Bluttat in Oberbayern

Schüler (18) erstochen: In Gemeinde geht die Angst um - Bürgermeister: "War wie im Krieg"

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18-Jähriger mit schwerer Bauchverletzung aufgefunden: Großfahndung nach Tötungsdelikt
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Karlskron/Neuburg-Schrobenhausen - Ein lebensbedrohlich verletzter Mann wurde am Donnerstagabend aufgefunden. In der Nacht erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Update, Samstag 7.42 Uhr: Bürgermeister äußert sich

Wie bekannt wurde, war der 18-jährige Bulgare, welcher am Mittwoch stark blutend auf einer Straße in Karlskron gefunden wurde und anschließend im Krankenhaus starb, Schüler. Die Verunsicherung in der Bevölkerung (4.700 Menschen) ist groß nach der Bluttat. Bürgermeister Stefan Kumpf sagte dem Donaukurier, dass die Menschen sich über WhatsApp davor warnten, das Haus zu verlassen. Beim örtlichen Kindergarten soll es eine Versammlung besorgter Mütter gegeben haben.

Kumpf war selbst in der Tatnacht vor Ort, seine Frau war sogar Ersthelferin. "Das war ein bisschen wie im Krieg", erinnert er sich an die grausige Szenerie.

Update, 15.37 Uhr: Polizei steht vor Rätsel

"Dies ist einer dieser Fälle, wo es schwer fällt Licht ins Dunkel zu bringen", erklärte Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord gegenüber News5. Mittlerweile ist klar, dass es sich bei dem 18-jährigen Opfer um einen jungen Mann mit bulgarischen Familienangehörigen handelt. "Wir brauchen die Hilfe von Dolmetschern, um das Umfeld auszuleuchten und Befragungen durchzuführen. Wir stellen fest, dass die ein oder andere Aussage noch einmal überprüft werden muss, da es hier Unschärfen gibt", ergänzte Kammerer. 

In der Nähe des Tatortes konnte die Polizei auf einem Grünstreifen ein Küchenmesser mit Blutanhaftungen finden. Es könnte sich hierbei wohlmöglich um die Tatwaffe handeln. Seit ein paar Stunden wird das Opfer in München obduziert. "Es bleibt für uns ein Rätsel, wie es zu diesem Tötungsdelikt gekommen ist", schließt Kammerer ab. 

Bluttat in Oberbayern: Polizei sichert Spuren in Karlskron

Update, 14.22 Uhr: Polizei äußert sich zum Vorfall

"Gegen 20.45 Uhr haben Anwohner eine schwer verletzte Person gemeldet. Die Kollegen von vor Ort und der Notarzt haben dort dann eine lebensgefährlich verletzte Person vorgefunden, die sofort reanimiert werden musste. Die Person ist dann leider nach 23 Uhr im Klinikum verstorben", sagte Nadine Hofmann, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, im Gespräch mit News5.  

Hierbei habe es sich um schwere Verletzungen im Bauchbereich gehandelt. Derzeit laufen umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem oder den Tätern. Diese Maßnahmen werden durch einen Polizeihubschrauber und mehreren Diensthundeführern unterstützt. 

Zum Tathergang und den Tatumständen könne man aktuell noch keine gesicherten Angaben tätigen, so Hofmann. "Zur Nationalität des Opfers können wir derzeit noch keine Angaben machen. Nach aktuellem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass keine Gefahr für die Bevölkerung vorliegt", erklärt Hofmann. 

News5/mz

Erstmeldung:

Am Donnerstag (19. September) gegen 20.45 Uhr meldeten Anwohner der Polizei eine schwer verletzte Person in Karlskron (Kreis Neuburg-Schrobenhausen) in der Hauptstraße. 

Vor Ort fanden die Beamten und der hinzugerufene Notarzt einen jungen Mann vor, der stark - insbesondere aus dem Bauch - blutete. Der 18-Jährige befand sich in einen lebensbedrohlichen Zustand und musste reanimiert werden, bevor er ins Klinikum eingeliefert werden konnte. Trotz intensivmedizinischer Behandlung erlag das Opfer kurz vor Mitternacht seinen schweren Verletzungen.

Messerattacke in Karlskron: Junger Mann stirbt

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Auch die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ist eingeschalten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wird von einer Gewalttat ausgegangen. Zur Tathandlung oder zur Tatwaffe konnte die Polizei bisher noch keine gesicherten Erkenntnisse mitteilen. Am Auffindeort war am Abend die Kripo mit der Spurensicherung im Einsatz.

Eventuelle Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Tel. 0841-9343-0, zu melden.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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