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„Weniger ist immer gut“

Wie sicher ist Freilassing? Polizeiliche Kriminalitäts-Statistik 2021 mit zweiter Corona-Delle

Huber Gerhard Polizei Freilassing Nov2022 (1).jpg
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„Wir sind in einem sehr, sehr sicheren Bereich“, so das Fazit von Inspektionsleiter Gerhard Huber zur Kriminalstatistik 2021.

Wie sicher ist es in Freilassing? Diese Frage lässt sich jetzt, Ende 2022, nur mit Zahlen aus dem Jahr 2021 beantworten. 2021 war bekanntlich das zweite Corona-Jahr und zahlreiche Beschränkungen und Lockdowns haben sich in der Zahl der Straftaten niedergeschlagen: Minus 22 Prozent gegenüber 2020.

Freilassing – Diese Zahl für den gesamten Bereich der Polizeiinspektion Freilassing, also neben Freilassing auch Ainring, Teisendorf und Saaldorf-Surheim, präsentierte Inspektionsleiter Gerhard Huber im Rahmen der Bürgerversammlung. Sein Fazit: „Wir sind in einem sehr, sehr sicheren Bereich“. 

Die in der Bürgerversammlung präsentierten Zahlen für 2021 wurden bereits im März 2022 vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann präsentiert. Die Polizei Freilassing hat die Zahlen aus ihren vier Gemeinden anschließend sowohl mit dem Landkreis, als auch mit den Kommunen in sogenannten Sicherheitsgesprächen erörtert.

Zu den Zahlen der Inspektion Freilassing für die vier Kommunen: Im Jahr 2021 wurden genau 1213 Straftaten gemeldet. Gegenüber 2020 waren das 22 Prozent weniger. Auffallend aber, dass im Jahr 2020, also dem ersten Corona-Jahr, mit ebenfalls entsprechenden Lockdowns deutlich mehr Straftaten angezeigt wurden, und zwar 1552. „Minus 22 Prozent für 2021 hört sich gut an, weniger ist immer gut, aber wir haben eben keine zwei normalen Jahre hinter uns“, so Huber. Weniger reale Diebstähle wurden durch mehr Betrügereien im Internet zum Teil mehr als ersetzt. Auch wenn es für 2022 noch keine offiziellen Zahlen gibt, sieht Huber doch die Zahl der Anzeigen bisher, und seine „Prognose“ daher: Die Tendenz geht wieder nach oben. 

Weniger Verkehrsunfälle

Auch bei den Verkehrsunfällen zeigt sich 2021 eine Corona-Delle. Wegen der Anti-Corona-Maßnahmen und den Lockdowns kam der Straßenverkehr teilweise zum Erliegen, entsprechend sank auch die Zahl der Verkehrsunfälle in den vier Kommunen. Im Jahr 2021 waren es 748, davon alleine 359 im Bereich der Stadt Freilassing, also zum Beispiel auf der B20. Die Zahl der angezeigten Schnellfahrer ging ebenfalls stark zurück, von 2500 im Jahr 2020 auf 1700 im Jahr 2021. „Wie sie sich denken können, waren wir im Corona-Jahr mit anderen Aufgaben beschäftigt“. Das machte sich 2021 auch bei den Einnahmen bei Falschparkern bemerkbar, statt 26.000 Euro im Jahr 2020 waren es 2021 „nur“ 14.000 Euro.

Anrainer bringen Kaffee

Das Jahr 2022 brachte der Polizei wieder neue Verkehrsaufgaben, zum Beispiel die Vollsperre der Reichenhaller Straße. „Hier geht es immerhin um 15.000 Fahrzeuge am Tag“. Die Polizei hätte hier vor Ort massiv die Einhaltung der Vorschriften kontrolliert, „die Anwohner haben meine Beamten vor Ort sogar mit Kaffee begrüßt“. Die Reaktion der verwarnten Autofahrer war weniger freundlich und reichte von „Das ist Wegelagerei“ bis „Habt ihr sonst nichts zu tun?

hud

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