Landesgartenschau im Lot

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Rosenheim - Gute Bilanz nach der LGS: Die Stadt hat den Kostenrahmen für die Landesgartenschau nicht nur eingehalten, sondern sogar leicht unterschritten.

Um Rosenheim für die Gäste der Landesgartenschau vorzeigbar zu machen, Bausünden zu tilgen, ein vernachlässigtes Stadtviertel, die Altstadt Ost, aufzuwerten und das Gelände der Gartenschau zu gestalten, wurden rund 15 Millionen Euro investiert. Die Kosten liegen damit um 600.000 Euro unter dem Ansatz.

Manche Maßnahmen waren billiger, manche teurer, manche Vorhaben wurden nicht umgesetzt, andere sind hinzugekommen. Deshalb ist ein Vergleich mit dem Kostenansatz von 2007 mit einem Umfang von 16,31 Millionen Euro nicht 1:1 möglich. Es gab Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt und über die Landesgartenschauförderung. Von 15,07 Millionen Euro muss die Stadt selbst 10,01 Millionen Euro bezahlen. Insgesamt ist die Rechnung aufgegangen.

Zu den wichtigsten Maßnahmen, um das Gelände für die Landesgartenschau gestalten zu können, gehörten die Verlagerungen des Bauhofs und des Hubschrauberlandesplatzes. Zwar musste die Stadt für das Grundstück am neuen Standort in Westerndorf St. Peter mehr bezahlen als zunächst angenommen. Auf der anderen Seite waren die Kosten beim Abbruch des alten Bauhofs niedriger. Die Maßnahme belastete den Haushalt mit vier Millionen Euro.

Die Kosten für die Neugestaltung der Hammerbachwiese liegen mit 4,35 Millionen Euro um rund 500.000 Euro über dem Voranschlag. Darin enthalten sind Kosten für den Staudengarten an der Schönfeldstraße, der Promenaden- und der Mangfallsteg, die Innterrassen mit dem Innbalkon, die Bachgärten am Hammerbach, der Mangfallpark Nord, Sitzbänke und die Kletterskulptur.

In die Neuanlage der Nicklwiese sind mit knapp drei Millionen Euro rund 400.000 Euro mehr geflossen als veranschlagt. Als Ergänzung der Kinderkajakstrecke wurde dort als Projekt der Berufsschule Bad Aibling ein Bootshaus mit öffentlicher Toilette errichtet. Diese Toilette war ursprünglich in einem Café oder Kiosk auf der Innterrasse vorgesehen. Weder das eine noch das andere werden umgesetzt. Es hätten sich, so hieß mehrfach von der Stadt, keine Betreiber gefunden.

Auf dem ehemaligen Schlachthof/Maroxgelände wurde der Mühlbach freigelegt und nach Osten geschoben, um das verbleibende Baugrundstück besser ausnutzen zu können. Das sollte rund 2,2 Millionen Euro kosten, der aktuelle Kostenstand liegt bei 2,3 Millionen.

Nicht verwirklicht wurde die Skateranlage am Eisstadtion. Sie wäre so klein ausgefallen, dass der Kostenaufwand von knapp 400.000 Euro in keiner Relation dazu stand.

Der Aufwand für die Arbeiten am Innspitz umfasste 1,9 Millionen Euro. Der dortige Turm wird verkauft.

Nicht enthalten, weil später extra geplant und nicht in direktem Zusammenhang mit der Landesgartenschau zu sehen, ist die sogenannte Mangfallbrücke 3, der Steg zwischen Innstraße und Innsbrucker Straße. Er kostete 1,36 Millionen Euro und damit rund 300.000 Euro mehr als veranschlagt (wir berichteten). "Mit Schrecken", so räumt Baudezernent Helmut Cybulska ein, habe man die Schlussrechnung in Empfang genommen und sich deshalb mit dem Kommunalen Prüfungsverband zusammengesetzt: "Es wäre sonst noch teurer geworden." Der Stadtrat hatte dem Bau des Stegs ohne Gegenstimme zugestimmt. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer hatte zuvor Skeptiker aus allen Fraktionen von der Notwendigkeit des Stegs überzeugt, von der SPD bis zu den Republikanern, aber auch aus den eigenen CSU-Reihen.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Rubriklistenbild: © dpa

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