Kuriose Weihnachtseinsätze der Polizei

Von beleidigenden Weihnachtsgrüßen, und einer verschwundenen Pute

Weihnachtsessen (Symbolbild).
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Weihnachtsessen (Symbolbild).

Die Polizei in Bayern hatte an Weihnachten mit der Kontrolle der Ausgangssperre alle Hände voll zu tun. Doch auch einige kuriose Einsätze forderten ihre Aufmerksamkeit:

Weißwurst-Frühstück läuft aus dem Ruder - Kollege trennt Streithähne

Weil ein Mann weniger Weißwürste auf seinem Teller hatte als ein Arbeitskollege, ist ein Frühstück in einer Firma im schwäbischen Ichenhausen eskaliert. Wie ein Polizeisprecher am Freitag berichtete, kam es zu der ungleichmäßigen Aufteilung, weil offenbar zwei Weißwürste auf den Boden gefallen waren und deshalb nicht mehr serviert werden konnten.

Der „Weißwurstgeschädigte“, der seiner Meinung nach zu wenig Würstel auf seinem Teller hatte, schlug seinem Arbeitskollegen und Verursacher während des vorweihnachtlichen Essens am Mittwoch daraufhin mehrfach ins Gesicht und auf den Oberkörper. Ein Kollege musste die beiden Streithähne trennen. Das Opfer kam mit leichten Verletzungen davon.

Beleidigende Weihnachtsgrüße rufen Polizei auf den Plan

Weihnachtsgrüße der etwas anderen Art haben einer Frau im schwäbischen Landkreis Ostallgäu Ärger mit der Polizei eingebracht. Im Hausflur eines Mehrfamilienhauses habe sie Weihnachtsgrüße hinter der Scheibe der Wohnungstür aufgehängt, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit.

Für ihre Nachbarn schrieb sie an Heiligabend drei Nachrichten: In der ersten wünschte sie Frohe Weihnachten, die anderen beiden enthielten Beleidigungen. Die Polizisten lösten das Problem in Buchloe mit Klebeband: Die nicht sehr netten Botschaften seien kurzerhand überklebt worden. Die Frau erwartet nun eine Strafanzeige wegen Beleidigung.

Verschwundene Weihnachtspute löst Polizeieinsatz aus

Weil sich der Weihnachtsbraten nicht mehr im Gefrierschrank auffinden ließ, hat ein Paar im oberfränkischen Weißenstadt (Kreis Wunsiedel) am ersten Weihnachtsfeiertag die Polizei gerufen. Die 59 Jahre alte Frau und der Mann hätten sich das Verschwinden nicht erklären können, berichtete ein Polizeisprecher. Schließlich habe sogar der Verdacht bestanden, dass einer der Familienangehörigen den Weihnachtsbraten mitgenommen haben könnte.

Die Polizisten konnten aber vor Ort das Geheimnis um die verschwundene Weihnachtspute schnell lüften: Sie war nicht gestohlen worden, sondern lag in einem anderen Kühlfach und war auch deutlich kleiner als von der Frau zunächst beschrieben. Die Polizei kommentierte den Einsatz mit den Worten: „Ente gut, alles gut“ - auch wenn es eine Pute gewesen sei.

Weihnachtsgeschenk zum zweiten Mal gestohlen - Bargeld weg

Im oberfränkischen Lichtenfels hat die Zustellung eines Weihnachtsgeschenkes zum zweiten Mal in Folge nicht geklappt - ein Dieb ist jeweils schneller gewesen. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, war im vergangenen Jahr bereits ein Geldkuvert aus dem Briefkasten eines Hauses gestohlen worden. In diesem Jahr wollten die Verwandten sichergehen und steckten das Weihnachtsgeschenk persönlich in den Briefkasten ihres Familienangehörigen. Doch erneut sei das Kuvert mit einem zweistelligen Geldbetrag gestohlen worden. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Zeugen.  

mh/dpa

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