Christian Heimerdinger tritt ein letztes Mal an

Kraiburger will es bei der EM in Spanien noch einmal wissen

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Will es noch einmal wissen: Christian Heimerdinger.
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Kraiburg am Inn - Gerade erst ist er Bayerischer Meister im Fitness-Sport "Men‘s Physique" geworden. Nun fährt der Kraiburger "Men‘s Physique"-Athlet Christian Heimerdinger zur Europameisterschaft nach Spanien.

"Gleich morgen, am 1. Mai geht es los nach Santa Susanna", freut sich Christian Heimerdinger im Gespräch mit unserer Redaktion. Die nächsten fünf Tage findet dort dann die Europameisterschaft des Bodybuilding-Verbands International Federation of Bodybuilding & Fitness (IFBB) statt. Es ist in diesem Jahr seine letzte Wettkampf-Saison, das hat er seiner Frau versprochen. Seit fünf Jahren hat er darauf hingearbeitet.

"Schon mit 15 Jahren hatte ich mit dem Fitnesstraining angefangen und war dann später auch Model", erinnert sich Heimerdinger. Er wurde dann auch bayerischer und 2004 auch deutscher Vize-Meister in Wettbewerben. Zwischenzeitlich hatte er sich dann nicht mehr auf Wettbewerben engagiert. Er ist nun Inhaber eines Functional Training Studios in Waldkraiburg. 

"Wollte es noch einmal wissen"

"Aber jetzt, wo ich etwas älter bin, wollte ich es noch einmal wissen", berichtet der 38-Jährige. Der Aufwand war enorm. Er trainiert drei- bis viermal pro Woche mit dem körpereigenen Gewicht und Hilfsmitteln wie Kettlebells, Tubes oder Slingtrainer. "Auch die Ernährung ist enorm wichtig. Am 1. Januar habe ich meine Diät gestartet, bei 97 Kilogramm und nach 16 Wochen mein Wettkampfgewicht von 81 Kilo erreicht."

Qualifiziert hat er sich für den Wettbewerb in Spanien bereits im Vorjahr als Vize bei der deutschen Meisterschaft. Das seine Form stimmt, bewies er zuletzt bei einem weiteren Quali-Wettkampf vor einigen Wochen in Hessen und zuletzt bei der "Bayerischen" in Gersthofen bei Augsburg.

Sieger wird aus zahlreichen Teilnehmern bestimmt

"Angekommen in Spanien geht's dann erstmal zur Registrierung und Einteilung in die Wettkampfklassen", berichtet er. "Dann scheiden in drei Runden aus den anfangs 40 bis 70 Teilnehmern in meiner Klasse immer mehr aus, bis nur noch die besten sechs übrig bleiben." Die Teilnehmer treten dabei auf Bühnen auf und präsentieren den Preisrichtern ihre gestählten Körper. Aus den Top sechs wird dann am Sonntag der Sieger bestimmt. 

Stets an Heimerdingers Seite: Seine Frau Claudia.

"Ich werde auf jeden Fall bis zum Montag in Santa Susanna bleiben", erzählt Heimerdinger. "Meine Familie, darunter auch meine Frau Claudia und meine elfjährige Tochter Jolie, sowie mein kleiner Fanclub, insgesamt acht Leute, kommen am Samstag dazu und bleiben bis Sonntag." Seine Frau ist bei Wettbewerben stets an seiner Seite. Sie streicht ihm die Bräunungsfarbe auf und ölt ihn vor dem Auftritt ein, um den besonderen Glanz zu erreichen. 

Auch weitere erfolgreiche Athleten aus der Region

Heimerdinger ist nicht der einzige Athlet in der Region, der es zu Bekanntheit gebracht hat.  Die Rosenheimerin Franzi Lohberger trat vor zwei Jahren bei der Bikini-Europameisterschaft in Spanien an den Start. Sie sicherte sich einen Platz unter den Top 15. Auch eine weitere Frau, die Traunreuterin Birgit Andersch startete durch, sie holte sich 2016 den Weltmeister-Titel in der Königsklasse "Physique". Große Bekanntheit errang außerdem der Kolbermoorer Strongman Heinz Ollesch.

Quelle: innsalzach24.de

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