Wasserwacht Töging-Winhöring

Auto im Innkanal "verloren"? So wird es gefunden

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Landkreis Altötting – Es ist eine circa 15 Meter lange Kette. In regelmäßigen Abständen hängen Gewichte dran. Alles zusammen bringt um die 30 Kilo auf die Waage und dafür wird es benutzt:

Einmal im Monat ist Übungs-Nachmittag bei der Wasserwacht Töging-Winhöring. Dann wird geübt, was im Fall des Falles Leben retten kann aber nicht nur. Die Wasserwacht Töging-Winhöring kann noch mehr: Autos finden, zum Beispiel. Gut, kommt selten vor, dass man seins verliert aber wenn, dann können es die Wasserwachtler finden und Taucher im fließenden Gewässer wie dem Innkanal genau dort hinführen. Was sie dazu brauchen: Die Kanalkette, rechts und links noch ein Zugseil und ein Paar Leute, die ziehen.

Je ein Trupp auf jeder Seite des Innkanals zieht die Kanalkette weiter bis sie sich verhakt.

So funktioniert die Kanalkette:

Die Kanalkette wurde speziell für Einsätze am Innkanal konstruiert", heißt es in der Beschreibung der Wasserwacht Töging-Winhöring. "Eine Kette mit mehreren rollbaren Grundgewichten wird durch zwei Trupps, die auf beiden Kanalseiten mitgehen, über den Grund des Innkanals gezogen. Größere Gegenstände, wie etwa PKWs oder auch Motorräder können damit lokalisiert werden.". Bleibt eigentlich nur eine Frage: Wer "verliert" sein Auto oder Motorrad im Innkanal? Darauf werden aber wohl nur Ermittlungsbehörden und Versicherungen eine Antwort geben können.

Der große Vorteil der Kanalkette:

Ein Auto könne man freilich auch mit dem Sonarboot lokalisieren, erklärt Martin Wiedenmannott von der Wasserwacht Töging-Winhöring auf Nachfrage von innsalzach24.de. Der große Vorteil der Kanalkette ist, dass Taucher über die Zugseile direkt zum „verlorenen“ Auto kommen. Das sei in einem fließenden Gewässer wie dem Innkanal gar nicht so einfach ohne Führung. Die Kette fängt das Objekt unter Wasser quasi ein und über die Zugseile rechts und links gehen die Bergungsarbeiten schneller voran.

Mit Hilfe der Kanalkette kommen Taucher schneller ans Ziel unter Wasser.

Die Übung wurde zum Einsatz

Aus der Übung wurde überraschend ein Einsatz“, schreibt die Wasserwacht Töging-Winhöring auf ihrer Facebookseite: „Auf Höhe Flusskilometer 18,7 verhängte sich die Suchkette am Grund. Eine Überprüfung mit dem Sonarboot ergab kein aussagekräftiges Bild. Nachdem einige Öltropfen beobachtet werden konnten, die an die Wasseroberfläche stiegen, meldete der Einsatzleiter über die Integrierte Leitstelle einen Taucheinsatz an. Zwei Rettungstaucher begutachteten die Stelle, konnten aber keine Feststellungen machen. Ob sich die Suchkette anderweitig verhakte oder ob ein evtl. vorhandenes Fundstück weitergetrieben wurde, bleibt unklar.“

rw/Wasserwacht Töging-Winhöring

Quelle: innsalzach24.de

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