Informationen zur ABS38 zwischen Mühldorf und Freilassing

Die häufigsten Fragen: Lärmschutz, Zugverkehr, Anwohner-Entschädigungen

Projektleiter Tonci Ujdur zeigte sich erfreut über die zahlreichen Fragen zur Ausbaustrecke (ABS) 38 zwischen Mühldorf und Freilassing.
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Projektleiter Tonci Ujdur zeigte sich erfreut über die zahlreichen Fragen zur Ausbaustrecke (ABS) 38 zwischen Mühldorf und Freilassing.

Freilassing/Mühldorf - Ein erstes Fazit zu den Fragen, welche Betroffene und Interessierte zur Ausbaustrecke (ABS) 38 zwischen Mühldorf und Freilassing haben, zog die Deutsche Bahn am Montag.

„Lärmschutz, Zug-Geschwindigkeiten und Fahrpläne sowie Absprachen mit und Entschädigungen für Grundstückseigentümer. Das sind, neben örtlichen Spezial-Themen, die am häufigsten nachgefragten Dinge“, berichtete Projektleiter Tonci Ujdur. „Es sind interessanterweise mehr Fragen, als wir normalerweise bei Vor-Ort-Veranstaltungen kriegen.“

Lärmschutz, Zugtaktungen und -Geschwindigkeiten unter den meistnachgefragten Themen zur ABS38

  • Warum sind teilweise nicht durchgehend Lärmschutzwände vorgesehen? Da Lärmschutzwände sehr teuer sind und mit Geldern des Bundes gebaut wird, muss sehr auf die Kosten geachtet werden. Ein Meter Lärmschutzwand kostet unter idealen Baubedingungen bereits etwa 2500 Euro. Es kann aber beispielsweise bei schlechten Bodenverhältnissen rasch teurer werden. Zudem muss nicht nur die Länge eines Hauses, sondern auch ein Stück davor und danach abgedeckt werden, damit er wirkt, so die Bahn. Sie werden daher nur dort errichtet, wo Wohngebiete sind. Im Fall von einzelnen Wohnhäusern wird es „passive“ Lärmschutzmaßnahmen geben, also beispielsweise den Einbau von schalldichten Fenstern.
  • Kann man schon etwas zu Zugtaktungen, Durchfahrtsgeschwindigkeiten usw. sagen? Dafür sind die Planungen noch nicht genug fortgeschritten. Aktuell gibt es als Grundlage der Planung nur Vorgaben, wie viele Züge maximal einen Bereich befahren können. Grundsätzlich sollen überall, außer beispielsweise in Bahnhöfen oder in Spezialfällen wie den historischen Alzbrücken, Fahrtgeschwindigkeiten bis 160 km/h möglich sein.
  • Was können von den Bauarbeiten unmittelbar betroffene Grundstückseigentümer tun? Die Bahn bittet hierzu, Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Auch persönliche Gespräche und Treffen vor Ort sind möglich. Aussagen zu Entschädigungszahlungen und/oder Ausgleichsmaßnahmen sind aber erst möglich, wenn Baurecht vorhanden ist und Gutachter hierzu arbeiten konnten.

„Die Rückmeldung war bisher sehr gut, auf jeden Fall vergleichbar mit derartigen Veranstaltungen im ‚offline‘-Format“, berichtete Projektleiter Tonci Ujdur weiter. Am Webcast zum Abschnitt Tüßling-Tyrlaching hätten insgesamt 80 Parteien teilgenommen. „Wobei dahinter ja auch jeweils eine ganze Familie stehen kann. Beispielsweise bei einer Veranstaltung in Mühldorf hatten wir etwa 200 Teilnehmer.“ Zum anstehenden Cast zum Bereich Laufen-Freilassing gäbe es bisher 50 Anmeldungen. „Wobei das erfahrungsgemäß unmittelbar davor noch einmal mehr wird.“

„Es ist im Fall so eines Bahn-Ausbauprojekts eine andere Ausgangslage als beispielsweise bei Autobahnen oder auch vielen Bundesstraßen“, erläuterte Ujdur. „Im Fall der Letzteren hat man meistens bereits vorgesorgt und beispielsweise durch Bauverbote oder Grundstücksankaufe sichergestellt, dass Lärmschutz weniger ein Problem beziehungsweise der Ausbau und Bau von Lärmschutzanlagen einfacher ist.“

Die nächsten Online-Bürgerinformationsveranstaltungen:

Alle Infos zur Teilnahme an den Online-Infoveranstaltungen zum Bereich Laufen, Saaldorf-Surheim, Freilassing am 18. November findet ihr hier und zum Bereich Tittmoning, Fridolfing, Kirchanschöring am 2. Dezember hier.

Umfangreiches Bauprojekt

„Die Ausbaustrecke (ABS) 38 ist mehr als eine einfache Baumaßnahme, sie umfasst ein ganzes Bündel aufeinander abgestimmter Teilprojekte, die sich vom Großraum München über den Südosten Bayerns bis zur deutsch-österreichischen Grenzregion erstrecken“, so die Deutsche Bahn. „Auf einer Länge von 145 Kilometern wird die Strecke durchgehend elektrifiziert und in weiten Teilen zweigleisig ausgebaut. So vielfältig wie die einzelnen Baumaßnahmen, so weitreichend sind die Ziele, die der Ausbau verfolgt.“

Das sind die Planungen für die ABS38 zwischen Tüßling und Tyrlaching

Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching
Präsentation der Deutschen Bahn zur Ausbaustrecke 38 (ABS38) zwischen München und Freilassing für den Bereich von Tüßling bis Tyrlaching © Deutsche Bahn

Die Planungen durchlaufen mehrere Phasen. Bei der ersten Planungsphase, der sogenannten Vorplanung, haben die Planer der Bahn untersucht, wie die Bahnstrecke für die Ziele des Bundes ausgebaut werden kann. Dabei werden auch die Wünsche und Anregungen betroffener Gemeinden und Anwohner berücksichtigt. Im Anschluss an die Vorplanung folgt ab 2021 die parallel stattfindende Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Dann reichen die Planer der Bahn das Projekt für das sogenannte Planfeststellungsverfahren ein, um eine Baugenehmigung für den Ausbau zu erwirken. „Dafür wird sichergestellt, dass der Ausbau alle rechtlichen Vorgaben erfüllt und in dessen Rahmen alle öffentlichen wie privaten Auswirkungen abgewogen und berücksichtigt werden.“

„Insgesamt ist es unser Ziel, große Teile der gesamten Ausbaustrecke zwischen Mühldorf und Freilassing ab 2030 in Betrieb zu nehmen“, so die Bahn. „In so einer frühen Planungsphase wie der Vorplanung handelt es sich dabei allerdings um eine erste grobe Zeitschätzung, die mit den voranschreitenden Planungen konkreter wird.“

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