Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Traunreut

18 Fragen an Hans-Peter Dangschat (CSU)

Bürgermeisterkandidat für Traunreut: Hans-Peter Dangschat (CSU).
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Bürgermeisterkandidat für Traunreut: Hans-Peter Dangschat (CSU).

Traunreut - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Traunreut wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Hans-Peter Dangschat (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Hans-Peter Dangschat

2. Partei

CSU / Liste 1

3. Alter

34

4. Wohnort

Traunreut, seit Geburt

5. Geburtsort

Traunstein

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

keine

8. Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Seit 18 Jahren ehrenamtlich kommunalpolitisch engagiert; 2002 Wahl in den Stadtrat; 6 Jahre Feuerwehrreferent, Sportreferent, seit 2014 Zweiter Bürgermeister der Stadt Traunreut

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Alois Glück, seine verbindende und vorausschauende Art habe ich immer bewundert

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Traunreut ist eine ganz besonders vielseitige, lebens- und liebenswerte Stadt. Mit historisch gewachsenen, jahrhundertealten Ortsteilen und einer modernen Innenstadt die Menschen aus vielen Teilen Europas und der Welt eine Heimat bietet. Mit unserem K1, der Theaterfabrik, dem Kunstmuseum DAS MAXIMUM und unserem starken Vereinsleben sind wir der Kulturhotspot in Südostoberbayern. Dank unseren Stadtwerken sind wir Vorreiter beim Klimaschutz, mit dem Fernwärmenetz, regenerativen Energien und einer autarken Energieversorgung unserer Privathaushalte. Wir haben ein wunderschönes Freibad und können großartige Feste feiern.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Als studierter Volljurist, Rechtsanwalt und Zweiter Bürgermeister verfüge ich über das nötige Rüstzeug, die notwendige Erfahrung und den Sachverstand, zur Führung einer Stadtverwaltung. Ich bringe aber auch die Offenheit ins Rathaus, die es braucht, um einen Stadtrat mit 8 Fraktionen zusammenzuführen.

12.  Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Wir haben in den letzten Jahren zu häufig ein Gegeneinander von Bürgermeister und Stadtrat erlebt. Der Bürgermeister hat zu oft seine Rechte betont und versucht, den Stadtrat auf seine Kontrollfunktionen zu reduzieren. Hier braucht es aber eine faire Auslegung der Gemeindeordnung und echte Zusammenarbeit, damit vorausschauend gearbeitet werden kann. Wir brauchen eine gemeinsame und langfristige Planung von Verwaltung und Stadtrat. Eine meiner ersten Amtshandlungen als Bürgermeister wäre, dass ich zu einer gemeinsamen Klausurtagung einlade.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Unsere Bürgerumfrage ergab: Viele Bürgerinnen und Bürger bewerten Traunreut als zu wenig attraktiv. Sie kritisieren die Gestaltung der Innenstadt, empfinden die Verkehrssituation zunehmend als Belastung - denken Sie an die Robert-Bosch-Straße, die Kreuzung St. Georgen oder den Traunring - und zeigen sich unzufrieden mit städtischen Einrichtungen. Hier gibt es also viele Punkte, die angegangen werden müssen, damit die Menschen in Traunreut gut und gerne leben. Wichtig ist für mich dabei immer, die gesamte Stadt mit allen Ortsteilen in den Blick zu nehmen. Wir reden zu häufig nur über die Innenstadt.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

In der Innenstadt liegt mir eine Belebung des Rathausplatzes sehr am Herzen. Ich will deshalb die Frage der Installation von Wasserspielen zurück auf die Tagesordnung bringen. Wir haben damals eine wichtige Chance verpasst. Des Weiteren gilt es, mögliche Konfliktpunkte im Hinblick auf Verkehr neu zu beleuchten und zu bewerten. Wir müssen bei der Ostumfahrung sowie bei der Entlastung von Traunwalchen Gas geben, und auch die Situation an der Kreuzung St. Georgen ist unzureichend. Einen Kreisverkehr vor dem früheren Cityhaus brauchen wir nicht - ich will dieses Thema im neuen Stadtrat erneut behandeln. Ich möchte aber auch den gemeinsamen Neubau von Volkshochschule sowie Stadtbücherei vorantreiben. Dabei ist es mir wichtig, dass dort auch Ausstellungsräume integriert werden und ein Raum der Begegnung für Jugendliche geschaffen wird.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Meine Priorität Nr. 1 ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und vor allem Bauen. Seit sechs Jahren hat Traunreut kein Baugebiet mehr ausgewiesen. Diese Untätigkeit im Rathaus wird womöglich noch in Jahrzehnten ihre Spuren hinterlassen, da unzählige Familien wegen fehlender Möglichkeiten, ein Eigenheim zu errichten, unsere Stadt verlassen und anderenorts eine neue Heimat gefunden haben. Dieses Thema brennt vielen Traunreuterinnen und Traunreutern unter den Nägeln. Wir müssen rasch entscheiden wo unsere Stadt nachhaltig wachsen kann, wo wir nachverdichten können und mögliche Partner zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum an einem Tisch zusammenbringen. Als letztes Mittel will ich, dass unsere Stadtwerke in den Wohnungsbau einsteigen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Das Thema ist ohne jeden Zweifel wichtig. Unsere Aufgabe als Stadt Traunreut muss sein einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Energieneutrale Bauweise von städtischen Gebäuden, Dach- und Fassadenbegrünungen und Nutzung aller Fördermittel zur Verkehrswende sind dabei nur der Anfang.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Bei den Themen Artenvielfalt- und Artenschutz wird zu häufig mit dem Finger auf die Bäuerinnen und Bauern gezeigt. Dieses Thema geht uns jedoch alle an - Bürgerinnen und Bürger und die Kommune. Ich begrüße es, dass die Landwirte dies mit ihren Protesten verdeutlichen und zeigen, dass Menschen hinter der Erzeugung unserer Lebensmittel stehen. Menschen die um ihre Existenzen fürchten. Ich will, dass unsere Stadt einen stärken Betrag zum Natur- und Artenschutz leistet. Mit Blühwiesen auf ungenutzten stätischen Flächen und unseren Grünstreifen. Wir waren früher die Stadt im Grünen und die Verwaltung sollte dieses Leitbild leben.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Es ist Zeit für Neues. Es ist Zeit für eine neue Politik. Wir brauchen ein neues Denken, mehr Mut, neue Ideen und ein echtes Miteinander zwischen Stadtrat, Verwaltung und Bürgern. Ich bin überzeugt, das geht. Ich will die Herausforderungen vor denen unsere Stadt steht mit Verstand, Mut und Zuversicht bewältigen. Deshalb bewerbe ich mich ums Amt des Ersten Bürgermeisters unserer Stadt Traunreut. Ich bitte alle Wählerinnen und Wähler um das Vertrauen und die Unterstützung.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

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