Nach LGS-Ende: Dämme frei im November

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Aus der "Gervais-Brücke" wurde die "Geranien-Brücke". Ob die Brücke weiterhin so geschmückt wird, steht noch nicht fest: "Alles eine Kostenfrage." Foto bi

Rosenheim - Die Stadt will das Gelände der Landesgartenschau  so rasch wie möglich wieder freigeben. Anfang November sollen sich Radfahrer und Spaziergänger dann wieder auf den beliebten Dammwegen bewegen können.

Letzter Landesgartenschautag ist der 3. Oktober. In einer Pressekonferenz sprach Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl am Dienstag von einer "Rosenheimer Sonderkonjunktur", ausgelöst durch die Landesgartenschau. Einzelhandel, Hotellerie und vor allem die Gastronomen hätten deutlich profitiert. Dass der Rundweg durch die Innenstadt führt, war zwar aus der Not geboren - mit 13 Hektar ist das Rosenheimer Landesgartenschaugelände eher klein. Doch die Besucher reagierten positiv und nahmen gern die Gelegenheit wahr, auch die Gewürzausstellung im Lokschuppen zu besuchen, bei schlechtem Wetter einkaufen zu gehen und Gaststätten zu besuchen.

Von teilweise zweistelligen Steigerungsraten für die Hotels berichtete Peter Lutz als Leiter der Veranstaltungs- und Kongress GmbH. Ein Beherbergungsbetrieb, der geschickt mit der Landesgartenschau warb, konnte damit allein im ersten Halbjahr 2000 Gäste locken. Es gab Tage, da war in Rosenheim kein Zimmer mehr frei, und selbst in der näheren Umgebung waren keine Gruppen mehr unterzubringen. Die Tourist-Information musste Mitte Juli Übernachtungsgäste sogar nach Österreich schicken.

"Das Konzept ist aufgegangen", freute sich auch Baudezernent Helmut Cybulska, Prokurist der Landesgartenschau-Gesellschaft. Zwölf Millionen Euro wurden baulich investiert, 6,1 Millionen flossen als staatliche oder EU-Zuschüsse nach Rosenheim. Für die halbjährige Veranstaltung selbst hat die Stadt ein Defizit von rund 1,5 Millionen Euro einkalkuliert. Sollte in den nächsten knapp zwei Wochen die Besucherzahl noch die Millionengrenze überspringen - bisher wurden rund 920.000 Besucher gezählt - schrumpft das Defizit entsprechend. Die stärksten Besuchertage waren bisher der Muttertag, der Tag des Erntedankfestes und der Tag des Drachenbootrennens mit jeweils rund 15.000 Menschen.

200.000 Euro extra hat die Stadt investiert, um die Rasenflächen im Mangfallpark Süd robust zu gestalten, für spätere Sport- und Freizeitnutzungen aller Art. Ein Bolzplatz soll aber nicht entstehen. "Wir wollen keine einseitige Festlegung, sondern eine Erholungsfläche, die allen zur Verfügung steht", erklärte Cybulska.

Ob Grillplätze gebaut werden, darüber werde man noch beraten. Und auch der Wunsch vieler Rosenheimer, die Gervais-Brücke über die Mangfall als "Geranienbrücke" zu erhalten, werde in die Beratungen einfließen: "Wir wissen, dass der Blumenschmuck sehr bewundert wurde. Die Stadtgärtnerei kann dieses Bild sicher erhalten. Aber es ist alles eine Kostenfrage."

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