Großprojekt im Landkreis Mühldorf 

Spatenstich in Kraiburg für 200-Millionen-Pipeline

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Spatenstich der Erdgasfernleitung "Monaco" (v.l.n.r): Kraiburgs Bürgermeister Herbert Heiml, Rainer Dumke, Geschäftsführer der bayernets GmbH, Staatsministerin Ilse Aigner, der Leiter der Staatskanzlei, Dr. Marcel Huber, und Brigitta Brunner, Regierungspräsidentin von Oberbayern.
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Kraiburg - Zwischen Finsing und Burghausen entsteht eine neue Erdgasleitung. Die bayernets GmbH hat zusammen mit der Bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am 11. Mai den ersten Spatenstich im Markt Kraiburg für den Bau der Erdgasfernleitung "Monaco" gesetzt. 

Weitere Informationen zur "Monaco"-Fernleitung 

Die Ferngasleitung verläuft quer durch Bayern - von der deutsch-österreichischen Landesgrenze in Burghausen nach Finsing bei München. Bis zur geplanten Inbetriebnahme wird das Großprojekt rund 200 Millionen Euro verschlingen. Die "Monaco"-Leitung ist derzeit eine der größten Leitungsbaumaßnahmen der Gaswirtschaft in Deutschland. Die neue Leitung soll den Großraum München mit Erdgas aus dem Salzburger Land versorgen. Auch die Gemeinde Haag ist beispielsweise von den Bauarbeiten betroffen. 

"Für die Versorgungssicherheit in Bayern wird die Leitung eine wichtige Rolle spielen", so die Meinung von Staatsministerin Ilse Aigner nach dem ersten Spatenstich in Kraiburg. Aufgrund der Querung des Innkanals in Kraiburg wurde hier mittig der erste Spatenstich gesetzt, damit die Tunnelbohrung jeweils in beide Richtungen erfolgen kann. 

Aigner weiter: "Zwar kommen wir beim Ausbau der erneuerbaren Energien gut voran. Erdgas als klimaverträglicher und sicherer Energieträger bleibt aber auf absehbare Zeit von besonderer Bedeutung für uns, um die stark schwankenden erneuerbaren Energien auszugleichen."

Mit der Ferngasleitung 'Monaco' setzen wir in Bayern ein deutliches Signal für die Gasversorgung der Zukunft in Deutschland. Zugleich leisten wir einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und zur Versorgungssicherheit in unserem Land“, erklärt Rainer Dumke, Geschäftsführer der bayernets GmbH. 

Die künftige Strecke der Erdgasfernleitung "Monaco" verläuft durch die Landkreise Altötting, Mühldorf am Inn und Erding. 

Gesamtlänge: knapp 90 Kilometer

Die Erdgasfernleitung "Monaco" ist ein aktiver Beitrag zum Erhalt der Versorgungssicherheit für Bayern und Deutschland sowie zur Erhöhung der Flexibilität bei der Gasbedarfsabdeckung im deutschen Erdgastransportnetz. Sie deckt insgesamt den steigenden Transportkapazitätsbedarf an Erdgas in Deutschland und Europa durch Verbindung nationaler und internationaler Transportleitungen nach Westen und Osten. 

Die erdverlegte Pipeline wird im Regierungsbezirk Oberbayern auf einer Gesamtlänge von ca. 87 Kilometern durch die Landkreise Altötting, Mühldorf und Erding führen. Die Rohre besitzen einen Durchmesser von 1,20 Metern und eine Wandstärke von 22 Millimetern. Es gibt insgesamt sechs Streckenabsperrstationen, die jeweils acht bis 15 Kilometer umfassen. Der Umfang der Bauarbeiten geht über Monate hinweg, die Inbetriebnahme ist für Herbst 2018 geplant. 

Pressemitteilung bayernets GmbH/mb

Quelle: innsalzach24.de

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