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„Ich habe ihn geliebt, verehrt, vergöttert“

Krankenschwester bestreitet Mordversuch an Ehemann mit Blutverdünner

Landshut - Eine wegen Mordversuchs an ihrem Ehemann angeklagte Krankenschwester aus Niederbayern hat den Tatvorwurf indirekt bestritten.

Die 65-jährige Krankenschwester aus Altdorf (Landkreis Landshut) soll ihrem Mann laut Anklage über einen längeren Zeitraum Blutverdünnungsmittel verabreicht haben, um ihn zu töten. Als der 66-Jährige im Juni 2015 wegen starker Blutungen in ein Krankenhaus kam, habe die Ärztin sie gefragt, ob ihr Mann Marcumar-Patient sei, weil die Blutgerinnungswerte extrem schlecht seien, sagte die Angeklagte am Mittwoch vor dem Landgericht Landshut. „Ich war erstaunt. Ich wusste nicht, dass er Marcumar-Patient war.“ Die Blutwerte des 66-Jährigen hätten sie überrascht. Das Arzneimittel wird zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mordversuch aus Habgier aus. Um ihren Lebensstil zu sichern, wollte sie demnach an das Erbe des Mannes kommen. Die Krankenschwester berichtete zwar von Streit und gegenseitigen Eifersuchtsszenen, auch eine Trennung stand im Raum. Sie habe sich aber immer um ihren Ehemann gekümmert. „Ich habe ihn geliebt, verehrt, vergöttert. Er war für mich alles.“

Ursprünglich war für den Mittwochvormittag die Aussage des Opfers vorgesehen gewesen. Aus Termingründen musste diese aber verschoben werden. Als der Ehemann dafür wenige Sekunden in den Gerichtssaal kam, brach die Angeklagte mit einem Weinkrampf zusammen. Zu dem konkreten Tatvorwurf wollte sich die Angeklagte erst nach der Aussage des Opfers äußern. Der Prozess wird am 6. Dezember fortgesetzt. Das Urteil wird Ende Dezember erwartet.

dpa

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