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Krawallnacht von Augsburg schockte ganz Bayern

Mutmaßliche Randalierer nur wenige Stunden nach Fahndungsaufruf ermittelt

Krawallnacht Augsburg
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Bei den vier jungen Männern bestehe der Verdacht des „besonders schweren Landfriedensbruchs und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der versuchten gefährlichen Körperverletzung“

Flaschenwürfe, verletzte Polizisten: Bei den Ausschreitungen auf Augsburgs Feiermeile gingen junge Menschen auf die Polizei los. Die fahndet öffentlich nach mehreren Männern - und hat damit Erfolg.

Update, 5. August, 5.59 Uhr - Alle vier Tatverdächtigen ermittelt

Rund anderthalb Monate nach den Ausschreitungen in der Augsburger Innenstadt hat die Polizei einen weiteren Erfolg bei der Fahndung nach mutmaßlichen Krawallmachern verbucht. Vier öffentlich ausgeschriebene junge Männer wurden wenige Stunden nach dem Fahndungsaufruf ermittelt. Einer habe sich selbst bei der Hotline gemeldet, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Bei den vier jungen Männern bestehe der Verdacht des „besonders schweren Landfriedensbruchs und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der versuchten gefährlichen Körperverletzung“. Unklar ist noch, ob die Männer festgenommen werden oder was ihnen für Konsequenzen drohen. Mittlerweile sind damit insgesamt 36 Verdächtige identifiziert. Gegen weitere 26 Unbekannte wird ermittelt.

In der Nacht vom 19. auf den 20. Juni hatten sich etwa 1500 Menschen in der Augsburger Maximilianstraße versammelt, der Feiermeile von Bayerns drittgrößter Stadt. Es kam zu Angriffen auf Rettungsdienste und Polizisten. Laut Polizei wurden aus der Menschenansammlung heraus rund 200 Flaschen geworfen, 15 Polizisten wurden den Angaben zufolge bei dem Einsatz leicht verletzt.

Unter den bekannten Tatverdächtigen sind drei Frauen und 29 Männer im Alter von 15 bis 24 Jahren. Diese sollen in der Krawallnacht an insgesamt 46 Taten beteiligt gewesen sein. Ein 19-Jähriger sitzt seit Ende Juni in Untersuchungshaft.

Erstmeldung, 4. August, 16.09 Uhr - Nach Angriff und Flaschenwürfe auf Polizei und Rettungsdienst: Wer kennt diese Männer?

In der Nacht vom 19. auf den 20. Juni hatten sich etwa 1500 Menschen in der Augsburger Maximilianstraße versammelt, der Feiermeile von Bayerns drittgrößter Stadt. Es kam zu Angriffen auf Rettungsdienste und Polizisten. Laut Polizei wurden aus der Menschenansammlung heraus rund 200 Flaschen geworfen, 15 Polizisten wurden den Angaben zufolge bei dem Einsatz leicht verletzt.

Ganz Bayern zeigte sich schockiert und empört. „Ich bin entsetzt“, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) kurz nach der Krawallnacht. Vergleichbare Ausschreitungen habe es in der 300 000-Einwohner-Stadt nie gegeben. „Wir werden nicht dulden, dass sich so etwas noch einmal wiederholt.“ Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte: „Es gibt keine Entschuldigung für ein derart gewalttätiges Verhalten“.

Bislang 32 Tatverdächtige identifiziert

Laut Ermittlern konnten bislang 32 Tatverdächtige identifiziert werden. Dabei handele es sich um drei Frauen und 29 Männern im Alter von 15 bis 24 Jahren. Des Weiteren soll es sich überwiegend um deutsche Staatsangehörige, aber auch um Menschen mit ungarischer, äthiopischer, bulgarischer, syrischer, polnischer, albanischer, kroatischer sowie türkischer bzw. italienischer Staatsangehörigkeit handeln. Diese mutmaßlichen Täter sollen in der Krawallnacht an insgesamt 46 Taten beteiligt gewesen sein. In diesem Zusammenhang kam es in den vergangenen Wochen auch „zum Vollzug von 18 neuen Durchsuchungsbeschlüssen“, wie die Polizei mitteilte.

Von den Krawallen gibt es gute Videoaufnahmen. Diese wurden nun erneut auch für die Veröffentlichung von Fahndungsbildern genutzt. Denn es wird immer noch gegen rund 30 unbekannte Täter ermittelt.

In vier Fällen soll nun eine Öffentlichkeitsfahndung zur Identifizierung der Tatverdächtigen führen. Bei den vier Männern besteht aktuell der Verdacht des besonders schweren Landfriedensbruchs und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der versuchten gefährlicher Körperverletzung.

mz

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