Keine Hinweise auf Übertragung des Virus durch Blut

Blutspenden in Corona-Krise? "Es gibt Welle der Hilfsbereitschaft"

Landkreis Altötting – Täglich werden allein in Bayern 2.000 Blutspenden benötigt. Doch aufgrund der Corona-Pandemie und der Ausgangsbeschränkung verzeichnete der Blutspendedienst einen deutlichen Rückgang.

„Wir hatten seit Ausbruch der Corona-Krise einen deutlichen Rückgang bei den Blutspenden. Die letzten zwei Wochen waren allerdings sehr gut“, berichtet Patric Nohe, Pressesprecher Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes, gegenüber innsalzach24.de. Auch viele Erstspender sind einem Aufruf zum Blutspenden gefolgt.


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Es sei derzeit sicherlich eine größere Überwindung das Haus zu verlassen. „Aber in den vergangenen Wochen hat man die Welle der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung gesehen“, freut sich Nohe über die Solidarität. Denn: Es gibt keine künstliche Alternative zu Blutspenden. Ohne Blutspenden ist die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht gesichert.

Aufgrund der geringen Haltbarkeit von 42 Tagen sei ein kontinuierliches Engagement allerdings unabdingbar. „Der aktuelle Bedarf ist gedeckt. Es ist aber wichtig auch in den nächsten Wochen und Monaten zum Blutspenden zu gehen“, erläutert Nohe. Entscheidend für die Sicherung der bayernweiten Versorgung sei also, dass die stattfindenden Blutspendetermine ausreichend gut besucht werden.


"Kein erhöhtes Ansteckungsrisiko" beim Blutspenden

"Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es derzeit keinerlei Hinweise", so Manfred Barth, Pressesprecher Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Altötting.

Blutspendetermine fallen nicht unter die Ausgangsbeschränkungen bzw. das Veranstaltungsverbot. Dort herrsche laut Nohe auch kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Helfer.

Zudem gebe es derzeit noch keine Hinweise für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte. "Grundsätzlich ist der Gedanke zur Testung auf Antikörper als Hinweis auf eine abgelaufene Infektion natürlich sinnvoll. Aktuell weisen aber die verfügbaren Teste noch schlechte Spezifitäten auf. Das heißt, dass ein reaktiver Antikörpertest auch falsch positiv sein kann und in Folge fälschlicherweise auf eine Immunität geschlossen wird", berichtet Manfred Barth, Pressesprecher Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Altötting, gegenüber innsalzach24.de. Die Entwicklung dieser Screening-Teste laufe aktuell mit Hochdruck.

Schutzmaßnahmen für alle Beteiligten

Zum Schutz für die Spender, ehrenamtlichen Helfer und Mitarbeiter werden bei den Blutspendeterminen zusätzliche Maßnahmen umgesetzt: "Es erfolgt eine vorsorgliche Temperaturmessung bei allen Spendern bereits vor der Registrierung. Ganz wichtig: die eigene Hygiene. Auf allen Terminen gibt es die Möglichkeit zum Händewaschen und es stehen Desinfektionsmittel zur Verfügung", erklärt Barth.

Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des Blutspendedienstes seien zudem mit sogenannten FFP1-Masken ausgestattet. Und die Blutspender werden gebeten, ihren eigenen, gut lesbar schwarz schreibenden Kugelschreiber mitzubringen.Weitere Maßnahmen und alle Information rund ums Thema Blutspenden und Coronavirus findet ihr auf der Sonderseite des Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes.

Wer darf zum Blutspenden? Wer nicht?

Doch wer kann Blut spenden? „Generell alle, die sich gesund und fit fühlen. Sollten jedoch kleinere Symptome bemerkbar sein, egal ob es nur ein kleiner Schnupfen ist, dann lieber daheim bleiben“, so Nohe. Zudem gibt es aufgrund der Corona-Pandemie weitere Einschränkungen. 

"Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen, wie Halskratzen, Schüttelfrost, Husten oder Kurzatmigkeit sowie einer Körpertemperatur von 37,5 Grad oder höher werden von einer Blutspende ausgeschlossen. Gleiches gilt für R ückkehrer aus Risikogebieten und Menschen mit direktem Kontakt zu Coronavirus (SARS-CoV-2)-Erkrankten, auch diese sollten nicht zur Spende gehen", ergänzt Barth. Personen, die am Coronavirus erkrankt sind, müssen für 2 Monate nach Ausheilung von der Blutspende zurückgestellt werden.

Termine in der Region:

  • 3. April in Haag 
  • 6./7. April in Traunstein 
  • 9. April in Neumarkt St. Veit 
  • 16. April in Seeon-Seebruck 
  • 22. April in Palling 
  • 23. April in Teisendorf 
  • 29./30. April in Bad Reichenhall 

Alle Termine findet ihr auch auf der Übersichtsseite des Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes.

jz

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance (Symbolbild) /BRK Kreisverband Altötting (Montage)

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