Betrunkener verweigert Hilfe bei Abstieg

+
Mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 14" suchte die Bergwacht den angeblich abgestürzten Mann.

Landkreis - Wanderer vom Hochstaufen haben der Bergwacht einen abgestürzten Mann gemeldet. Dieser meldete sich aber kurz darauf per Handy. Der Betrunkene erklärte seine Lage:

Am Samstagnachmittag gingen kurz nach 14.30 Uhr zwei Notrufe bei der Reichenhaller Bergwacht ein: Auf der Terrasse des Predigtstuhlhotels brauchte eine 74-jährige Urlauberin aus Mittelfranken mit einer schweren Schulterverletzung Hilfe.

Der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes fuhr zusammen mit dem Reichenhaller Notarzt per Seilbahn zur Bergstation, versorgte die Frau und brachte sie ins Tal zum Rettungswagen. Sie wurde anschließend in die Kreisklinik Bad Reichenhall eingeliefert.

Mann soll abgestürzt sein

Währenddessen meldeten mehrere Wanderer vom Hochstaufen, dass im oberen Drittel des Bartlmahdwegs ein Mann über ein Geröllfeld abgestürzt sei; weitere Details waren nicht bekannt. Die Besatzung des alarmierten Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versuchte die genaue Unfallstelle bei einem ersten Suchflug zu finden, wurde aber von den Leuten am Berg nicht eindeutig eingewiesen. Der Pilot ließ dann den Notarzt im Schwebeflug aussteigen, der die aufsteigenden Wanderer befragte, die alle keinen Absturz bestätigen konnten.

Kurz darauf meldete sich ein betrunkener Mann per Handy in der Leitstelle, dass er vermutlich der Gesuchte sei, aber eigentlich nur eine Abkürzung über das Geröllfeld genommen habe und keine Hilfe brauche. „Christoph 14“ nahm daraufhin wieder seinen Notarzt auf und flog zurück nach Traunstein. Bei dem Betrunkenen war in der Zwischenzeit ein Reichenhaller Bergwachtmann eingetroffen, der privat am Hochstaufen unterwegs war und auf den Einsatz aufmerksam geworden war.

Der Mann hatte mehrere Schürfwunden und konnte nicht mehr sicher absteigen, verweigerte aber zunächst jede Hilfe. Er wollte mit der Bergwacht nicht absteigen, weshalb ihm die Polizei entgegen ging, damit er trotz seines Rausches sicher ins Tal kommt.

Zwei Frauen verirrten sich

Gegen 19.15 Uhr meldeten sich Wanderinnen vom Hohen Göll, die gerade durch das Alpeltal abstiegen, aber den Steig nicht mehr finden konnten, da sie keine Stirnlampen dabei hatten. Eine der beiden Frauen war zudem erschöpft.

Bergretter halfen den Frauen beim Abstieg (zum Vergrößern hier klicken)

Drei Bergretter der alarmierten Bergwacht Berchtesgaden machten sich mit Tee, Essen und Wärmeausrüstung auf den Weg.

Nach etwa einer dreiviertel Stunde Aufstieg konnten die zwei Frauen in rund 1.600 Metern gefunden werden. Die Bergwacht brachte sie nach einer kurzen Rast sicher ins Tal zurück und traf gegen 22.30 Uhr am Parkplatz ein.

Pressemitteilung BRK BGL

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser