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Derzeit geringe ÖPNV-Nutzung

Verkehrsverbund aus BGL und Traunstein - Gemeinsamer Tarif trotz Deutschlandticket sinnvoll?

Die Stadt Freilassing ist mit der Buslinie 24 Mitglied im Salzburger Verkehrsverbund, der Landkreis meint, er müsse zuerst mit Traunstein einen Verbund aufbauen um dann mit Salzburg einen größeren Verbund zu gründen.
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Attraktive Öffis: Ein Verkehrsverbund aus BGL und Traunstein solls möglich machen. Ein grenzübergreifender Tarif mit Salzburg rückt hingegen in die weite Ferne.

Zwei Landkreise, ein Tarif. Das Berchtesgadener Land und der Kreis Traunstein wollen einen gemeinsamen Verkehrsverbund für den ÖPNV. Ein Zwischenergebnis der Machbarkeitsstudie spricht für den Verbund.

Berchtesgadener Land - Macht ein gemeinsamer Verbund für den ÖPNV in den beiden Kreisen sowohl in wirtschaftlicher als auch verkehrlicher Hinsicht Sinn? Und wie kann ein solcher Verbund effizient und zeitnah umgesetzt werden? Das soll die Grundlagenstudie herausfinden. Seit September 2021 untersuchen die Gutachter von civity und VCDB die beiden Kreise. Bis Ende 2023 sollen alle Ergebnisse vorliegen. Läuft alles gut, könnte Anfang 2025 der Verbund am Markt starten. Ein Zwischenergebnis präsentierten Projektleiter Tarik Shah (civity) und Prokurist Matthias Zöbisch (VCDB) am Mittwoch (30. November) im Umweltausschuss vom Kreis Berchtesgadener Land.

Verkehrsverbund aus BGL und TS: ÖPNV derzeit unbeliebt

Klar ist schon jetzt: Verkehrstechnisch macht der Verbund Sinn. Das zeigt eine Zwischenbilanz der Studie. Den ÖPNV wählen derzeit wenige Menschen im BGL und Traunstein als Verkehrsmittel. Ein Umstieg zwischen Verkehrsmitteln wird im ÖPNV weniger oft durchgeführt als in vergleichbaren Räumen in Deutschland, in denen bereits ein Verkehrsverbund existiert. Umsteiger sind mit den derzeitigen Tarifen besonders benachteiligt und würden von einem Verbundtarif unmittelbar profitieren.

Mit 552.000 Wegen pro Tag, die Pendler innerhalb von und zwischen BGL und TS zurücklegen, rechnet ein Verkehrsmodell für 2030. Laut Gutachter ein starkes Indiz, dass der Verbundgedanke aus den beiden Landkreisen Sinn macht. Enge Verbindungen gibt es außerdem nach Salzburg und den Landkreis Rosenheim. 45.000 Menschen bewegen sich dann nach oder kommen aus Salzburg. Verteilt auf die Kreise: 38.000 im BGL und 7000 in Traunstein. Bei Rosenheim dominiert der Kreis Traunstein mit 47.000 im Vergleich zum BGL mit 1000 Wegen pro Tag. Weniger dominant sind die Pendelfahrten zwischen den beiden Kreisen und Mühldorf (9.000), Altötting (27.000) und Tirol (3000).

Deutschlandticket beeinflusst Tarife

Nun prüfen die Gutachter, ob ein gemeinsamer Verbund für die Kreise auch wirtschaftlich Sinn macht. Welche Tarife wären möglich, wie läuft der Vertrieb ab und wie wird der Verbund organisiert? Neu berücksichtigt wird dabei auch das Deutschlandticket. „Zeitkarten, die teurer waren, können Sie abschreiben“, so Zöbisch. Doch Gelegenheitsfahrer, die an einem monatlichen Abo von 49 Euro nicht interessiert sind, seien ein gar nicht unerheblicher Teil. Hier brauche der Verbund ein gut abgestimmtes Angebot.

Einen grenzübergreifenden Tarifverbund mit dem Bundesland Salzburg können sich die Gutachter hingegen schwer vorstellen. Es gebe generell noch keinen staatenübergreifenden Verkehrsverbund. Die Herausforderungen dafür seien erheblich. Ein Verbund aus BGL und Traunstein könnte hingegen Ansprechpartner sein, auf Augenhöhe mit Salzburg arbeiten und die Zusammenarbeit intensivieren. Am Donnerstag (1. Dezember) entscheidet nach dem Kreisausschuss im Berchtesgadener Land der Ausschuss in Traunstein über das weitere Vorgehen beim Projekt Verkehrsverbund.

ce

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