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Hiebl: „Sind auf dem besten Weg, das Radwegenetz in der Stadt weiter auszubauen“

30 Teilnehmer bei erster Radl-Demo - wird Freilassing eine „fahrradfreundliche Kommune“? 

Rund 30 Teilnehmer kamen zur ersten Radl-Demo am Rathausplatz, vorallem Gegner eines Radschutzstreifens sollten hier überzeugt werden, mangels Anwesenheit dürfte das nicht gelungen sein.
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Rund 30 Teilnehmer kamen zur ersten Radl-Demo am Rathausplatz, vor allem Gegner eines Radschutzstreifens sollten hier überzeugt werden, mangels Anwesenheit dürfte das nicht gelungen sein.

Rund 30 Teilnehmer versammelten sich am Freitagnachmittag (11. Juni) am Rathausplatz, um für eine fahrradfreundlichere Stadtpolitik zu demonstrieren.

Freilassing - Bürgermeister Markus Hiebl mussten die Organisatoren nicht erst überzeugen, er war mit seinen Plänen für einen Radschutzstreifen bei Straßensanierungen indirekt der Geburtshelfer der „Radl-Initiative Freilassing“, nicht zu vergessen die CSU mit ihrem zweimaligen Nein zum Radschutzstreifen. 

„Wir sind eigentlich keine Demo, sondern eher eine Informationsveranstaltung“, so begrüßten die Organisatoren die Teilnehmer, die selbstredend alle mit dem Fahrrad gekommen waren, sogar aus Bad Reichenhall, „in unserer Stadt haben Radfahrer dieselben Probleme wie hier in Freilassing“. Eigentlich wollte die Initiative vor allem CSU-Stadträte überzeugen, alleine es kam niemand.

Freilassings Bürgermeister Markus Hiebl (r.) muss Lenz Heuwieser von der Radl-Initiative nicht überzeugen, die Gegner eines Radschutzstreifens waren der Demo allerdings ferngeblieben.

Bürgermeister Markus Hiebl erklärte in seinem Grußwort, dass in Freilassing rund 40 Prozent des Verkehrs mit dem Fahrrad bewältigt werde, „wir als kleine, feine Stadt sind auf dem besten Weg, das Radwegenetz in der Stadt weiter auszubauen“. Applaus und Fahrrad-Klingeln von den Teilnehmern. Die Gesellschaft sei in einem Umbruch, weg vom Pkw und hin zum Fahrrad. „Bisher ist das Radwegenetz in unserer Stadt sehr lückenhaft, aber wir können es nur Stück für Stück ausbauen, zum Beispiel eben bei der Planung für neue Straßen oder einer Straßensanierung wie in der Reichenhaller Straße“, so Hiebl.

Will Freilassing „fahrradfreundliche Kommune“ werden?

In einem kurzweiligen Interview stellte sich die extra aus Erlangen angereiste Vorsitzende der ‚Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen‘, Sarah Guttenberger Fragen. Mit 38 Kommunen sei man gestartet, jetzt seien 83 Städte und Gemeinden in ganz Bayern Mitglied, „aber bei uns ist man nicht nur Mitglied wenn man einen Beitrag zahlt, sondern man muss schon etwas tun für die Radfahrer in der Stadt“, so Guttenberger. Das beginne bei einer politischen Selbstverpflichtung des Stadtrates, sich um Radfahrer zu kümmern und reiche über einen Ansprechpartner in der Verwaltung für die Biker in der Stadt bis zu einem Netzplan, der Lücken im Radwegenetz zeigt und diese mittelfristig beseitigt.

Sarah Guttenberger (r.) von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen stellte sich den Fragen von Lenz Heuwieser (l.)

„Natürlich hat es in vielen Kommunen erst Widerstände gegeben und einen Kampf um jeden Parkplatz“, wie derzeit auch in Freilassing zu beobachten bei der geplanten Nord-Süd-Achse, beginnend in der Reichenhallerstraße und bis zur Laufenerstraße reichend. „Es bedarf oft jahrelanger Überzeugungsarbeit, aber man muss sich einfach trauen, auch gegen Widerstände“. Eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft sei hier eine sehr gute Motivation. „Das wär doch was, Herr Hiebl“, so Lenz Heuwieser fragend dem Bürgermeister zugewandt, der nickte zwar, wissend dass er das nicht alleine entscheiden kann.

hud

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