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20 Prozent Förderung durch Sonderfonds

Altöttinger Stadtrat stimmt Rahmenplanung zu - Innenstadt lebendiger gestalten

Dipl.-Ing. Hans-Peter Dürsch konnte alle Stadträte davon überzeugen, dass eine kohärente Planung für die Altöttinger Innenstadt nötig ist.
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Dipl.-Ing. Hans-Peter Dürsch konnte alle Stadträte davon überzeugen, dass eine kohärente Planung für die Altöttinger Innenstadt nötig ist.

Der Altöttinger Stadtrat beschloss in seiner letzten Sitzung einstimmig die Erstellung einer Rahmenplanung für eine lebendige Innenstadt.

Altötting - Von dem mit 180.000 Euro veranschlagten Projekt wird die Städtebauförderung des Freistaats voraussichtlich 60 Prozent tragen und weitere 20 Prozent sollen aus dem ebenfalls von der Staatsregierung aufgelegten Sonderfonds „Innenstädte beleben“ kommen.

Stadtplaner Hans-Peter Dürsch stellte den Stadträten nicht nur die Themenschwerpunkte des neuen Rahmenplans vor, sondern wurde auch gleich damit beauftragt, Förderanträge einzureichen und nötige Arbeiten in Auftrag zu geben. Der Ingenieur war vor gut 10 Jahren auch an der Neugestaltung der Bahnhofstraße (Plus-Artikel) beteiligt gewesen, bei der seither nur noch mehrfach geringfügig nachgebessert werden musste.

„Wir haben jetzt eine völlig andere Situation als damals“, erklärte der Fachmann mit Blick auf die aktuellen Planungen. So hätten sich beispielsweise in dem vor mehr als 10 Jahren eingereichten Fördergebiet inzwischen Eigentumsverhältnisse in zentralen Lagen verändert und auch kirchlicher Grundbesitz, der vor 10 Jahren noch nicht zur Diskussion stand, könne nun überplant werden: „Das sind viele Hektar bisher unversiegelter Flächen, die sonst wohl einfach zugebaut werden. Angesichts der jüngsten Hochwasserkatastrophe ist klar, dass man gut planen sollte!“, so Hans-Peter Dürsch.

In einem ersten Schritt will der Stadtplaner aber auch erreichen, dass das 2009 von der Regierung genehmigte Fördergebiet nochmals erweitert wird. Die Planungen sollen demzufolge künftig auch die Friedhöfe und eine Grünfläche an der Stinglhamer Straße, das Gebiet rund um die Grund- und Mittelschule an der Burghauser Straße sowie ein Gebiet zwischen der Fabrikstraße und der Bahnlinie Altötting-Mühldorf umfassen.

Ziel sei es, das gesamte Gebiet dann auf Freiräume für Wohnen in einem guten sozialen und ökologischen Klima hin zu untersuchen. Dabei sollte das Wohnen bedarfsgerecht und barrierefrei möglich sein und die Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs möglichst einfach gestaltet werden. Auch die Infrastruktur müsse auf ihre Zukunftsfähigkeit hin überprüft werden und nicht zuletzt solle es den Bürgern weiter vereinfacht werden, sich in der Altöttinger Innenstadt umweltfreundlich zu bewegen.

Nicht nur der Eigentümerwechsel beim Hotel Post, sondern auch eine andere Lage bei kirchlichen Grundstücken verändern die Planungsmöglichkeiten in der Altöttinger Innenstadt.

Die Stadt Altötting soll mit ihrem Bauhof dazu viel in Eigenleistung beitragen. „Rund 80 Prozent der beim Sonderfonds eingereichten Anträge hatten Erfolg“, erklärte der im Rathaus für Bauleitplanungen zuständige Peter Laske. Trotz des erwarteten hohen Anteils an Zuschüssen durch den Freistaat, rechne man dennoch mit einigen Kosten, weshalb „ein Grundsatzbeschluss für uns in der Stadtverwaltung wichtig“ sei. Nach der Beschlussvorlage würde sich der Eigenanteil der Kreisstadt an dem Projekt auf lediglich 36.000 Euro belaufen.

Zweifel daran äußerte Albert Pollety (CSU), der Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses. Er wollte daher wissen, warum Hans-Peter Dürsch weitere Spezialbüros einbeziehen wolle. „Neue Flächen werden nur einmal bebaut“, so der Experte. Dabei müsse man beispielsweise darauf achten, dass es keine großflächige Versiegelung gibt, es müssten Erhebungen zum Verkehrsaufkommen und den Verkehrsachsen gemacht werden und auch bei den Vergaben gäbe es Fallstricke zu beachten. Konrad Heuwieser, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler machte die Zustimmung seiner Fraktion davon abhängig, dass die Förderzusagen prozentual gelten müssten.

Marcel Seehuber (Die Liste) wollte sicher sein, dass der Stadtrat auch weiterhin in der Detailplanung eingebunden bleibt. Einzig Stadtrat Günter Vogl (AfD) verwies unter anderem auf den bereits bestehenden Hochwasserschutz und zeigte sich zunächst skeptisch gegenüber dem „Zahlenwerk“ von Ingenieur Hans-Peter Dürsch: „Altötting wird das Klima nicht ändern!“, so Vogls Meinung. Dass aber das Mikroklima wohl steuerbar sei, betonte hingegen Bürgermeister Stephan Antwerpen (CSU) und schließlich ginge es um die Weiterentwicklung der Innenstadt. Gegen den Beschluss gab es am Ende der Diskussion keine Einwände mehr.

pbj

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