Kräuterbüschlbinden des Inngau-Trachtenverbands

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Rosenheim - Die Brauchtumswarte des Inngau-Trachtenverbands und viele freiwillige Helferinnen und Helfer zeigten auf der Landesgartenschau in Rosenheim lebendiges Brauchtum:

Zum Fest Maria Himmelfahrt wurden an drei Tagen auf verschiedenen Plätzen des Geländes Kräuterbuschen gebunden.

Reiches Brauchtum hat sich um den „Frauentag“ in Bayern bis heute erhalten. Besonders das Binden eines Kräuterbuschens, der während der Messe am Maria Himmelfahrtstag geweiht wird ist sehr weit verbreitet. Von der Sommersonnwende bis Maria Himmelfahrt verläuft die wichtigste Kräutersammelzeit des Jahres. Heilpflanzen, die während dieser Zeitspanne gesammelt werden, übertreffen alle anderen Kräuter an Kraft – mit Ausnahme der Johanniskräuter, die an „Sonnwend“ gepflückt werden. Die Zusammenstellung eines Kräuterbuschens ist sehr unterschiedlich.

Von Region zu Region wird dies verschieden gehandhabt. Früher gehörten zu einem richtigen Kräuterbuschen 77 verschiedene Gräser und Kräuter. Heut begnügen sich viele aber mit sieben Pflanzen. Diese Zahl ist ein Symbol für die sieben Tage der Schöpfung Gottes und die sieben Sakramente, eine alte heilige Zahl. Oft findet man auch die Zahl neun (dreimal drei für die heilige Dreifaltigkeit), zwölf (Zahl der Apostel oder der Stämme Israels) und viele andere heilige Zahlen, die in den Kräuterbuschn verarbeitet werden. All dies erfuhren die sehr interessierten Besucher der Landesgartenschau von den Trachtlerinnen und Trachtlern des Inngau-Trachtenverbands. Die gebundenen Kräuterbüschl fanden viele dankbare Abnehmer und wurden gerne mitgenommen um sie an Maria Himmelfahrt im heimischen Gottesdienst weihen zu lassen.

Pressemeldung Inngau-Trachtenverband

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