Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidatin für Tittmoning

18 Fragen an Barbara Danninger (Freie Wähler)

Will in Tittmoning Bürgermeisterin werden: Barbara Danninger (Freie Wähler).
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Will in Tittmoning Bürgermeisterin werden: Barbara Danninger (Freie Wähler).

Tittmoning - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Tittmoning wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Barbara Danninger (Freie Wähler).

Homepage/Social-Media-Kanäle:

- Website: www.freie-waehler-tittmoning.de

- Facebook: freie-waehler-tittmoning

Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Barbara Danninger

2. Partei

Freie Wähler Tittmoning – Unabhängige Liste e.V.

3. Alter

55 Jahre

4. Wohnort

seit meiner Kindheit Tittmoning, mit kurzen Unterbrechungen In München und Tengling

5. Geburtsort

München

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

keine Kinder

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin seit 6 Jahren Stadträtin von Tittmoning, als Vorsitzende der Kolpingsfamilie Tittmoning habe ich mich zudem aktiv in die Stadtgemeinde eingebracht z.B. durch die Gründung des Sozialfonds und Initiativen wie „Eine Stadt geht auf Reisen“

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Der ehemalige Bürgermeister Michael Pelzer der Gemeinde Weyarn, der mit Transparenz und Weitsicht seine Gemeinde in die Zukunft geführt hat.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Tittmoning ist eine wunderschöne historische Stadt mit außergewöhnlich viel und gut erhaltener alter Bausubstanz mit zusätzlichen 4 eigenständigen Ortsteilen bei denen sich in jedem einzelnen das Leben lohnt. Was weiterhin auffällt sind die vielen freundlichen Bewohner und die vielen aktiven Vereine und Künstler. Tittmoning ist für mich etwas Besonderes.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

In meinem bisherigen Leben habe ich Fähigkeiten erworben die man meiner Meinung nach als Bürgermeisterin braucht. Seit 6 Jahren bin ich Stadträtin und habe Einblick in die Arbeit der Kommune erhalten. In meinem Beruf als Krankenschwester in der Salzachklinik Fridolfing habe ich tgl. mit Menschen, auch in Ausnahmesituationen, zu tun. Da ist Empathie und Fachwissen unabdingbar und Entscheidungen müssen schnell gefällt werden. Als Vorsitzende der Kolpingsfamilie oder in meiner Eigenschaft als langjährige Personalratsvorsitzende habe ich gelernt zu Verhandeln und Sitzungen bzw. Versammlungen zu leiten. Als Personalratsvorsitzende im öffentlichen Dienst muss ich mich viel mit Paragraphen befassen, dabei habe ich erkannt, dass das Wünschenswerte und Machbare aufgrund von Gesetzen und Rechtsprechungen nicht immer in Einklang zu bringen ist. Als Chorleiterin, auch von großen Projektchören, bin ich es gewöhnt in der Öffentlichkeit zu stehen und Präsenz zu zeigen. Die Finanzverantwortung hatte ich nicht nur als Mitglied des Bundesvorstandes bei Kolping sondern auch bei der Finanzierung meines Zehentstadls. Ich bin Innovativ und investierte schon vor über 20 Jahren in eine Photovoltaik- und eine Biokläranlage. Mein Talent zum Organisieren und Delegieren kommt mir als Hauptverantwortliche des Barbaramarktes zugute. Ich habe immer versucht mich in dem was ich tue gut auszubilden sei es die Winterschule oder die Befähigungsprüfung für das Gastgewerbe, sei es der Gruppenleiterkurs oder die unzähligen Fortbildungen im Rahmen meiner Personalratstätigkeit. Ich bin gut vernetzt, sowohl in den Ortsteilen und darüber hinaus mit allen Fraktionen. Ich bin überzeugt, nur gemeinsam sind wir stark. Ich bin ehrlich, wertschätzend, lösungsorientiert, nachhaltig und leidenschaftlich in dem was ich tue.

12.  Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Es ist einiges geschehen, wurde aber oft nicht öffentlichkeitswirksam vermarktet, so dass es der Bürger nicht wahrgenommen hat. Es gehört einiges repariert und nicht gewartet bis es eine Großmaßnahme ist. Es wurde oftmals reagiert und nicht agiert, sei es bei der Kinderbetreuung, sei es beim Wohnbau, sei es in Bezug auf unsere ansässigen Firmen oder sei es beim Hochwasserschutz um nur einige zu nennen. Aber vor allem waren Entscheidungen für den Bürger nicht immer transparent.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Als größte Herausforderung sehe ich den sich abzeichnenden Fachkräftemangel. Davon sind wir nicht nur als Arbeitgeber betroffen (Kinderbetreuung/Verwaltung/Bauhof) sondern auch unsere heimischen Firmen, das Handwerk, der Handel und die Landwirtschaft. Wir brauchen schnellstmöglich ein Gesamtkonzept um Tittmoning für Arbeitnehmer attraktiv zu gestalten, dazu gehört genügend bezahlbarer Wohnraum genauso wie eine hohe Aufenthaltsqualität. Dies beinhaltet eine intakte Natur genauso wie genügend Einkaufsmöglichkeiten, einen den Bedürfnissen angepassten Nahverkehr, eine gute

Kinderbetreuung sowie ein vielfältiges und hochwertiges Kulturangebot um nur einiges zu nennen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Mein wichtiges Ziel ist ein neues Miteinander, wo der Bürger vielmehr in die Entscheidungen mit einbezogen wird. Wo ein jeder wertgeschätzt wird. Wo der Sachverstand der Bürgermeisterin, des Stadtrates der Verwaltung, der städtischen Angestellten aber auch des Bürgers gefragt ist. Dazu möchte ich z.B. eine Bürgermeisterinnensprechstunde einführen. Mein zweites Ziel ist die Ertüchtigung der Verkehrswege für alle Verkehrsteilnehmer, das beinhaltet z.B. den Ausbau der Rad- und Wirtschaftswege bis zu unseren Ortsgrenzen genauso wie Überquerungshilfen (Unterführung, Verkehrsinseln) wo sie benötigt werden, wie auch die Behebung des Unfallschwerpunktes Abtenhamerkreuzung. Das beinhaltet ebenso die Ortsumfahrung wie auch den ruhenden Verkehr z.B. am Stadtplatz. Mein drittes Ziel ist, trotz der großen Herausforderung die Finanzen der Kommune stabil zu halten, denn auch die nachfolgende Generation braucht einen finanziellen Handlungsspielraum zum Umsetzen ihrer Ziele. Die Einnahmen sowie auch die Ausgaben müssen immer wieder kritisch betrachtet werden. Qualität muss nicht immer zwangsläufig viel kosten.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Aktuell werden kaum Wohnungen angeboten, weder zum Mieten noch zum Kaufen, da braucht es mehrere Ansätze. Einerseits ist das Gelände „am Bahnhof“ so schnell wie möglich zur Baureife weiter zu entwickeln und andererseits muss die Stadtgemeinde mit dem kommunalen Wohnungsbau selber Wohnraum schaffen. Es sind aber auch alle Bebauungspläne zu überprüfen, wo eine Nachverdichtung möglich und sinnvoll ist, natürlich unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Nachbarn. Außerdem müssen wir im Außenbereich neue Bauplätze im Rahmen von Ortsabrundungen ausweisen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Der Klimaschutz ist mir sehr wichtig, daher habe ich schon vor über 20 Jahren in eine Photovoltaikanlage investiert. Mein Traum ist es, dass Tittmoning so schnell wie möglich Klimaneutral wird. Dazu gehört für mich u.a. der weitere Ausbau von Photovoltaik auch in städtischer Trägerschaft. Inzwischen gibt es aber auch verschiedenste innovative Ideen der Energiegewinnung ohne große Anlagen. Wir müssen u.a. dazu übergehen, zumindest wo wir Träger sind, mit nachhaltigen Materialien zu bauen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Der Landwirtschaft ist, meiner Meinung nach, mit den jahrelangen Subventionen ein Stück Würde geraubt worden. Es wurde nicht die ehrliche und viele Arbeit bezahlt, sondern über lange Zeit vor allem der Besitz von Grund und Boden. Es ist dringend notwendig, dass die Landwirtschaft ihre Arbeit für die Gesellschaft als Lohn vergütet bekommt, sei es für die aufwändigere Pflege von Feldrainen oder für die aufwändigere Pflege durch den Verzicht von Spritz und Düngemitteln… Die Kommune sollte dabei ein Vorreiter sein, in dem sie z.B. ihre Materialien vom Geschenkkorb bis hin zu Baustoffen, soweit wie gesetzlich möglich, aus der Region bezieht. Außerdem gehören alle Grünflächen in städtischem Besitz auf ihre Biodiversität überprüft und umgestaltet.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Wir leben in einem Land mit einer Demokratie, dies ist keine Selbstverständlichkeit. Daher bitte ich sie, informieren sie sich und gehen sie zur Wahl. Gerade Tittmoning hat den „Luxus“ dass drei unterschiedliche Persönlichkeiten für das Bürgermeister-/innenamt zur Verfügung stehen. Die Wahl des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin und die Zusammensetzung des Stadtrates entscheidet, wie sich die Stadtgemeinde in den nächsten 6 Jahren weiterentwickelt. Dasselbe gilt für den Landkreis. Daher bitte ich sie nochmals, nehmen sie ihr Recht zum Wählen in Anspruch.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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