubauen!

Versammlungsort für unsere Gemeinde finden und etablieren 

Nach der Schließung des Bergwirts in Taching gibt es große Probleme Jahreshauptversammlungen von Vereinen und Bürgerversammlungen der Gemeinde durchzuführen. Wir müssen als Gemeinde dafür sorgen, dass wir dafür einen Veranstaltungsort finden und etablieren.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

In unserer Gemeinde haben wir viele leerstehende Gebäude. Ein gutes Leerstandsmanagement in unserer Gemeinde kann den Eigentümern Chancen aufzeigen, was sie aus ihrer Immobilie machen können und welche Förderoptionen es gibt. Ich erwarte, dass dadurch sowohl der materielle Wert als auch identitätsstiftende Werte von Bestandsgebäuden erhalten werden. So kann Wohnraum ohne die Versiegelung von Flächen geschaffen werden. Dazu haben wir einen fachlich versierten Gemeinderatskandidaten! Völlig ausschließen möchte ich die Ausweisung eines neuen Baugebiets nicht, jedoch müssen diesbezüglich auch erst noch Verhandlungen mit den jeweiligen Landwirten geführt werden.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Der Klimaschutz ist mir ein großes Anliegen! Er betrifft uns alle und wir sind alle gefragt unseren Beitrag dazu zu leisten. Viele der bereits angesprochenen Themen sehe ich auch als Beitrag zu Klimaschutz. So z.B. die Netzwerkarbeit in der Ökomodellregion und im Regionalwerk mit den Zielen Produkte bzw. saubere Energie lokal zu vermarkten. Aber auch das Leerstandsmanagement ist letztendlich eine massive Einsparung von Ressourcen wie Fläche aber auch Materialien. Der Ausbau des ÖPNV muss auf Landkreisebene vorangetrieben werden, damit die Bürger unserer Gemeinde auch eine realistische Chance haben, in die Arbeit zu kommen, ohne dafür zwingend mit dem eigenen PKW zu fahren. Im bevorstehenden Ausbau der Bahnachse zwischen Paris und Budapest ergeben sich auch überregional große Chancen, die ich über den nahegelegenen Bahnhof Tittmoning-Wiesmühl im Auge habe.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Sowohl das Volksbegehren als auch die neue Düngeverordnung sind klassische Themen in der Landes- und Bundespolitik. Hier sollte die Kommune als neutraler Ansprechpartner fungieren, um die Anliegen der Landwirte an die richtigen Stellen zu transportieren und zu vermitteln. In der Umsetzung der Verordnungen und bei Umstellung der Betriebsweise könnte die Ökomodellregion mit ihren Beratungsangeboten ggf. unterstützen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Ihr Vertrauen am 15. März erhalte und gemeinsam mit einem innovativen Gemeinderat die Zukunft von Taching am See gestalten kann, ohne die Traditionen aus dem Auge zu verlieren. Als Zugezogene kann ich hier mit dem notwendigen Abstand allen Ortsteilen gerecht werden. Lasst uns gemeinsam das Beste für unsere Gemeinde geben!

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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