Ludwig II.: So wird die Götterdämmerung

München/Chiemsee - Staatsminister Dr. Wolfgang Heubisch und das Haus der Bayerischen Geschichte haben heute erste Details zur Landesausstellung um König Ludwig II. präsentiert!

"Götterdämmerung. König Ludwig II. und seine Zeit"

Neues Schloss Herrenchiemsee

14. Mai bis 16. Oktober 2011

Täglich 9.00 bis 18.00 Uhr

Führungsbuchungen: 08051|6887130

Die Vorbereitungen für die Bayerische Landesausstellung 2011 „Götterdämmerung: König Ludwig II.“ laufen auf Hochtouren. In gut 100 Tagen öffnen sich den Besuchern bisher unverschlossene Türen im Neuen Schloss Herrenchiemsee und geben den Blick frei auf die erste große Ludwig-II-Ausstellung seit 1968. Präsentiert wird sie vom Haus der Bayerischen Geschichte mit seinen Partnern, der Bayerischen Schlösserverwaltung und dem Landkreis Rosenheim: Eine Schau zum populärsten bayerischen Monarchen, die hinter die Klischees rund um den „Märchenkönig“ blickt. Ludwig II. liebte die große Illusion, das große Theater. So wagen wir 2011 in der Landesausstellung eine Neuinszenierung der Figur Ludwig II., seiner Schlossbauten, seiner Zeit und seines Nachlebens als Mythos.

Minister Fahrenschon besichtigt Umbau auf Herrenchiemsee:

Minister Fahrenschon auf Schloss Herrenchiemsee

Königliche Gegenwelten – präsentiert mit modernsten Medien

Ludwigs Lebenszeit ist der Beginn der Moderne, wie wir sie kennen: Massen- und Mediengesellschaft, Massenmobilität (Eisenbahn) und technische Revolutionen (wie Elektrizität und Telefon). König Ludwig II. liebte die Fantasiewelten von Oper und Theater – ein Widerspruch zur fortschreitenden Technisierung in seinem Land?

Keineswegs: Auch König Ludwig II. nutzte die neuesten Errungenschaften von Technik und Industrie, allerdings auf besondere Weise. Ihm dienten die Innovationen dazu, seine Gegenwelten in den Schlössern zu perfektionieren. Die Grotte in Schloss Linderhof war elektrisch erhellt, in Neuschwanstein gab es einen Telefonanschluss und für den Alpsee hatte Ludwig II. eine Seilbahnkonstruktion geplant. Letztere wurde nie realisiert – bis heute. Professor Dr. Gerd Hirzinger (DLR-Institut für Robotik und Mechatronik) erweckt diese für das 19. Jahrhundert noch recht kühne Fantasie zum virtuellen Leben – zu sehen in der Bayerischen Landesausstellung als 3D-Erlebnis.

Mit Stefan und Benjamin Ramírez Pérez hat das Haus der Bayerischen Geschichte die youtube-Generation verpflichtet, die angeregt von den Dekors Ludwigs II. neuartige poetische Räume in heutiger Bildsprache erschaffen. Die Zwillingsbrüder aus Niederbayern sorgten mit dem Clip „what matters to me“ 2008 derart für Furore, dass die Süddeutsche Zeitung sie in einem Porträt bereits mit Walt Disney verglich.

Viele starke Schultern – Engagement der Förderer

Spektakuläre Originalexponate sind in der Bayerischen Landesausstellung 2011 die „Zeitzeugen“ der Modernität Ludwigs II., abgerundet wird die Präsentation innovativen Medieneinsatz. Ermöglicht wurde dies durch das Engagement von Förderern. Gerade im medialen Bereich engagierte sich die bayerische Sparkassenstiftung. Die Förderung durch den Energiekonzern E.ON knüpft an die wirtschaftlichen Innovationen im Bereich der Elektrizität an, die Bayern ab der Regierungszeit Ludwigs II. auszeichneten. Das Engagement des Landkreises Rosenheim bei der Vermarktung, der Umsetzung des Sicherheitskonzepts der Ausstellung und darüber hinaus wurde durch die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling unterstützt.

Last but not least: Mit Dr. Max Edelmann stand dem Haus der Bayerischen Geschichte ein Förderer zur Seite, dessen Vorfahre, der Erfinder und Unternehmer Max Thomas Edelmann von König Ludwig II. 1865 Aufträge erhielt für „Sonnenauf- und Untergang, Mondschein, Regenbogen, elektrisches Licht, Donner, Blitz, Wind- und Wasserrausch Maschine“.

Kulturelles Begleitprogramm im „Ludwig-Jahr“

Als Partner der Landesausstellung organisiert der Landkreis Rosenheim das kulturelle Begleitprogramm, das von Mai bis Oktober im Landkreis Rosenheim (und darüber hinaus) das „Ludwig-Jahr“ abrundet. In einer hochwertig gestalteten Broschüre sind Musikfestspiele, Theateraufführungen, Führungen und viele weitere versammelt, die sich dem Thema „Ludwig II.“ widmen. Klaus Jörg Schönmetzler, Kulturreferent des Landkreises Rosenheim, gibt bereits vor Erscheinen des Begleitprogrammes eine erste Vorschau auf die zu erwartenden Highlights.

So beteiligt sich der Landkreis Rosenheim

Landrat Josef Neiderhell war von Anfang an überzeugt von der Idee der Ausstellung und hat viel dazu beigetragen, sie in den Landkreis Rosenheim zu holen: „Die Ludwig-Schau ist ein entscheidender Faktor für unseren Kultur-, Wirtschafts- und Tourismusstandort. Der Landkreis Rosenheim bietet mit dieser modernen und aufwändig multimedial gestalteten Ausstellung ein Highlight für alle seine Bürger und Gäste. Schloss Herrenchiemsee gehört zu den ganz wichtigen Sehenswürdigkeiten nicht nur in Bayern, sondern auch in Deutschland und Europa. Die Bayerische Landesausstellung wird die Anziehungskraft noch verstärken. Nicht zuletzt bringen wir unseren Schülern bayerische Geschichte nahe und werden dafür sorgen, dass möglichst viele Schulklassen die wirklich spannende Inszenierung auf Herrenchiemsee miterleben können.“

Zudem haben viele Unternehmen und Veranstalter der Region bereits Ideen entwickelt, wie sie die große Ausstellung zum 125. Todestag des „Märchenkönigs“ begleiten können. So stehen die Herrenchiemsee-Festspiele vom 12. bis 24. Juli unter dem Motto „Zurück zur Zukunft – Eine Hommage an Ludwig II.“ und stellen Komponisten und Werke aus der Zeit des Märchenkönigs in den Mittelpunkt ihres Programms. Historische Verbindungen der Familie von Crailsheim zur Geschichte Ludwig II. sind Anlass für zwei Veranstaltungen auf Schloss Amerang. Der Kabarettist Helmut Schleich und die Truppe von „Gamsbart ahoi“ präsentieren im Juni auf Schloss Herrenchiemsee ein königliches Kabarett-Programm „Ludwig IV. – Ein echter König geht nicht unter“.

Auch viele Führungen und kulinarische Überraschungen wird es anlässlich der Bayerischen Landesausstellung geben. In Prien etwa können Gäste bei einer Führung unter dem Titel „Hofstaat“ schon vor der Überfahrt nach Herrenchiemsee ihre Zeitreise zu König Ludwig II. beginnen und sich von einem Führer im historischen Gewand informieren und begleiten lassen. Geplant ist auch eine nächtliche Wanderung über die Herreninsel. Mit Lesungen aus Originalbriefen bei Kerzenschein folgt die Führung „Mondkönig – Märchenkönig“ den Spuren des menschenscheuen Monarchen.

Und nicht zuletzt hat die Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling eine Sondermünze aufgelegt. Sie zeigt ein Portrait von Ludwig II. und die Jungfrau Maria mit Jesuskind als Patrona Bavariae. Die Münze wurde zu Lebzeiten Ludwigs II. das letzte Mal im Original geprägt und nun als Replik neu aufgelegt. Es war die letzte bayerische Münzprägung vor Einführung der Reichsmark.

Silbermünze zu Ehren König Ludwigs II.

Silbermünze zu Ehren König Ludwigs II.

Landrat Josef Neiderhell begrüßt die vielen kreativen Ideen: „Die Bayerische Landes- ausstellung wird eines der größten kulturellen und touristischen Ereignisse des Jahres. Wir freuen uns, wenn möglichst viele Bürger, Veranstalter und Unternehmer unsere Begeisterung für das Projekt teilen und eigene Ideen entwickeln.“ Begleit- Veranstaltungen zur Landesausstellung werden in der exklusiven Broschüre aufgelistet, die das Landratsamt herausgeben wird.

Pressemitteilung Haus der Bayerischen Geschichte

Rubriklistenbild: © Veranstalter

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser