In den nächsten Tagen wird weiterer Impfstoff verimpft

Impfungen gegen das Corona-Virus im Landkreis Berchtesgadener Land erfolgreich gestartet

Berchtesgadener Land - Am 27. Dezember nahmen zwei Mobile Teams des Impfzentrum Berchtesgadener Land ihre Arbeit auf. In zwei Seniorenwohnheimen wurden am ersten Tag 60 Bewohner geimpft. Dabei kam es zu keinen Zwischenfällen. Der Impfstoff wurde von allen Bewohnern sehr gut vertragen. Die Mobilen Teams setzen auch in den nächsten Tagen ihre Arbeit fort.

Derzeit ist nur eine begrenzte Anzahl von Impfstoff vorhanden. Für den Zeitraum 28. bis 31. Dezember ist die Lieferung von mehreren hundert Impfdosen angekündigt. Der angelieferte Impfstoff wird dann innerhalb kürzester Zeit verimpft.
 
Aufgrund der Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) des Bundesgesundheitsministeriums ist die Reihenfolge der Impfungen festgelegt. Dabei wurden verschiedene Gruppen gebildet. In der Gruppe der höchsten Priorität befinden sich:

  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen. (v. a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).
  • Alle weiteren Über-80-Jährigen.

  Welcher Personenkreis innerhalb dieser Gruppe als erstes berücksichtigt wird, entscheidet das jeweilige Bundesland bzw. die Kreisverwaltungsbehörden.

Im Landkreis Berchtesgadener Land sind zunächst die impf-freiwilligen Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeeinrichtungen für die Impfung vorgesehen. Bei den Bewohnern in den Alten- und Pflegeeinrichtungen handelt es sich um „die Schwächsten der Schwachen“. Diese Personengruppe zu schützen hat oberste Priorität. Anschließend folgen die anderen aufgeführten Gruppen, wie Mitarbeiter in den Klinken, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten, sowie Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen die Menschen mit hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen.

Abschließend wird die Gruppe der Über-80-Jährigen, die nicht in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden, geimpft. Diese Gruppe ist nominell sehr stark. Nachdem es auch nicht jedem möglich sein dürfte, eigenständig ins Impfzentrum nach Ainring zu kommen, arbeiten die Verantwortlichen an verschiedenen Lösungsmöglichkeiten, um den besonderen Bedürfnissen dieser Menschen gerecht zu werden. Aufgrund der sehr geringen Impfstoffmenge zum jetzigen Zeitpunkt, kann frühestens Ende Januar 2021 davon ausgegangen werden, dass Impfungen bei dieser Gruppe der Über-80-Jährigen durchgeführt werden können.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat angekündigt, diese Personengruppe eigenständig zu informieren. Terminvereinbarungen für das Impfzentrum Berchtesgadener Land sind aktuell noch nicht möglich. Termine im Impfzentrum werden umgehend angeboten, wenn gewährleistet werden kann, dass ausreichend Impfstoff vorhanden ist und die Impfungen durchgeführt werden können. Der Beginn des Anmeldeverfahrens wird entsprechend bekannt gegeben.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt

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