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Drama vor Wohnhaus in der Nacht auf Montag

Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

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Media-Saturn-Holding kündigt Alleingang an

Kein 2G mehr im Elektrohandel in Rosenheim, Mühldorf, Burghausen und Traunreut? Der Vor-Ort-Check

Unverändert gilt 2G als Zugangsvoraussetzung im Media Markt Burghausen und auch in Mühldorf
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Unverändert gilt 2G als Zugangsvoraussetzung im Media Markt Burghausen.

Für eine gehörige Portion Verwirrung sorgt ein Vorstoß der MediaMarkt-Saturn Gruppe: Per Newsletter wurde kommuniziert, als hätte ein Verwaltungsgericht das Elektro-Sortiment zum täglichen Bedarf erklärt, wie kurz vorher in der Bekleidungsbrache. innsalzach24.de hat sich umgehört bei den Verantwortlichen mehrerer Elektro-Händler aus der Region Rosenheim-Mühldorf-Altötting.

Rosenheim/Burghausen - Eins vorneweg: Das Gerücht, dass der beliebte Elektro-Einzelhandel mit Stores wie Media Markt, Saturn, TeVi oder Enzinger wieder frei - nur mit Maskenpflicht - zugänglich ist, stimmt nicht überall. Ein Vor-Ort-Check von innsalzach24.de in den Media-Märkten Mühldorf und Burghausen sowie beim „Enzinger“ in Neuötting am Freitag (7. Januar) zeigte, dass alles beim alten ist - vorerst zumindest.

Nach weiteren Recherchen am Montag (10. Januar) in den Media Märkten Traunstein und Traunreut bestätigte sich sich die bisherige Regelung, obwohl auf der Website vom Media Markt Traunreut vorübergehend nichts mehr von einer 2G-Zugangsbeschränkung zu lesen ist. Lediglich auf die Maskenpflicht wird verwiesen.

Nur mit 2G: Eingang der Media Markt Filiale Traunreut am 10. Januar.

Laut offizieller Stellungnahme der Media-Saturn-Holding Ingolstadt wird die 2G-Regelung bereits ausgesetzt, wenn das zuständige Ordnungsamt dies zulässt. Dass dies unübersichtlich ist, sorgt bei der Bevölkerung für Verwirrung: In einer regionalen Recherche konnten weder rosenheim24.de noch innsalzach24.de einen Elektromarkt in der Region finden, bei dem 2G nicht mehr gültig ist.

Auch hier wird 2G immer noch streng kontrolliert: Enzinger Elektromarkt in Neuötting.

„Wir warten ab, was die Bund-Länder-Konferenz bringt und passen uns der Regelung an. Auf Nachfrage im Landratsamt Altötting wurde uns bestätigt, dass weiterhin 2G mit Einlasskontrolle im Elektrofachhandel gültig ist. Das setzen wir um“, so ein Mitglied der Geschäftsleitung des Neuöttinger Traditionshauses „Enzinger“. Dort kontrolliert eine Mitarbeiterin von einem externen Dienstleister die QR-Codes mit Personalausweis mit der CovPass-Check-App.

Strenge Einlasskontrolle in Mühldorf

Media Markt Mühldorf am Inn: Hier kontrolliert der Verkaufsleiter 2G am Eingang.

Zurückhaltend reagieren die Mitarbeiter vom Media Markt Mühldorf auf die Nachfrage von innsalzach24.de. „2G gilt weiterhin vollumfänglich und das wird sich wohl auch in den nächsten Monaten nicht ändern“, so der Verkaufsleiter, der den Scanner der CovPass-Check-App persönlich vor dem Eingang einsetzt. Die Warteschlange ist trotz dieser Kontrolle lang und es herrscht reger Kundenverkehr. Offenbar läuft das Geschäft auch mit Einschränkungen recht gut.

Geschäftsführung in Burghausen verweist auf Konzernzentrale

Die Außenstelle Burghausen des Media Markts - früher „Euronics“ - erlaubt, anders als in Mühldorf, den Zutritt ins Foyer, wo dann ebenfalls die CovPass-Check-App zum Einsatz kommt. Auch hier herrscht reges Treiben und viele Kunden gehen ins Geschäft bzw. verlassen den Laden wieder. Die Einlass-Dame und die Geschäftsführung verweisen innsalzach24.de auf die Konzernleitung in Ingolstadt.

Außenansicht des Media Markts Burghausen.

Eine Media-Markt-Sprecherin gibt sich auf Nachfrage von innsalzach24.de nur kurz angebunden:

„Grundlage für unsere Entscheidung, dass die 2G-Regel in den Media Märkten und Saturn-Märkten in Bayern vorerst ausgesetzt werden darf, sind die jüngsten Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, dass auch Spielzeug- und Bekleidungsläden zum täglichen Bedarf gezählt werden.

Was tatsächlich als täglicher Bedarf gilt, ist weder im Verordnungskontext der Bayerischen Staatsregierung, noch in der Begründung klar geregelt. Aus unserer Sicht zählen auch Elektronikprodukte und die dazugehörigen Services zur Grundversorgung.

Selbstverständlich halten wir uns an die gesetzlichen Bestimmungen und werden den Anordnungen der jeweiligen Ordnungsämter Folge leisten. Daher kann es zu Abweichungen und kurzfristigen Änderungen in einzelnen Märkten kommen.

Unternehmenskommunikation Media-Saturn Ingolstadt

Auch ein Mitarbeiter der Geschäftsführung des Media Markts Rosenheim bestätigt diese Handhabe: „Wir stehen laufend mit den jeweiligen Ordnungsämtern in Kontakt. Momentan hat sich noch nichts geändert, was aber schon in wenigen Tagen anders sein kann.“

In der Gesamtschau entsteht für den Verbraucher ein Bild der Unsicherheit und Verwirrung. Was gilt denn nun wo? Die uneinheitlichen Regeln und die regionalen Entscheidungen der Ordnungsämter könnten zu kuriosen Situationen führen. Im schlimmsten Fall wäre hier „Shopping-Tourismus“ zu irgend einem bayerischen Media Markt zu befürchten, wenn dort kein 2G mehr kontrolliert wird.

Klare Worte vom Ordnungsamt im Kreis Altötting

Der Leiter des Ordnungsamts im Landratsamt Altötting, Dr. Robert Müller: „Das Bayerische Gesundheitsministerium hat den Kreisverwaltungsbehörden am 5. Januar 2022 mitgeteilt, dass Elektronikfachmärkte unverändert der 2G-Regelung unterliegen.“

Laut anderen Medienberichten sollen einige Münchner Media Markt bzw. Saturn Filialen die 2G Regelung tatsächlich ausgesetzt haben.

„Bekleidung nicht unwichtiger als Schnittblumen und Gartengeräte“

Was nun zum täglichen Bedarf gehört, ist nach wie vor unverständlich geregelt. Vor allem die vorläufige Entscheidung, Bekleidung nicht zur Grundversorgung zu zählen, war schwer nachvollziehbar. Entsprechend kippte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVerwG) die Regelung am 30. Dezember 2021. Doch nach dem Bund-Länder-Gipfel am 7. Januar ist sogar eine 2G-Regelung für das Einkaufen in Lebensmittel-Supermärkten im Gespräch.

„Weil die Bedeutung von Bekleidung für die Allgemeinheit nicht hinter die von Schuhen, Büchern, Schnittblumen oder Gartengeräten zurücktrete und der Bedarf an Kleidung täglich eintreten könne“. So lautet die Begründung der Richter BayVerwG. Im Weihnachtsgeschäft war der Umsatz der bayerischen Bekleidungsgeschäfte im Vergleich zu 2019 um 30 bis 40 Prozent eingebrochen.

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