Bauer verärgert über RTL-Sendung

"Bauer sucht Frau" macht Markus "stinkig"

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Markus aus dem Landkreis Mühldorf war nicht begeistert von den bisherigen "Bauer sucht Frau"-Episoden. Man hätte auch andere Sachen zeigen können als nur seine Debatte mit Christina über Sauberkeit, findet der heute 26-Jährige.
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Landkreis - Bauer Markus putzt nicht, Kandidatin Christina flieht vor dem Dreck: Der 26-Jährige ist über die bisherigen "Bauer sucht Frau"-Episoden verärgert.

Bauer Markus bekommt Damenbesuch - und bezieht nicht einmal das Gästebett mit einem frischen Laken. Die in den bisherigen "Bauer sucht Frau"-Episoden gezeigten Szenen mit Markus aus dem Landkreis Mühldorf kreisten um ein zentrales Thema: Sauberkeit. Christina, die den damals 25-Jährigen besucht hatte, nahm sogar Reißaus, weil sich Markus offenbar nicht genug Mühe gab, um Bett und Bad sauber zu halten. Den guten Quoten sei Dank wurde Markus' Putzverhalten vor einem Millionenpublikum erörtert - RTL peilt mit seiner Erfolgssendung regelmäßig die Sechs-Millionen-Marke an.

"Es hat mich geärgert, was sie vorgezeigt haben"

Markus bei "Bauer sucht Frau" am Frühstückstisch mit Christina. Alle Infos zur Sendung im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/bauer-sucht-frau.html (zum Vergrößern Bild anklicken)

Im Gespräch mit unserer Redaktion macht Markus keinen Hehl daraus, dass er nicht glücklich ist über den bisherigen Schwerpunkt der Sendung. Der mittlerweile 26-Jährige bestreitet keinesfalls, dass die Sauberkeit bei dem Besuch von Christina Thema war und sich die junge Frau tatsächlich an Markus' mangelnder Sensibilität fürs Putzen störte. Der 26-Jährige hätte sich aber gewünscht, dass RTL nicht ausschließlich darauf den Fokus legt. "Ich wusste nicht, was gezeigt wird", erzählt Markus. Was dann letztlich gezeigt wurde, sei "eine große Überraschung" gewesen. "Ich hätte mir gewünscht, dass andere Szenen ausgestrahlt werden. Man hätte schon ein paar andere Sachen zeigen können."

Wie alle anderen Zuschauer von "Bauer sucht Frau" muss Markus bis zur Ausstrahlung der Episoden warten, um zu sehen, welche Szenen im Fernsehen gezeigt werden. Bislang hielten die Montagabende für den 26-Jährigen wenig Vergnügliches bereit. "Es hat mich geärgert, was sie alles vorgezeigt haben. Ich war schon ein bisschen stinkig."

Ab jetzt wird geputzt

Seine positive Einstellung hat sich Markus von den ersten Folgen aber nicht vollends rauben lassen, er blickt sogar optimistisch auf die kommenden Episoden. Noch bis zur Folge am 17. November wird Markus zu sehen sein - volle drei Episoden also. "Die nächsten Folgen gehen in eine komplett neue Richtung", kündigt Markus an. Der 26-Jährige kennt die kommenden Ausstrahlungen nicht, weiß aber zumindest, was während der Hofwoche passiert ist. "Für die Zuschauer wird es noch interessanter – und es wird geputzt", scherzt Markus.

Nachdem Christina abgereist war, hatte Markus erneut Damenbesuch. Ursprünglich hatten sich drei junge Frauen darum beworben, die Hofwoche mit dem 26-Jährigen zu verbringen. Zwei hatte Markus zum "Scheunenfest", dem Auftakt der Staffel, eingeladen. Nachdem Christina abgereist war, bekam Markus Besuch von der dritten Dame im Bunde. Was der 26-Jährige mit dieser jungen Frau erlebte, ist in den kommenden drei Folgen zu sehen. Markus verrät schon einmal, dass es besser lief als mit Christina. "Wir haben uns besser verstanden, sie kannte das Landleben schon." Recht viel mehr will Markus vor Ausstrahlung der kommenden Folgen nicht verraten. Mit einem Augenzwinkern sagt er: "Schau ma mal, was sich so ergibt. Mehr verrate ich nicht, das sollen sich die Zuschauer ansehen."

"Das Getuschel hinten herum finde ich ätzend"

Spricht Markus über die kommenden Folgen, bessert sich seine Stimmung sichtlich. Dennoch bewertet der 26-Jährige seine Bewerbung bei der Sendung kritisch. Vor allem der Rummel um seine Person stört ihn. "Das Getuschel hinten herum nervt mich. Das finde ich total ätzend. Auch die Fanfotos mit mir sind mir nicht so recht." Die Debatte um seine Person im Internet verfolge er nicht, das koste zu viele Nerven. Die Facebook-Fanseite über ihn, auf der es viele positive Kommentare gibt, lobt Markus allerdings: "Das sind langjährige Freunde von mir, die da schreiben. Die kennen mich schon lange."

Bei "Bauer sucht Frau" beworben hatte sich Markus aus dem Bauch heraus: "Ich bin aus Langeweile zu Bauer sucht Frau gekommen. Man sucht halt eine Frau, schaut, was es für Serien gibt. Es war ein verregneter Tag und dann bewirbt man sich halt – und hofft, dass man nicht dran kommt." Als er dann genommen wurde, sei es schon ein mulmiges Gefühl gewesen.

"Ich war froh, wenn es vorbei war"

Ebenfalls teil der Familie auf dem Hof: die knapp zweijährige Hündin Luna (zum Vergrößern klicken)

Auch Markus' Angehörige waren zunächst "geschockt, geschockt, geschockt", wie der 26-Jährige erzählt. "Es war schon Überzeugungsarbeit nötig, damit die Eltern beim Dreh dabei sind." Er habe mit seiner Familie ausgemacht, dass er sie außen vor halte und sie nur in der Sendung vorkommen, wenn es sein muss. Immerhin hätten ihn aber seine Freunde - die auch erst einmal "erstaunt und sprachlos" gewesen seien - gelobt. Und sogar der Bürgermeister ist schon auf Markus aufmerksam geworden. "Der Bürgermeister hat gesagt: unser TV-Star."

Ein Leben als TV-Star wäre allerdings nichts für Markus. Das hat er schon während der Drehtage zu "Bauer sucht Frau" gemerkt. "Ich musste jedes mal Grinsen, aber nach zwei bis drei Stunden treibt man ein bisschen ab", erinnert sich Markus. "Es war anstrengend. Ich war froh, wenn es vorbei war."

"Ich bin Bauer mit Leib und Seele"

Mit dem Leben als Bauer identifiziert sich Markus dagegen sehr. Der 26-Jährige arbeitet zwar Vollzeit in einem anderen Beruf - während der Dreharbeiten als Kranführer, inzwischen wieder in seinem erlernten Beruf als Zimmermann - doch nach Feierabend und am Wochenende hilft Markus auf dem Hof seiner Stiefeltern mit. "Ich mache alles. Was der Chef so aufträgt, wird gemacht." Zum Hof gehören Grün- und Ackerland sowie ein Wald. Außerdem hat die Familie zehn Hühner, drei Kühe, zwei Jungtiere und einen Bullen. Die Arbeit auf dem Hof brauche er als Ausgleich, erzählt Markus. "Ich bin Bauer mit Leib und Seele und bin auf dem Hof aufgewachsen." In die Stadt zu ziehen käme für Markus nie in Frage: "Ich hasse das Enge."

Zu Besuch im Stall von Bauer Markus:

Zu Besuch bei Markus von "Bauer sucht Frau"

Auch mit dem Mühldorfer Anzeiger hat sich Bauer Markus getroffen. Alles dazu lesen Sie in der Montagsausgabe des Mühldorfer Anzeigers und auf ovb-online.de.

Quelle: innsalzach24.de

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