Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Traunreut

18 Fragen an Oliver Krogloth (AfD)

Will in Traunreut Bürgermeister werden: Oliver Krogloth (AfD).
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Will in Traunreut Bürgermeister werden: Oliver Krogloth (AfD).

Traunreut - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Traunreut wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Oliver Krogloth (AfD).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Oliver Krogloth

2. Partei

Alternative für Deutschland

3. Alter

43

4. Wohnort

St. Georgen bei Traunreut, seit Jan. 2020

5. Geburtsort

Billed (Banat/Rumänien)

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

2 Töchter, 10 und 7 Jahre alt

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • Nominierung als Bundestagskandidat für die PdV 2013, jedoch keine Aufstellung zur Wahl, da zu wenige Unterstützungsunterschriften gesammelt wurden. 
  • 2016 bis 2019 Beisitzer und stellv. Schatzmeister im KV-TS der AfD. 
  • 2020: Kandidat für Kreisrat, Stadtrat und Bürgermeister von Traunreut

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Nigel Farage, Ron Paul, Peter Boehringer & Hans-Georg Maaßen

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich lebe – mit Unterbrechung durch Studium & anfängliche Berufstätigkeit 1996 bis 2009 – seit 1981 in Traunreut. Dort bin ich in den Kindergarten und die Grundschule gegangen, habe Abitur gemacht und beim Malteser Hilfsdienst (TS) Zivildienst (Pflege) geleistet. Als Kind und Jugendlicher war ich im Sportverein TUS in den Abteilungen Ski, Tischtennis, Tennis & Volleyball aktiv. Aktuell bin ich Mitglied bei den Naturfreunden Traunreut. In Traunreut lebt meine Familie, die Familie meiner Schwester, meine Eltern und mein Großvater, der im Jan. 90 Jahre alt geworden ist. 

Traunreut ist durch ihre Gründung nach dem 2. WK eine sehr junge Stadt mit einem sehr hohen Anteil Industriearbeitern, vornehmlich EU-Ausländern, deutschstämmigen (Spät- )Aussiedlern und sonstigen Migranten, die teils seit Jahrzehnten, teils seit wenigen Jahren in der Stadt wohnen, arbeiten und zum überwiegenden Teil, besonders im Zuge ihrer Erwerbstätigkeit, sehr gut integriert sind. Traunreut hat keine großen Verkehrsprobleme, Parkplätze sind allesamt kostenlos und die Stadt ist nicht verschuldet, im Gegenteil: Auf Grund der hohen Gewerbesteuereinnahmen der ortsansässigen Industrie ist es der Stadtverwaltung zusammen mit dem Stadtrat gelungen, ein stattliches Guthaben aufzubauen.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Kommualpolitik ist Baupolitik. 

Wichtige Stadtratsbeschlüsse betreffen in der Mehrzahl der Fälle Fragestellungen zu Um- & Neubauten, Straßen- und Kanalsanierungen und die Anpassung von Bebauungsplänen. Mit meiner soliden, breiten und bzgl. des Bauwesens umfassenden Ausbilung an der TU München und der e.t.s. in Granada, Südspanien, sowie meinen gut 16 Jahren Berufs- erfahrung in der Tragwerksplanung, der Erstellung von Standsicherheitsnachweisen und mit der Bauwerksprüfung und Sanierung habe ich das Fachwissen, um...

  • Durchführbarkeit 
  • Planungs- und Ausführungszeitdauer 
  • Aufwand und Kosten von Bauprojekten 

gut abschätzen und beurteilen zu können. 

Der allergrößte Teil des Eigentums/des Vermögens einer Kommune besteht aus gebauter Infrastruktur wie...

  • Kindergärten und Schulen 
  • Turnhallen und Veranstaltunssälen 
  • Verwaltungsgebäuden, Straßen, Brücken, Kanälen, Schwimmbädern, etc. 

Mehr Fachwissen bedeutet die Chance, Fehler und Fehlplanungen zu vermeinden und somit Kosten zu sparen, bzw. Resourcen und vorhandene Mittel intelligenter und effizienter einzusetzen. Mit dem Wissen, auf was es ankommt, und welcher Nebensatz welcher ggf. nicht mehr zeitgemäßen Vorschrift dem Stand der Techik gar nicht gerecht wird, können ökonomisch und technisch einwandfreie Entscheidungen getroffen werden nach der Devise: Die wahre Ingenieurskunst liegt darin, einfache Lösungen zu finden die zudem gut umsetzbar sind.

Bisher ist es mir mehrfach – in sportlicher und beruflicher Hinsicht – gelungen, schwierige Herausforderungen zu bewältigen und durchaus respektable Leistungen zu erbringen.

Mitwirkung bei besonderen Bauprojekten: 

  • Bailon Elevator: Statik / TWP für dreistöckige Kabinen mit Verglasung des weltweit höchsten Außenaufzugs 
  • BW 10.1 – vorgespannte Stahlbetonbrücke über die Bahn im Zuge der B15 Umfahrung Rosenheim. Statik und Erstellung der Ausführungspläne für Fundamente und Überbau 
  • Statik und Ausführungspläne für die 4 Verkehrszeichenbrücken im Zuge der Rheinbrücke A1 Köln-Leverkusen (deutschlandweit größtes Straßenbrückenprojekt der letzten 20 Jahre) 
  • Statik und Ausführungsplanung A3 BW52. Überführung Augsburger Straße in Stahlbetonverbundbauweise 

Sportliche Leistungen: 

  • Ironman Barcelona Finisher -10h 37min- 2014 
  • 1. Platz AK Master Men Berglauf Zugspitze 2016 
  • 2. Platz Altersklasse Berglauf Großglockner 2019

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Die Sauberkeit und Ordnung im Stadtgebiet läßt zu wünschen übrig. Mit der Zuwanderung speziell seit der EU-Osterweiterung 2004 und 2007 hat die Unsitte, Abfall einfach auf oder neben die Staße, vornehmlich aus fahrenden KFZ, zu werfen, auch in Traunreut rege Verbreitung gefunden. Die Planung und vor allem die Umsetzung einiger wichtiger Projekte stockt bzw. läuft mit starker Verzögerung. Z.B.: 

  • Neubau Grundschule Nord 
  • Umgestaltung Kantstraße 
  • Ausweisung Neubaugebiet mit Erschließung und Grundstücksverkäufe Stocket 
  • (Neu-)Bebauung der Grundstücke „Munapark“

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Solide Finanzen beibehalten und Erhalt der kommunalen Hoheiten. Die Vermeidung bzw. Minimierung von Verschuldung sichert der Stadt Traunreut ihre Souveränität und ist die Basis einer langfristigen Handlungs-, gar jeglicher Entscheidungs- fähigkeit. Realitäts- und praxisferne Vorgaben, Richtlinien und Gesetze aus Berlin und Brüssel schränken die in GG Artikel 28 verbrieften Rechte aus dem Prinzip der Subsidiarität zur Selbstverwaltung der Kommunen in nicht hinnehmbarer Weise ein. Widerstand statt Unterwerfung ist hier als Motto angesagt.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  1. Bei Attraktivität, Lebensgefühl und ganz allgemein bei der Atmosphäre – das sehe ich viel Potential für Verbesserungen, vor allem im Stadtzentrum. 
  2. Neben dem Baugebiet Stocket, wo noch ein vernünftiger Vergabemodus gefunden werden muß, gilt für mich: Keine weiteren Flächen für die Bebauung, weder für Wohnen, noch für Gewerbe ausweisen! Vor allem vor dem Hintergrund der zahlreichen Leerstände im Zentrum, z.B. ehem. Trunapassage, und im Außenbereich, z.B. Baywa und nach dem Umzug in den Muna-Park dann auch die Drogerie DM. 
  3. Einsatz der begrenzten Mittel aus Steuergeldern immer mit Fokus auf das, was unsere Zukunft im Wesentlichen bestimmt: Familien, Kinder und Bildung. Digitalisierung an Grundschulen ist dabei ein Irrweg. Für die Entwicklung von Kindern braucht es Menschen, die ihnen unsere im Christentum begründeten Werte vorleben. Eine höhere Männerquote in der Kinderbetreuung und an den Schule wäre auch hilfreich.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

  • Neubaugebiet Stocket beschleunigt angehen 
  • Potentiale von Aufstockungen im Zentrum (Geschoßwohnungsbau) nutzbar machen 
  • Vermittlungsbörse organisieren: Einzeln wohnende Senjoren und wohnungsuchende junge Familien in einer win-win Situation zusammen bringen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Die Klimahysterrie ist die neue Modereligion. Die Parallelen zum mittelalterlichen Ablaßhandel (Buße tun durch Geld bzw. Steuern bezahlen, um sich die Qualen im Fegefeuer zu ersparen bzw. die Welt vor dem Verbrennen zu retten.) sind offensichtlich. Das Handeln der Menschen hat keinen relevanten Anteil auf Wetter und Klima. Bestrebungen, das Weltklima zu beinflussen, zeugen von einer ungeheuren Hybris und dem totaliäteren Anspruch globalistischer Eliten. Wichtig ist Umwelt-, Tier- und nicht zuletzt Menschenschutz. Durch die ausgeprägte Fokussierung auf CO2-Vermeidung gerät echter Umweltschutz ins Hintertreffen. Zudem werden derzeit ideologiegesteuert und mit Methoden aus der Planwirtschaftswerkzeugkiste nur keine bis äußerst geringe CO2-Verringerungserfolge mit unmäßig hohem Aufwand erreicht.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Landwirte sind grundsätzlich unmäßig mit Vorschriften und Bürokratie überlastet. Da, wo es auf kommunaler Ebene Möglichkeiten gibt, unnötige Dokumentationen und Formulare einzusparen und die Anwendung von Bestimmungen lockerer vorzunehmen, wäre das ein guter erster Ansatz. 

 Die Ziele Artenschutz und ein Entgegenwirken bzgl. der dramatischen Abnahme der Gesamtzahl an Vögeln und Insekten in den letzten Jahrzehnten begrüße ich sehr. Wo es leicht geht, unterstütze ich das Anlegen von Grünstreifen und wenn Mahden auf öffentlichen Flächen zu anderen Zeiten Vorteile bringen, ebenso.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Die derzeit größten Probleme und Gefahren sehe weder im Klimawandel noch im Nationalismus oder gar Rassismus, sondern in allen Ausprägungen des Kommunismus und seiner vermeintlichen milderen Form des Sozialismus. Sowohl Lokal-, als auch National- und vor allem den Internationalsozialismus lehne ich kathegorisch und umfassend ab. Der Kulturmarxismus als sein metapolitischer Wegbereiter muss als solcher erkannt und benannt werden.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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