Um Einsatzkräfte zu schützen

Tragisches Ende der Kuh-Hatz in Burghausen: Mehrere Tiere erschossen

Kuh attackiert Einsatzleitung
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Kuh attackiert Einsatzleitung: Es ist dem Glück zu verdanken, dass noch niemand von den aggressiven Tieren verletzt wurde.

Burghausen - Mehrere ausgebüxte Kühe sorgen seit Freitagvormittag für einen Großeinsatz in Burghausen. Am Nachmittag musste die Schussfreigabe erteilt werden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine entlaufene Kuhherde von 15 Tieren sorgt für einen Großeinsatz in Burghausen.
  • Die Kühe waren zunächst auf der B20 und dem an diese angrenzenden Stadtgebiet unterwegs.
  • Mehrere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei versuchten, die Tiere wieder einzufangen, was bei zwei Kühen gelang.
  • Da sich die unter extremem Stress stehenden Tiere zusehends aggressiv zeigten und eine Gefährdung für Menschen vorlag, musste eine Schussfreigabe erteilt werden. Eines der Tiere wurden bereits getötet.

Update, 20.35 Uhr - Polizei muss Kuh erlegen

Über den ganzen Nachmittag hinweg wurde versucht, zusammen mit dem Veterinäramt, dem Besitzer und einem speziell auf Betäubung ausgebildeten Tierarzt, die Tiere einzufangen. Mehrere Kühe konnten im Wald durch Einsatzkräfte lokalisiert und durch den Tierarzt betäubt werden.

Die Tiere wurden vom Besitzer übernommen und sind mittlerweile auch wieder auf der Weide. Leider konnte diese Betäubung nicht bei allen Tieren umgesetzt werden. Mehrere Kühe mussten aufgrund ihrer Aggressivität und daraus resultierender Gefahr für die Einsatzkräfte, für den Fahrzeugverkehr, aber auch für Radfahrer oder Passanten in Einvernehmen mit dem Landratsamt Altötting erschossen werden.

Insgesamt versuchten 148 Einsatzkräfte von Feuerwehr, BRK und Polizei bis 19.30 Uhr, die Tiere zu retten.

Pressemeldung Polizei Burghausen

Update, 14.54 Uhr - Kühe flohen bei Hofarbeiten - ein Tier erlegt

Pressemitteilung im Wortlaut:

In den späten Vormittagsstunden des 30. April flohen 15 Kühe bei Hofarbeiten von einem landwirtschaftlichen Anwesen in der Nähe der „Burghauser Wegscheid“ - im Volksmund auch „Krake“ genannt.

Die Kühe waren auch im Stadtgebiet unterwegs - auf dem Bild ist die Herde vor der Polizeiinspektion zu sehen.

Die verängstigten Tiere bahnten sich zunächst ihren Weg als Herde über die B20 bis vor das Gebäude der Burghauser Polizei.

Um eine Gefährdung der Innenstadt abzuwenden, wurden die Tiere zurückgedrängt. Anschließend verteilten sich die Tiere zwischen der Burghauser Stadtgrenze, dem Alzkanal, der Wegscheid und der angrenzenden Staatsstraße 2108.

Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen

Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen
Mehrere Kühe ausgebüxt - Bilder vom Einsatz in Burghausen © fib

Die hinzugerufenen Feuerwehren aus Burghausen, Raitenhaslach Emmerting, Haiming, Mehring und Piesing unterstützten bei der dringend notwendigen Verkehrsregelung, sowie beim Treiben der Tiere.

Zeitweise musste insbesondere die B20 für den Verkehr gesperrt werden, um ein Aufeinandertreffen der Tiere mit Fahrzeugen auf der Bundesstraße zu verhindern.

Aktuell wird noch versucht, die Tiere auf bereitgestellte Tiertransporter zu laden, was sich jedoch äußerst schwierig gestaltet. Hierbei werden die Einsatzkräfte vom Tierbesitzer unterstützt.

Da die Kühe aufgrund der Stresssituation teilweise aggressiv reagierten, wurden zwei Polizeibeamte mit Gewehren positioniert - insbesondere um jegliche Gefährdung für die Feuerwehr- und Polizeikräfte sowie den Fahrzeugverkehr zu minimieren.

Bislang musste ein Tier erlegt werden. Es bleibt zu hoffen, dass diese „Ultima Ratio“-Maßnahme ein Einzelfall bleibt.

Das Veterinäramt des Landratsamtes Altötting übernahm die tierärztliche Einschätzung vor Ort und stellte auch geeignetes Personal mit einem Betäubungsgewehr zur Verfügung.

Aufgrund der nötigen Kurzdistanz, konnte das Betäubungsgewehr bislang nicht zum Einsatz kommen.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Burghausen

Update, 14.10 Uhr - Schussfreigabe für Polizei und Jäger

Wie Markus Szehr, Pressesprecher der Feuerwehr Burghausen auf Nachfrage von innsalzach24.de bekannt gibt, musste nun eine Schussfreigabe erteilt werden. Die Kühe seien „massiv gestresst“, verhielten sich außerordentlich aggressiv und seien kaum zu bändigen. Die Einsatzkräfte hätten mehrfach versucht, die Tiere einzufangen - allerdings zumeist ohne Erfolg. „Es ist dem puren Glück zu verdanken, dass bisher noch niemand schlimmer verletzt wurde“, so Szehr. Allerdings hätte ein Helfer bei dem Versuch, ein Tier einzufangen, leichte Verletzungen erlitten.

Das Gebiet wurde nun großräumig abgesperrt, um freies Schussfeld für die Polizei und Jäger zu gewährleisten und keine Personen zu gefährden. Eine Kuh wurde bereits erlegt, zwei weitere konnten eingefangen werden.

Die verbliebene Herde befinde sich derzeit in dem Waldstück bei der B20. Um sie ausfindig zu machen, wird eine Drohne eingesetzt. Wie gefährlich die Situation für die Einsatzkräfte ist, zeigt auch ein Vorfall, von dem Szehr zu berichten weiß: So sei eine der Kühe unvermittelt aus dem Wald gestürmt, direkt auf den Einsatzleitwagen und die Einsatzleitung zu. Diese hätte sich zwar im letzten Moment in Sicherheit bringen können, der Einsatzleitwagen wurde jedoch von dem Tier beschädigt.

Im Einsatz befinden sich derzeit etwa 200 Kräfte der Feuerwehr Burghausen und umliegender Gemeinden, überdies mehrere Polizeistreifen und Jäger.

Update, 13.11 Uhr - Rinder nach wie vor auf der „Flucht“

„Die Lage ist nach wie vor unverändert“, wie die Polizeiinspektion Burghausen gegenüber innsalzach24.de bekannt gibt. Nach wie vor befinden sich mehrere der Tiere auf der „Flucht“. Straßen sind keine gesperrt - aber in dem Bereich ist nach wie vor mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Update, 11.04 Uhr - Mehrere Kühe im Stadtgebiet unterwegs

Nach wie vor halten mehrere Kühe zur Zeit die Einsatzkräfte in Burghausen auf Trab. Zunächst wurden diese gegen 9.45 Uhr alarmiert, dass eine Herde auf der B20 stehe. Wie sich herausstellen sollte, waren manche der Tiere aber auch bereits im Stadtgebiet unterwegs - und zwar im Bereich zwischen der B20 und dem Trimm-dich-Pfad. Nach wie vor sind Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und insgesamt sieben Polizeistreifen damit beschäftigt, die Tiere wieder einzufangen.

Erstmeldung:

Mehrere Rinder stehen derzeit auf der B20. Wie die Polizei auf Nachfrage erklärt, kommt es deshalb auf der Straße in beiden Fahrtrichtungen zu massiven Verkehrsbehinderungen. Derzeit ist es nur möglich, die Stelle in Schrittgeschwindigkeit zu passieren. Die Einsatzkräfte sind bereits vor Ort und versuchen, die Tiere wieder einzufangen.

Nähere Informationen liegen derzeit noch nicht vor.

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